Bisphosphonate

Hersteller

Bisphosphonate werden inzwischen von fast allen namhaften Herstellern vertrieben.
Die erste Substanz, die auf den Markt gebracht wurde war Fosamax®. Über diese Substanz bestehen die meisten Informationen. Der Wirkstoff Alendonsäure oder Alendronat ist bis heute die sogenannte Leitsubstanz der therapiebedürftigen Osteoporose. Gegen dieses Medikament wird die Wirksamkeit neuartiger Substanzen getestet.

Weitere Herstellernamen von Bisphosphonaten sind beispielsweise:

  • Actonel ®
  • Fosamax ®
  • Fosavance ®
  • Bonviva ®
  • ......

Knochendichtemessung

Knochendichtemessung (DXA) im Orthopaedicum Frankfurt

Dr. Nicolas Gumpert (Buchautor und Autor dieses Internetportals) und sein Team messen im Orthopaedicum Frankfurt mit der präzisesten Methode die Knochendichte.

Die Deutsche Gesellschaft für Osteoporose empfiehlt eine Knochendichtemessung bei Frauen ab dem 50. und bei Männer ab dem 60. Lebensjahr.

Erfahren Sie mehr wie, wo und vor allen Dingen warum man eine Knochendichtemessung durchführen kann und besuchen Sie Dr. Nicolas Gumpert in seiner Praxis.

Knochendichtemessung im Orthopaedicum Frankfurt
Dr. Nicolas Gumpert
Oeder Weg 2-4
60318 Frankfurt am Main
Tel.: 069 558098


Zur Homepage: Orthopaedicum Frankfurt (Dr. Nicolas Gumpert)
Mehr Informationen zur Osteoporosemessung im Orthopaedicum Frankfurt: Knochendichtemessung im Orthopaedicum Frankfurt

Was ist Bisphosphonat

Bisphosphonat ist die chemische Bezeichnung des Wirkstoffs in verschiedenen Medikamenten, die zur Behandlung vom Tumor vor allem im Kopfbereich aber auch an anderen Lokalisationen und vor allem zur Behandlung der Osteoporose eingesetzt werden.
Auch in der Frauenheilkunde - neben der Orthopädie und Zahnmedizin - werden finden die Bisphosponate bei Brustkrebs Verwendung. Sie werden als Tabletten eingenommen oder als Infusion verabreicht. Ihre Resorption, also die Aufnahme in den Körper ist jedoch nur sehr gering und bewegt sich in einem Bereich von 1 bis 10%. Der größte Teil davon wird am Knochen aktiv, der Rest wird ausgeschieden.
Der Knochen unterliegt einem ständigen Auf- und Abbau. Bei der Osteoporose überwiegt der Abbau durch die knochenabbauenden Zellen den Osteoklasten.
Es kommt zum Calziumverlust und der Knochen wird porös. Es besteht Bruchgefahr und Schmerzen treten auf. Die Behandlung der Osteoporose mit Bisphosphonaten beruht auf der Hemmung der Osteoklastenaktivität.




Nebenwirkungen der Bisphosphonaten

Wie bei allen hochwirksamen Arzneimitteln, gibt es leider auch beim Bisphosphonat Nebenwirkungen.
Wir nennen sie Nebenwirkungen, aber in Wirklichkeit sind es auch Wirkungen, die wir aber nicht haben wollen. Neben Unverträglichkeiten des Magens können auch Bisphosphonat bedingte Knochennekrosen im Kiefer auftreten. Diese unerwünschte Nebenwirkung ist jedoch sehr selten. Es handelt sich dabei nicht um einen durch Bakterien verursachten Untergang des Knochengewebes, sondern um einen spontanen, aseptischen Vorgang.

Knochennekrosen

Mit dem Begriff Nekrose bezeichnet man totes, abgestorbenes körpereigenes Gewebe. Zu Nekrosen kommt es, durch verschiedene ursächliche Faktoren wie:

Allen gemeinsam ist jedoch, dass  die Blutzufuhr unterbrochen ist, so dass das Gewebe nicht mehr mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird und deshalb abstirbt.

Symptome

Die Symptome sind  zum großen Teil schmerzlos. Weichteilschwellungen, Zahnlockerungen, frei liegender Kieferknochen oder auch langwierige Entzündungen des Zahnhalteapparates können Anzeichen dieser durch Bisphosphonate bedingten Knochennekrose sein. Warum es in seltenen Fällen zu solchen Krankheitsbildern kommt, ist noch nicht bekannt. Ob Zahnentfernungen oder die Behandlung des Zahnhalteapparates als Ursache infrage kommen, ist zweifelhaft. In jedem Fall sollten Arzt und Zahnarzt den Patienten zusammen betreuen.

Prophylaxe

Eine Prophylaxe ist bisher nicht bekannt. Individuelle Voraussetzungen des Patienten können ein Risiko darstellen. Deshalb sollte in jedem Fall  vor der Therapie mit Bisphosphonat eine Sanierung des Gebisses erfolgen. Dies umfasst die Behandlung kariöser Zähne ebenso wie die Beseitigung entzündlicher Prozesse in der Mundhöhle. Eine regelmäßige Vorstellung beim Zahnarzt wird empfohlen.




Therapie

Die Behandlung der Bisphosphat-assoziierten Knochennekrose ist schwierig und langwierig. Sie umfasst die Entfernung des untergegangenen, abgestorbenen Knochens und die Deckung des entstandenen Defektes.

Zusammenfassung

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Nekrosen des Kieferknochens, verursacht durch die Therapie mit Bisphosphonat als Nebenwirkung eine seltene Komplikation darstellen.
Die Ursache für das Auftreten ist noch weitgehend unklar. Die Symptome sind uncharakteristisch und zumeist schmerzlos.
Die Therapie besteht in der Entfernung des untergegangenen Knochens und Wiederherstellung der Knochenstruktur. Die Prophylaxe besteht in der Sanierung der Zähne gefolgt von sorgfältiger Mundhygiene und Überwachung durch den Zahnarzt.


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Autor: Dr. Wolfgang Weinert      |     Letzte Änderung: 31.03.2011