Inhalt:
- Symptome des ADS
- Synonyme im weiteren Sinne
- Zusammanfassung ADS
- Werbung ADS Buch
- Symptome
- Die Befragung der Eltern
- Beurteilung der Situation durch den Kiga / die Schule
- Das Erstellen eines psychologischen Gutachtens
- Die ärztliche Diagnostik
- Begleitsymptomatik
- Buch bestellen
- Werbung ADS Buch unten
- Weitere ADS - Themen
- verwandte Themenbereiche
Symptome des ADS
Synonyme im weiteren Sinne
Aufmerksamkeitsdefizitstörung, Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, Aufmerksamkeitsdefizit- hyperaktivitätssyndrom, Zappel - Philipp - Syndrom, Zappelphilipp, Psychoorganisches Syndrom (POS), Hyperaktivitätssyndrom, Hyperkinetisches Syndrom (HKS), Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS), Attention-Deficit-Disorder (ADD), Attention - Deficit - Hyperactivity - Disorder (ADHD), minimal brain syndrome, Verhaltensstörung mit Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörung, Fidgety Phil.
Zusammanfassung ADS
Kindern, die unter ADS leiden, fällt es schwer sich zu konzentrieren, die Ablenkbarkeit ist immens. Auffallend ist darüber hinaus, das begonnene Arbeiten häufig nicht beendet werden.
Genau an dieser Stelle werden die Probleme deutlich, dem ein Kind mit ADS im schulischen Bereich ausgesetzt sein kann. Denn auch wenn die Intelligenz im normalen, teilweise auch überdurchschnittlichen Bereich anzusiedeln ist, kann das Kind die Defizite, die durch eine Konzentrationsschwäche entstehen, nicht oder nur sehr schwer ausgleichen.
Unter einem ADS leidende Kinder fallen häufig durch Tagträume und Unaufmerksamkeit auf, die Fähigkeit zu konzentriertem Arbeiten ist häufig nicht gegeben, sodass auch bei normaler oder überdurchschnittlicher Intelligenz Lernlücken entstehen, die nur schwer zu schließen sind. Nicht selten findet man bei Kindern mit ADS, auch eine Lese- Rechtschreibschwäche oder Rechenschwäche, bzw. die Teilleistungsstörungen Legasthenie und Dyskalkulie vor.
Damit den Kindern geholfen werden kann, müssen Therapien gezielt ansetzen. Das Tadeln und Beschimpfen der Kinder bewirkt dabei keine Änderung. Allen an der Erziehung beteiligten Erwachsenen wird in besonderer Weise Geduld und vor allem auch (Selbst-)Beherrschung abverlangt. Konsequentes erzieherisches Handeln, das Aufstellen und Einhalten vereinbarter Regeln ist dabei das oberste Gebot - auch wenn es noch so schwer fallen sollte.
Abbildung kann abweichen
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Dieses Buch informiert Sie ausführlich und laienverständlich über Symptome, Diagnosemöglichkeiten und alle gängigen Therapieformen.
Durch das Wissen aus unserem Buch können Sie das Leben mit dem Aufmerksamkeits- Defizit- Syndrom - und somit das Leben Ihres Kindes und Ihrer Familie positiv beeinflussen. Durch die erworbene Kompetenz treffen Sie schließlich gemeinsam mit dem behandelnden Arzt und oder Therapeuten die Therapieentscheidung und können den Erfolg aktiv mitbeeinflussen.Autor: Dr. med Nicolas Gumpert
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Symptome
Wenn wir an die nicht hyperaktive Variante des Aufmerksamkeitsdefizites denken, dann erscheint uns ein “Träumer” vor Augen. Nicht jedes Kind, das geistig abwesend erscheint, ist sofort als ADS - Kind einzustufen. Es muss vor einer vorschnellen Stigmatisierung gewarnt werden. Empfohlen wird eine breit gefächerte Diagnostik, die sie an entsprechender Seite: ADS - Diagnose nachlesen können.
Aufgrund der Individualität der jeweiligen Symptomatik kann der nachfolgend aufgeführte Katalog der Symptome nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Darüber hinaus bedeutet ein Auftreten eines oder mehrere Symptome bei Ihrem Kind nicht zwangsläufig, dass es an einem ADS leidet. Die Diagnose ist vielschichtig und sollte präzise und von erfahrenen Diagnostikern getroffen werden.
