Blinder Fleck
Definition
Als blinder Fleck bezeichnet man den Bereich im Gesichtsfeld jedes Auges, an dem keine Sinneszellen liegen, die Licht empfangen können. Damit handelt es sich bei um einen natürlich vorkommenden Gesichtsfeldausfall (Skotom) – also einen Bereich in dem wir Blind sind.
Aufbau

- Abbildung Blinder Fleck
Anatomisch entspricht der Blinde Fleck der Sehnervpapille (Papilla Nervi Optici), an der der Sehnerv das Auge verlässt. Aufgrund der Entwicklung des Auges befinden sich die ableitenden Fasern jeder lichtempfindlichen Sinneszelle weiter in der Mitte des Auges als die Sinneszellen selbst. Neben einer leichten Verschlechterung des Auflösungsvermögens unseres Auges führt dies zu dem Problem, dass die Fasern, wenn sie das Auge verlassen, die Schicht der Sinneszellen durchstoßen müssen. Dies geschieht in der Sehnervpapille, die deswegen keine Sinneszellen enthalten kann und auch nicht lichtempfindliche ist.
Der blinde Fleck befindet sich 15° zur Nase hin verschoben im Gesichsfeld jedes Auges. Durch die Brechung des Lichtes durch die Linse des Auges liegt der Bereich im Sichtfeld 15° außerhalb der Mitte der Sehachse auf jeder Seite (Siehe Abbildung 1). Dass der Gesunde sich dem Fehlen der Sehinformation an dieser Stelle nicht bewusst ist, liegt an der hervorragenden Leistung von unserem Gehirn, aus den umliegenden Gebieten, den Informationen des anderen Auges und durch das Verrechnen verschiedener Bilder aus verschiedenen Augenbewegungen, auf die Abbildung im blinden Fleck zu schließen.
Geschichte
Entdeckt wurde der blinde Fleck 1660 vom französischen Physiker und Geistlichen Edme Mariotte.
Weitere Informationen
Eine Übersicht aller bereits veröffentlichten Themen aus dem Bereich der Augenheilkunde finden Sie unter: Augenheilkunde A-Z
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