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Symptome der Borderline Störung
Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass es sich beim Thema Borderline um ein Dr.Gumpert TOP - Thema handelt, zu dem ein ausführliches Buch verfasst wurde. Weitere Informationen erhalten Sie am Ende dieses Themas.
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Symptome
Im Folgenden nun typische Symptome der Borderline - Störung:
- Nichtbeachtung des eigenen Erlebens
- Erhöhte Angreifbarkeit im Gefühlserleben
- Ausblenden von Gefühlsreaktionen
- Blenden (Pseudokompetenz)
- Unzureichende Möglichkeiten zur Problemlösung
- Impulsivität
- Schwarz-Weiß-Denken
- Dissoziationen
- Aktive Passivität (Kommunikation durch Demonstration)
- Selbstverletzendes Verhalten
1. Nichtbeachtung des eigenen Erlebens
Die Patienten haben bei der Borderline - Störung schon in der Kindheit, durch ein meist missbrauchendes oder anderweitig negatives Umfeld “gelernt”, dass sie auf ihre Gefühle nicht hören sollten, da diese “sowieso falsch” sind. Dies führt im Weiteren dazu, dass bei Patienten mit Borderline Syndrom wichtige Gefühle häufig nicht ernst genommen und nicht beachtet werden.
2. Erhöhte Angreifbarkeit im Gefühlserleben
Es braucht häufig nicht viel, um einen Borderline - Patienten zum Explodieren zu bringen. Schon Kleinigkeiten reichen aus eine heftige und lang anhaltende Reaktion zu provozieren.
3. Ausblenden von Gefühlsreaktionen
Aus Angst vor möglichen negativen Konsequenzen versuchen viele Patienten bestimmte Gefühle beim Borderline gar nicht erst zuzulassen (z.B. Scham oder Wut). Es kommt zu Gefühlskontrolle und letztendlich zum Ausblenden.
4. Blenden
Aufgrund von einem großen Willen nach Anerkennung, aber auch aus Selbstüberschätzung heraus bemühen sich die Patienten mit Borderline in bestimmten Lebensbereichen um außerordentliche Leistungen. Dies kann jedoch zur Folge haben, dass sie damit ihr unmittelbares, aber auch ihr therapeutisches Umfeld blenden. Borderline- Patienten wirken somit kompetenter auch in Lebensbereichen, in denen sie sehr unsicher sind.
5. Unzureichende Möglichkeiten zur Problemlösung
Nicht immer gelingt es unerwünschte Gefühle einfach zu blockieren. Oft genug schlagen sie bei Patienten mit Borderline doch durch und führen auf Grund der bereits erwähnten erhöhten Angreifbarkeit zu schlimmen emotionalen Zuständen. Hierbei geschieht es leider nicht selten, dass Borderline - Patienten mit Hilfe von Drogen und Alkohol versuchen diese Zustände auszuhalten.
6. Impulsivität
In Zuständen großer Erregung fällt es Borderline - Patienten typischerweise sehr schwer ihre Impulse unter Kontrolle zu halten. Es kommt zu Handlungen, ohne das man sich um irgendwelche Konsequenzen schert. Dies kann z.B. riskantes Autofahren, Essattacken oder aber auch ungeschützter Verkehr mit Fremden sein. Nicht selten gibt es in diesem Zusammenhang auch spontane Gewalt- oder Zerstörungsausbrüche, wie z.B. Gegenstände werfen oder zerschlagen.
7. Schwarz - Weiß - Denken
Das Schwarz-Weiß bzw. Alles-oder-Nichts Denken ist ein ständiger Begleiter des Borderline - Patienten. Es gibt für ihn meistens nur diese zwei Möglichkeiten. Diese Denken findet sich im Umgang mit anderen Menschen, dies bedeutet z.B. wenn jemand eine Verabredung absagt, kann das eigentlich nur heißen, dass er mich hasst. Aber auch im Umgang mit der eigenen Person ist es nicht selten. Wenn ich mich z.B. in meiner ersten Tennisstunde ungeschickt anstelle, kann es sein, dass ich nie wieder einen Tennisschläger anfasse und auf Nachfrage angebe, dass dies der dümmste Sport ist, den es gibt.
8. Dissoziation
Die Dissoziation beim Borderline beschreibt eine Veränderung der eigenen Wahrnehmung, des eigenen Denkens aber auch der eigenen kontrollierten Bewegung. Häufig geraten Borderline – Patienten ohne einen konkreten Auslöser in diesen, von der Umwelt und vom Patienten selbst, als sehr seltsam empfundenen Zustand. Sie sind hierbei nicht “ganz in der Welt”. Sie sind z.B. nicht ansprechbar und können sich nicht bewegen. Nach einiger Zeit verschwinden diese Symptome wieder und die Borderline - Patienten können sich häufig nicht erinnern was geschehen ist.
9. Passive Aktivität
Häufig versuchen Patienten mit Borderline ihr Leid nicht mit Worten mitzuteilen, sondern es vielmehr zu zeigen, zu demonstrieren. Dies geschieht oft mit großem Aufwand. Die Patienten können dann oft Hilfsangebote nicht annehmen und da sie ihnen als unzureichend vorkommen. Das Ziel hierbei ist nämlich, daß das Gegenüber den Zustand des Patienten dann ändern kann und wird, wenn er das gezeigte Leid richtig versteht. Meist führt dies jedoch im Weiteren nur zu einer Abkehr des Bekanntenkreises, da sich diese Menschen in der Regel sehr hilflos fühlen.
10. Selbstverletzendes Verhalten
Fast 80% der Patienten mit Borderline entwickeln im Laufe des Lebens selbstverletzendes Verhalten. Diese oft sehr unterschiedlichen Arten der Selbstschädigung (Schneiden, Brennen, Blut ablassen etc.) dienen in den meisten Fällen nicht etwa einer Tötungsabsicht, sondern vielmehr der Beendigung eines Erregungszustandes. Häufig geben Patienten nach einer Selbstverletzung an, daß sie sich wieder "spüren"
mussten.
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