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Außenbandriss des Kniegelenkes
Synonyme
Verletzung des Ligamentum collaterale laterale, Außenbandriss
siehe auch: Innenbandverletzung
Englisch: rupture / injury of collateral ligament
Definition Außenband
Das Außenband des Kniegelenkes verläuft an der Außenseite des Kniegelenkes vom Oberschenkelknochen zum Wadenbein. Es ist nicht mit der Gelenkkapsel des Kniegelenkes verwachsen und außerdem schmaler als das Innenband des selben Gelenkes.
Das Außenband ist bei gestrecktem und nach außen rotiertem Kniegelenk gespannt. Bei gestrecktem Knie dient es zusammen mit dem Innenband der Stabilisierung, bei der Beugung im Kniegelenk begrenzen die beiden Bänder die Außenrotation.
Definition
Bei Außenbandverletzungen handelt es sich in der Regel um einen Riss desselben. Meist ist der Riss komplett – inkomplette Bandrisse gibt es kaum.
Zusammenfassung

- Ansicht von vorne (ventral)
Das Außenband des Kniegelenkes gehört zu den so genannten Seitenbändern und verläuft – wie der Name schon vermuten lässt – an der Außenseite des Kniegelenkes. Es dient der seitlichen Stabilisation. Ist es gerissen kommt es vor allem zu Schmerzen und Instabilität.
Die Ursache ist meist ein Trauma (Rotation, Verrenkung). Der Arzt (in der Regel Orthopäde und / oder Sportmediziner) verfügt mit dem Prüfung der Aufklappbarkeit über eine einfache manuelle Möglichkeit die Stabilität des Kniegelenkes zu testen. Genauere Aussagen können jedoch nur mittels der MRT- Untersuchung getroffen werden.
Je nach Ausmaß der Verletzung (Außenbandriss) richtet sich die Therapie, welche von der Ruhigstellung von einigen Tagen bis zur Operation reichen kann. Die Prognose ist in der Regel gut.
Ursachen
Das Außenband reißt in der Regel nur in Folge eines Traumas (med. Begriff für Unfall). Dies kann ein Abknicken, ein Rotationstrauma oder eine Kniegelenksverrenkung sein, wie sie beispielsweise beim Skifahren oder beim Fußball vorkommen.
Symptome
Zu den allgemeinen Symptomen eines Außenbandrisses zählen Schmerzen und eine gewisse Instabilität des Kniegelenkes.
Weitere Symptome sind:
- Schmerzhafte Bewegungseinschränkung
- Druckschmerz am Band
- Evtl. Erguss, auch Bluterguss im Gelenk
- Instabilitätsgefühl
Diagnose
Allgemein ist zu sagen, dass die Untersuchung am verletzten Knie schmerzbedingt durchaus schwierig sein kann.
Zur Untersuchung der Intaktheit der Seitenbänder dient der Seitenstabilitätstest. Das Kniegelenk wird in voller Streckung aber auch in 20 Grad Beugung versucht zur Seite hin „aufzuklappen“. Ist das innere Seitenbandgerissen gelingt das Aufklappen nach außen und umgekehrt. Ist das Außenband verletzt, also gerissen, so kann das Kniegelenk von außen her „aufgeklappt“ werden. Der Untersucher drückt hierzu bei fixiertem Oberschenkel seitlich von außen gegen den Unterschenkel. Man spürt, dass sich der Gelenkspalt leicht öffnet.
Zur genaueren Diagnostik werden bei Außenbandrupturen im Kniegelenk MRT- Bilder angefertigt. Röntgen erlaubt lediglich eine Beurteilung der knöchernen Beteiligung, kann jedoch die Bandverletzung nicht direkt nachweisen. Theoretisch ist auch eine Kniespiegelung, die so genannte Arthroskopie, möglich, welche jedoch der MRT-Untersuchung gewichen ist. Außerdem kommt sie eher bei Kreuzbandrissen zum Einsatz, da hier dann auch eine arthroskopische OP möglich ist.
Therapie
Die Therapie des Außenbandrisses richtet sich nach dem Ausmaß der Verletzung. Ist das Band lediglich gezerrt oder überdehnt, genügt eine kurzfristige Ruhigstellung (einige Tage) des Gelenkes, gefolgt von Muskelaufbautraining.
Bei einer Ruptur (med. Begriff für Riss) des Außenbandes kommt es darauf an, ob diese Verletzung komplexe Begleiterscheinungen hat. Fehlen knöcherne Beteiligungen (ist also der Oberschenkel – sowie der Unterschenkelknochen in seiner Struktur unverletzt) und Instabilität des Kniegelenkes fehlt, so findet auch eine konservative Behandlung in Form einer Schiene für etwa 6 Wochen statt.
Komplexe Bandrupturen (Bänderiss) mit knöcherner Beteiligung und /oder Instabilität des Kniegelenkes müssen operativ versorgt werden. Das gerissene Band wird mittels einer Naht wieder refixiert. Bei Ausriss von Knochenanteilen, werden diese mit Schrauben fixiert.
Prophylaxe
Zur Prophylaxe der Seitenbandrupturen allgemein ist zu sagen, dass lediglich die verursachenden Sportarten (Skifahren, Fußballspielen) mit Vorsicht ausgeübt werden sollten. Auch eine starke Ober- und Unterschenkelmuskulatur wirken der Bandverletzung entgegen, da sie das Kniegelenk stabilisieren.
Prognose
Bei der Verletzung der Seitenbänder (Außenbandriss / Innenbandriss) besteht in der Regel eine gute Chance auf eine uneingeschränkte Benutzbarkeit des Gelenkes nach entsprechender Erholungsphase.
Wie lange diese dauert, hängt von der Art und Schwere der vorausgegangenen Verletzung ab. Je schlimmer die Verletzung war (lediglich Dehnung vs komplexen Riss mit Knochenbeteiligung) desto länger gestaltet sich selbstverständlich die komplette Rehabilitation.
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