ADS - Kinder wirken permanent reizüberflutet und auch wenn es nach außen nicht so erscheint: Sie leiden unter dauerhaftem Stress. Die Fähigkeit zwischen wichtigen und unwichtigen Informationen zu “filtern” scheint nicht wirklich vorhanden zu sein.
ADS - Kinder reagieren auf diese Reizüberflutung unbewusst und nahezu automatisch mit einem “Abschalten”, einer Flucht in die Abwesenheit.
Es gibt einige Symptome, die sowohl bei ADS als auch bei ADHS - Kindern in Erscheinung treten können. Diese sind beispielsweise:
- kurze Aufmerksamkeitsphasen, Konzentrationsschwäche und damit verbunden: schnelle Ablenkbarkeit, Vergesslichkeit und wechselhaftes, streckenweise sehr launisches Verhalten.
- geringe Ausdauer
- Probleme im feinmotorischen Bereich (verkrampfte und fehlerhafte Stifthaltung)
- Raumlagelabilität (Verwechseln der Seiten (rechts - links; u.U. Verbindung mit Dyskalkulie) und damit verbunden auch das Verwechseln von Buchstaben, ähnlich klingenden Lauten etc.; u.U. Verbindung mit Legasthenie)
- Entwicklungsverzögerungen im motorischen Bereich (spätes Erlernen des Krabbelns, Laufens, ...)
- Kontaktschwierigkeiten, bzw. unbeständige Freundschaften (Distanzlosigkeit, Isoliertheit, häufige Konflikte, ...)
- Probleme, alltägliche Handlungen in einer kontrollierten Abfolge zu tätigen, Vergesslichkeit, Zerstreutheit
- Probleme, Angefangenes zu beenden
- mangelndes Selbstwertgefühl
- Aufgrund ständig mangelhafter Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit können sich die Probleme auf andere schulische Bereichen ausweiten, woraus sich z.B. eine Lese- Rechtschreibschwäche, Rechenschwäche ausbilden kann.
Über jene Symptome, die sowohl ADHS als auch ADS - typisch sein können hinweg, treten bei Kindern mit einem ADS häufig noch andere Symptome / Verhaltensauffälligkeiten in Erscheinung. Diese sind:
- Tagträume
- geistige Abwesenheit auch beim direkten Ansprechen
- “Nicht-Zuhören” im Sinne von abwesend sein
- Die Fähigkeit des Ausführen von Arbeiten in zeitlich angemessenem Rahmen fällt schwer.
- Vergesslichkeit
- Details werden nur unpräzise wahrgenommen.
- Viele Flüchtigkeitsfehler
- Vermeiden von anstrengenden (konzentrationsintensiven) Aufgaben
- sehr ruhig, erweckt dadurch häufig auch den Anschein, dass “alles egal” ist.
- leichte Beeinflussbarkeit
- Abhängigkeit von anderen Personen
- ...
Beim Durchlesen der Symptome oder auch beim direkten Beobachten der Kinder fällt auf, dass einige der als “ADS - typischen” Symptome bezeichneten Verhaltensweisen durchaus auch bei Kindern ohne ADS auftreten können. Das ist durchaus möglich und macht die Diagnose so schwer.
Anders als bei einem Kind ohne ADS ziehen sich die Symptome bei einem Kind mit ADS dauerhaft durch die kindliche Entwicklung, “wachsen” sich also nicht aus. Fragen Sie sich deshalb kritisch, ob die typischen Symptome ihres Kindes auch schon vor dem sechsten Lebensjahr aufgetreten sind und ob sie sich auch in mehreren Lebensbereichen über einen längeren Zeitraum hinweg immer wieder gezeigt haben.
Aufgrund der Tatsache, dass sich diese Symptome nicht nur auf einen Lebensbereich beschränken, ist auch verständlich, weshalb sich die Diagnostik nicht nur auf einen Lebensbereich beschränken kann. Neben den genannten Hauptsymptomatiken machen sich sehr häufig auch zusätzliche Symptome bemerkbar, die durch diverse diagnostische Maßnahmen ermittelt und festgehalten werden müssen. Erst die Deutung der Symptome und Auffälligkeiten aus verschiedenen Lebensbereichen in Kombination mit möglichen diagnostischen Maßnahmen ermöglichen ein umfassendes Bild.
