Augeninnendruck

Synonym

Tonometrie

Englisch: intraocular pressure measurement

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Definition

Unter einer Augeninnendruckmessung versteht man unterschiedliche Mechanismen um den Druck, der im vorderen Augenabschnitt vorhanden ist, zu messen und zu bestimmen.

Die Entstehung des Augeninnendruckes

Der Augeninnendruck

Im vorderen Augenabschnitt zwischen Hornhaut und Augenlinse befindet sich die vordere Augenkammer. Darin befindet sich eine Flüssigkeit, die in bestimmten Mengen produziert und entsprechende Mengen abdrainiert wird. Durch dieses Gleichgewicht wird ein variabler Druck erzeugt, der in einem bestimmten Drucklevel rangiert und der den Widerstand des Auges aufrechterhalten soll.
Die Flüssigkeit übt auch einen mehr oder weniger starken Druck (Augeninnendruck) auf den gesamten Augapfel und auf den Glaskörper aus, der wiederum den Druck auf den Augenhintergrund weitergibt. Der normale Augeninnendruck beträgt 15,5 mmHg. Dieser Augeninnendruck kann allerdings schwanken. Die Normwerte des Augeninnendrucks werden zwischen 10 mmHg und 20 mmHg festgeschrieben.
Das Kammerwasser wird vom Ziliarepithel in einer Menge von ca. 2,4 mm³ in der Minute gebildet und in die Hinterkammer abgegeben. Es umspült die Linse und fließt schließlich in die Vorderkammer. Abfiltriert wird das Kammerwasser dann durch das Trabekelwerk im Kammerwinkel und gelangt von dort in den sogenannten Schlemm-Kanal. Von dort fließt es schließlich über kleine Kanäle in die Venen der Bindehaut und somit ins Blutsystem.
Die Kammerwasserproduktion unterliegt einem Tag-Nacht-Rhythmus und ist nachts um ca. 40% vermindert. Zu den Funktionen des Kammerwassers zählen die Ernährung der Linse und der Hornhaut, die Aufrechterhaltung der Augapfelform mit entsprechender gleichbleibender Wölbung des vorderen Teil des Auges (wichtig für die Lichtbrechung), und eine Entgiftung des Augeninneren (Abfangen freier Radikale). Des Weiteren dient das Kammerwasser auch als Lymphersatz, da das Auge keine eigene Lymphflüssigkeit besitzt.
Gründe für einen erhöhten Augeninnendruck liegen ausschließlich in einer Störung des Abfluss im Trabekelwerk und nie an einer übermäßigen Produktion des Kammerwassers. Grund sind meistens krankhafte Veränderungen des Trabekelwerks.

Gefahr eines erhöhten Augeninnendruckes

Steigt der Augeninnendruck an, so führt dies zu einer Weiterleitung des Druckgradienten über den Glaskörper im Augeninneren, der den Druck wiederum an den Augenhintergrund mit Netzhaut und Sehnerv weitergibt. Der Sehnerv toleriert nur einen bestimmten Druck schadenfrei. Ein erhöhter Augeninnendruck ist meistens schmerzlos, Schäden des Sehnerven werden oft erst spät erkannt. Dies macht es dringend notwendig den Augeninnendruck regelmäßig durch eine Augeninnendruckmessung überprüfen zu lassen.


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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 06.05.2012