Brustentzündung

Synonym

Mastiti, Brustdrüsenentzündung
Englisch: mastitis

Definition

Unter einer Brustentzündung (Mastitis) versteht man eine akute Entzündung der Brust, die während der Schwangerschaft oder Stillzeit als Mastitis puerperalis sowie außerhalb dieser Phase als Mastitis non- puerperalis bezeichnet wird.

1. Mastitis non- puerperalis

Ursachen und Entstehung

Bei der bakteriell verursachten Brustentzündung (Mastitis non-puerperalis) gelangen Bakterien durch kleine Verletzungen der Brustwarze, beispielsweise nach dem Stillen, oder milchige Absonderungen aus der Brustdrüse (Galaktorrhö) bis in die Milchkanälchen und bewirken hier eine Entzündung.

Die nicht bakterielle Form der Brustentzündung (Mastitis non-puerperalis) entsteht meist durch eine Hormonstörung (Hyperprolaktinämie), die durch Stress oder Medikamente wie die „Pille“ hervorgerufen werden kann. In Folge kommt es zu einer vermehrten Milchsekretion und einem Milchstau, der einen rückwärtigen Austritt der Milch in das Brustgewebe und damit einhergehend eine Entzündung bewirkt.


Symptome

Meist ist an der Brust eine rote, warme und schmerzhafte Schwellung zu fühlen. Ist ein Abszess vorhanden, so ist dieser im Ultraschall nachzuweisen.

Therapie

Antibiotikatherapie bei Brustentzündung

Bei der bakteriellen Form der Brustentzündung sollten Antibiotika zum Einsatz kommen. Ist die Brustentzündung bereits in einen Abszess übergegangen, so muss dieser operativ eröffnet werden.

Bei beiden Formen (bakteriell und nicht bakteriell) der Mastitis non puerperalis werden sogenannte Prolaktinhemmer verabreicht, die die Hormonstörung und damit die übermäßige Milchsekretion eindämmen. Die Einnahme muss dabei über mehrere Wochen erfolgen. Sollte nach wenigen Tagen keine Besserung eintreten, muss das Vorliegen einer speziellen Brustkrebsform (inflammatorisches Mammakarzinom) abgeklärt werden, da sie dieselben Symptome zeigt wie die Mastitis non puerperalis.

Da es häufig zu Rückfällen kommt, sollte die Therapie ausreichend lange fortgesetzt und Risikofaktoren, wie fortdauernde Milchsekretion nach Stillende, beseitigt werden.



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Mastitis puerperalis

Ursachen und Entstehung

Diese häufigste Form der Brustentzündung entsteht meist ca. 2 Wochen nach der Geburt durch Einwanderung von Bakterien (meist Staphylokokken) aus dem Säuglingsmund in die Brust. Die Eintrittspforte für die Bakterien stellen kleine Risse an den Brustwarzen oder die Milchgänge selbst dar.

Symptome

Neben den Symptomen der Brustentzündung (Mastitis non- puerperalis) wie Rötung, Hitze und schmerzhafter Schwellung der Brust tritt hier zusätzlich eine massive Einschränkung des Allgemeinzustands mit Fieber und geschwollenen Achsellymphknoten auf. Durch die Schmerzen ist das Stillen meist massiv eingeschränkt bis unmöglich.

Therapie

Die Brustentzündung sollte möglichst schnell antibiotisch behandelt werden, da sie im fortgeschritteren Stadium der Abszessbildung einer Antibiotikatherapie nicht mehr zugänglich ist. In diesem Fall kommen Prolaktinhemmer (s.o.) und/oder eine Wärmetherapie mit Rotlicht zum Einsatz. Auch die operative Eröffnung des Abszess kann notwendig werden. Zusätzlich kann die Kühlung der Brust Erleichterung verschaffen.

Die Milch sollte während der Brustentzündung verworfen werden, da sie Keime enthält. Nach Abklingen der Entzündung kann das Stillen in den meisten Fällen fortgesetzt werden.

Homöopathie und Brustentzündung

Natürlich kann eine Brustentzündung auch durch Homöopathie unterstützt werden.
Lesen Sie hierzu unser Thema: Brustentzündung und Homöopathie


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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 23.05.2011