Hierunter fallen unter anderem:
- Die Befragung der Eltern
- Die Beurteilung der Situation durch den Kindergarten / die Schule
- Das Erstellen eines psychologischen Gutachtens
- Die ärztliche Untersuchung
Die Befragung der Eltern
Eltern stellen in der Regel die wichtigste Bezugspersonen in der Entwicklung eines Kindes. Dies hat zur Folge, dass die Eltern eine ebenso zentrale Rolle im Hinblick auf die Deutung der Symptomatik und letztlich auch im Hinblick auf die Diagnose stellen.
Das familiäre Umfeld eines Kindes stellt in aller Regel einen Schonraum dar, in dem sich das Kind sicher und dadurch auch in gewisser Weise “unbeobachtet” fühlt. Dadurch zeigt es häufig traditionelle Verhaltensweisen, welche sich über Jahre hinweg ausgebildet und somit auch eingeschliffen haben.
Aufgrund der Tatsache, dass Eltern tagtäglich mit ihren Kindern in Kontakt stehen, sind gravierende und somit auch extrem störende Verhaltensweisen zwar durchaus ersichtlich, werden aber trotzdem nicht immer erkannt.
Hinzu kommt, dass es enorm schwierig ist sich einzugestehen, dass Probleme vorhanden sind, die eigentlich angesprochen werden müssten um adäquat gelöst werden zu können.
Aus diesem Grund werden Initiativen häufig erst dann ergriffen, wenn die familiäre Situation (das häusliche Umfeld) immer stärker belastet wird.
Die Befragung der Eltern umfass in aller Regel einen Fragebogen, der die Eigenschaften des Kindes zu durchleuchten versucht. Dabei sind natürlich das Spielverhalten, die Konzentrationsfähigkeit, das Durchhaltevermögen, die Teamfähigkeit etc. von enormer Bedeutung und werden immer wieder durch gezielte Fragestellungen hinterfragt.
Natürlich obliegt es jedem Elternteil selbst, inwiefern die Befragungen die Einschätzung der kompletten Situation erfasst. Letzten Endes verschaffen Sie Ihrem Kind nur dann einen (zeitlich gesehenen) Vorteil, wenn Sie ehrlich mit sich selbst sind und versuchen, die Fragen bestmöglichen Gewissens zu erledigen.
Beurteilung der Situation durch den Kiga / die Schule

- ADS Schule
Bedingt durch die Tatsache, dass sich die ADS - typischen Verhaltensweisen niemals nur auf einen kindlichen Lebensbereich beschränken, ist auch die Beurteilung der Situation durch den Kindergarten, bzw. durch die Schule von besonderer Bedeutung, da sie Einblicke in Bereiche ermöglicht, die die Kinder in besonderen Situationen fordern.
Da sich die Probleme besonders im Bereich der Konzentrations- und Aufmerksamkeitsfähigkeit zeigen ist anzunehmen, dass sich typische und begleitende Symptome insbesondere hier bemerkbar machen.
Neben den Aussagen über ADS - typische Verhaltensweisen können hier auch weitere Aussagen im Hinblick auf die Frustrationstoleranz, aber auch im Hinblick auf Über- oder Unterforderung eines Kindes sowie hinsichtlich besonderer begleitender Probleme getroffen werden. Wie bereits erwähnt ist es nämlich nicht selten, dass sich die eigentliche Symptomatik und Problematik auch in anderen schulischen Bereichen wieder spiegelt. Beispielartig seien hier die “klassischen Problembereiche” im Lesen und Rechtschreiben (Lese- Rechtschreibschwäche; Legasthenie), sowie im Rechnen (Rechenschwäche, Dyskalkulie) genannt.
Neben den spezifischen Beobachtungen eines Lehrers, kommen auch hier standardisierte Beurteilungsbögen zum Einsatz. Sie sind in der Regel ausführlich gestaltet und hinterfragen die Situation gezielt.
Das Erstellen eines psychologischen Gutachtens
Ein psychologisches Gutachten umfasst in einem Bericht neben dem Grund der Untersuchung auch die Auflistung aller zu Grunde liegenden Testverfahren sowie deren Ergebnisse. Darüber hinaus wird erklärt, wie die Ergebinsse zu interpretieren und zu deuten sind. Schließlich werden meist auch gezielte Aussagen hinsichtlich therapeutischer und weiterführender Maßnahmen getätigt.
