Bewegungslehre

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Definition

Die Bewegungslehre ist Teilgebiet der Sportwissenschaft, die sich mit der Erscheinungsform der sportlichen Bewegung auseinandersetzt. Um eine sportliche Bewegung zu systematisieren bedarf es einiger Voraussetzungen. So entwickelten sich in den letzten Jahren vier verschiedene Möglichkeiten eine Bewegung zu betrachten.

 

Bei der biomechanischen Betrachtung von Bewegung unterliegen die sportlichen Bewegungen und der Sportler den biophysikalischen Gesetzmäßigkeiten. Die ganzheitliche Betrachtung von Bewegung besagt, das die sportliche Gesamtbewegung mehr ist, als die Summe der Einzelbewegung (siehe morphologische Betrachtungsweise von MEINEL).

Eine Bewegung wird als funktional angesehen, wenn sie einer bestimmten Zweckerfüllung unterliegt. Die fähigkeitsorientierte Betrachtungsweise richtet sich auf die Voraussetzung, die ein Sportler zum Ausführen von Bewegungen benötigt. Persönliche Dispositionen und Leistungsniveau sind entscheidende Aspekte dieser Betrachtungsweise.


Übersicht Bewegungslehre

  • Bewegungserziehung

    Die Bewegungserziehung efolg bis in das Vorschulalter. Es wird versucht, die Kinder in ihrer sozialen Kompentenz durch das MEdium der Bewegung zu fördern und entwickeln. Die Bewegungserziehung wird besonders im Bewegungskindergarten angewand.

  • Motorisches Lernen

    Motorisches Lernen umfasst alle Prozesse des Erwerbs, Erhalt und Veränderung von primär motorischen, aber auch sensorischen und kognitiven Strukturen. Ziel ist die Verbesserung jeglicher Bewegungskoordination der Sportmotorik, Alltags- und Arbeitsmotorik.

  • Biomechanik

    Die Biomechanik ist Teilgebiet der Sportwissenschaft und versucht sportliche Bewegungen unter physikalischen Gesetzmäßigkeiten zu erklären. Gegenstand der Biomechanik sind Bewegungen in ihrer äußerlichen Erscheinungsform.

    • Biomechanische Prinzipien

      m Allgemeinen versteht man unter den biomechanischen Prinzipien die Ausnutzung der mechanischen Gesetzmäßigkeiten für sportliche Leistungsoptimierung. Anzumerken ist, dass die biomechanischen Prinzipien nicht zur Technikentwicklung, sondern nur zur Technikverbesserung. HOCHMUTH entwickelte sechs biomechnische Prinzipien zur Ausnutzung mechanischer Gesetzmäßigkeiten für sportliche Belastungen.

  • Bewegungskoordination

    Mit diesem Artikel wird versucht, die menschliche Bewegungskoordination in ihrer Erscheinungsweise zu beschreiben, und mögliche motorische Lernvorgänge anhand Koordinationsprozesse im menschlichen Gehirn darzustellen. Die Bewegungskoordination wird anhand verschiedener Regelkreisebenen detailliert beschrieben.

    • Koordinative Fähigkeiten

      Die koordinativen Fähigkeiten stellen neben den konditionellen Fähigkeiten den zweiten Teilbereich der sportmotorischen Fähigkeiten dar. Die Koordinativen Fähigkeiten setzen sich zusammen aus Gleichgewichtsfähigkeit, Rhythmisierungsfähigkeit, Umstellungsfähigkeit, Reaktionsfähigkeit, Kopplungsfähigkeit, Differenzierungsfähigkeit, und Orientierungsfähigkeit. Da die Koordination bei Kindern mit zunehmenden Defiziten Verbunden ist, sollte die Schulung der koordinativen Fähigkeiten im Schulsport elementarer Bestandteil sein.

  • Emotionen im Sport

  • Sportstudium

    Viele detaillierte Informationen zum Thema Sportstudium einfach beschrieben. Das Sportstudium ist sehr umfangreich, und daher können sich viele Menschen wenig unter einem Sportstudium vorstellen.

Bewegungslehre vs. Bewegungswissenschaft

In dem Wort Bewegungslehre steckt das Wort Lehre. Dadurch sollte man annehmen, dass eine Bewegungslehre sich ausschließlich mit dem didaktischen Aspekt der Bewegung befasst. Bewegungslehre ist jedoch weitaus mehr als nur die Vermittlung der Bewegung. Die Bewegungslehre gliedert sich in allgemeine und spezielle Bewegungslehre. Die allgemeine Bewegungslehre beschäftigt sich mit sportartübergreifenden Aspekten, während sich die spezielle Bewegungslehre mit sportartabhängigen Prozessen befasst. Die Kinese aus diesen beiden Bereichen ergibt die Bewegungswissenschaft. Bewegungslehre zählt somit zur Bewegungswissenschaft. (Siehe Bewegungswissenschaft)

Andere Autoren benutzen den Begriff der Bewegungslehre als Synonyme der Bewegungswissenschaft, wiederum andere lösten den Begriff der Bewegungslehre durch den Begriff der Bewegungswissenschaft ab.

Teilgebiete der Bewegungslehre

Da die Bewegungslehre als Teilgebiet der Bewegungswissenschaft angesehen wird, sind einzelne Verfahren um Bewegungen zu beschreiben sowohl Teilgebiet der Bewegungslehre, als auch der Bewegungswissenschaft. Aufgrund der unterschiedlichen Betrachtungsweisen von Bewegungen sind zahlreiche Teilgebiete (unten aufgeführt) notwendig, um die Bewegungen zu beschreiben.

Physische Voraussetzung

 

           

Um eine Bewegung realisieren zu können muss der Mensch physische Voraussetzungen mitbringen. Erst durch den Einsatz von Muskulatur kann eine Bewegung erfolgen. Das Nervensystem und die Muskulatur sind dabei von größter Bedeutung (siehe Physiologie des Sports)

 

Biomechanische Grundlagen

Bio ist der Mensch und die Mechanik die Physik. Eine Symbiose dieser Bereiche ergibt die Biomechanik. Wichtig ist hierbei, dass die physikalischen Gesetze nicht einfach auf den menschlichen Organismus übertragen werden können, da Hebelverhältnisse, Muskelspannung etc. entscheidende Kriterien der menschlichen Bewegung sind.

 

Bewegungs-

koordination

 

Der Mensch bedient sich verschiedensten Möglichkeiten, seine Bewegung zu Koordinieren. Durch das Zusammenspiel von Nervensystem und Muskulatur entstehen Bewegungen mit höchster Präzision und Kontrolle. Für weiter Informationen zum Thema Bewegungskoordination siehe:

koordinative Fähigkeiten/ Bewegungskoordination

 

Bewegungs-

analyse

Die Bewegungsanalyse beschäftigt sich mit der Thematik der Analyse menschlicher Bewegungen. Dies geschieht unter dem Gesichtspunkt der Bewegungsmerkmalen, den Bewegungssequenzen und den Funktion der Teilbewegungen.

 

Motorisches

Lernen

Ein weiteres Teilgebiet der Bewegungslehre ist das motorische Lernen. In dem Artikel motorisches Lernen sind einzelne Modelle des motorischen Lernens detailliert dargestellt.

 

Leistungs-

diagnostik

Um sportliche Bewegung objektivierbar zu machen, muss die Leistung messbar und Vergleichbar gemacht werden. Informationen zu diesem Thema erhalten sie beim Artikel Leistungsdiagnostik.

 


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Autor: Tobias Kasprak      |     Letzte Änderung: 24.01.2012