Die Art und Weise der Erstellung eines psychologischen Gutachtens kann variieren und ist in besonderer Weise vom Alter des Kindes abhängig.
So findet eine Testung von Kindern im Vorschulalter in aller Regel auf Basis der Entwicklungsdiagnostik statt. Dies hat zur Folge, dass standardisierte Testverfahren nicht zum Einsatz kommen und man sich auf Gespräche mit Bezugspersonen bezieht und das kindliche Verhalten sowie die Bewegungsmerkmale des Kindes zu deuten versucht. Insbesondere durch die kindliche Beobachtung können erste Aussagen hinsichtlich der Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit getroffen werden
Ab dem sechsten Lebensjahr werden meist erst standardisierte Testverfahren eingesetzt, die die individuellen kindlichen Leistungen bezogen auf die Altersnorm, also bezogen auf die durchschnittlich altersgemäße Entwicklung eines Kindes, betrachten.
Bevor Testverfahren als standardisierte Testverfahren bezeichnet werden können, müssen sie bestimmte Gütekriterien erfüllen. Sie müssen objektiv sein und auch bei wiederholender Testdurchführung gleiche Ergebnisse liefern (Ergebnisse dürfen nicht vom Zufall abhängig sein). Letztlich müssen sie auch das messen, was beabsichtigt wurde.
Es obliegt der Wahl des Testers, welche Testverfahren im Einzelfall zum Einsatz kommen.
Auch bei Schulkindern findet nicht nur einzig und alleine die Durchführung der Testverfahren statt um Aussagen hinsichtlich des Verhaltens eines Kindes treffen zu können. Diese Testverfahren werden durch Beobachtungen des Psychologen / Kinderarztes etc. ergänzt.
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Die ärztliche Diagnostik

- ärztliche Diagnose
Die ärztliche Diagnostik unterteilt sich in eine körperliche Untersuchung (= Basisdiagnostik) und eine differentialdiagnostische Untersuchung. Diese Differentialdiagnostik ermöglicht eine Untersuchung verschiedener Begleiterscheinungen im Hinblick auf deren Ursache. Hier erfahren Sie mehr im Hinblick auf die Differentialdiagnose.
Die körperliche Untersuchung des Kindes dient zunächst der Beurteilung des allgemeinen Gesundheitsstandes des Kindes und versucht, eventuelle Entwicklungsdefizite (Entwicklungsrückstände) ausfindig zu machen. Dies kann auf unterschiedliche Weise geschehen, in aller Regel umfasst die körperliche Untersuchung neben der Blutuntersuchung auch körperliche Untersuchungen in Form von Hör-, Seh- und / oder Allergietests.
Ein EEG (Elektroenzephalogramm) zur Ermittlung und Untersuchung der Hirnströme im Gehirn, sowie das EKG (Elektrokardiogramm) zur Untersuchung des Herzrhythmus und der Herzfrequenz dienen eher dem Ausschluss möglicher Begleiterkrankungen (Differentialdiagnose).
Begleitsymptomatik
Auf den nachfolgend genannten Seiten erfahren Sie mehr über eventuell auftretende Begleitprobleme. Im schulischen Bereich sind dies die Lese- Rechtschreibschwäche und die Rechenschwäche.
Da ADS Kinder auch Probele haben, ihre Aufmerksamkeit gezielt auszurichten, können Sie auf der Konzentrationsschwäche - Seite mehr über die Probleme und die Symptomatik erfahren.
- ADHS
- Lese- Rechtschreibschwäche / Legasthenie
- Rechenschwäche / Dyskalkulie
- Konzentrationsschwäche
- Hochbegabung
Buch bestellen
Dr. Nicolas Gumpert hat ein Buch über das ADS veröffentlicht. In diesem Buch werden alle Aspekte des ADS behandelt und die verschiedenen Therapiewege aufgezeigt.
Nutzen Sie die Informationen für die beste Therapie für Ihr Kind!
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Als "PDF" oder "Printversion" erhältlich.
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Preis: schon ab 12.90 €*
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Weitere ADS - Themen
verwandte Themenbereiche
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- Konzentrationsschwäche
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- Rechenschwäche / Dyskalkulie
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Eine Liste aller Themen die wir unter unserer "Probleme beim Lernen" - Seite veröffentlicht haben finden Sie unter: Probleme beim Lernen A-Z
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