Asthma bronchiale Medikamente/ Wirkstoffe

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Wirkstoffe und Dosierungen

Aus der Packungsbeilage des Medikaments, welches Ihnen ihr Arzt zur Asthma bronchiale Therapie verschrieben hat, können sie entnehmen, welcher Einzeldosis ein Inhalationsvorgang entspricht.

Asthma Medikamente

Es werden verschiedene cortisonhaltige Medikamente zur Therapie des Asthma bronchiale eingesetzt. Die Hauptwirkstoffe sind:

  • Beclometason
  • Budesonid 
  • Ciclesonid
  • Fluticason 
  • Mometason

Beclometason als Asthma bronchiale Medikament

Beclometasondiproprionat kann zur Behandlung von Asthma bronchiale in allen Schweregraden sowie von COPD angewendet werden. Es wird als Pulver oder Lösung inhaliert. Die Dosierung für Erwachsene liegt je nach Schweregrad der Erkrankung zwischen 0,2 bis 0,8 mg pro Tag. Die Tagesdosis kann entweder auf einmal morgens oder abends eingenommen werden oder auf 2 Einnahmen aufgeteilt werden. Die Tageshöchstdosis von 0,8 mg sollte von Erwachsenen nicht langfristig überschritten werden.
Bei Kindern beträgt die Tageshöchstdosis 0,2 mg.

Studien haben ergeben, dass inhalativ eingenommene Mengen von 1,6 – 2,0 mg Beclomethasonproprionat die Funktion der Nebennierenrinde beeinträchtigen und somit die körpereigene Cortisonproduktion senken.

Budesonid als Asthma bronchiale Medikament

Budesonid ist ebenfalls für die Behandlung von Asthma bronchiale aller Schweregrade und von COPD vorgesehen. Budesonidpräparate sind zur Inhalation als Pulver, Suspensionen (feinste Wirkstoffteilchen in Lösung) oder Lösungen verfügbar. Bei einer Langzeitbehandlung des Asthma sollte die Tagesdosis von Budesonid für Erwachsene maximal 0,8 mg betragen.
Zu Beginn der Therapie, bis sich die Beschwerden reduzieren, sind maximale Tagesdosierungen bis 1,6 mg zulässig. Bei Kindern sollte die maximale Tagesdosierung 0,8 mg nicht überschreiten.
Die Wirkung kann innerhalb von 1-2 Tagen eintreten, sie ist jedoch erst nach ca. 2 Wochen optimal. Im Vergleich zu den anderen hier aufgeführten Wirkstoffen hat Budesonid die geringere Depotwirkung.

Ciclesonid als Asthma brochiale Medikament

Ciclesonid ist seit 2006 auf dem deutschen Markt zur Behandlung von leichtem bis schwerem Asthma bronchiale zugelassen. Die Anwendung erfolgt mit einem  Dosieraerosol einmal am Tag, entweder morgens oder abends.
Die empfohlene Tagesdosierung liegt bei 80 – 160 μg. Eine Erstverbesserung tritt innerhalb von 24 Std ein. Präparate mit Ciclesonid sind vorerst nur für Patienten älter als 12 Jahre zugelassen, da für die Asthma Behandlung von Kindern noch keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.

Fluticason als Asthma bronchiale Medikament

Fluticasonproprionat wird als Pulver oder Suspension inhaliert. Erhältlich ist es nur in Kombination mit Salmeterol. Dies ist ein langwirksames ß2-Sympathomimetikum; eine Wirkstoffklasse die ebenfalls zur Asthmatherapie eingesetzt wird. Bei schwerem Asthma reicht die alleinige Gabe von Cortison manchmal nicht aus. Deshalb werden zusätzlich langwirksame ß2-Sympathomimetika gegeben, die am besten gleichzeitig mit dem Cortisonpräparat eingenommen werden. Vorher brauchte der Patient für jedes Präparat einen Inhalator. Kombinationspräparate von Glucocorticoiden und ß2-Sympathomimetika, auch Fixpräparate genannt, erleichtern die Anwendung.

Mometason als Asthma bronchiale Medikament

Mometasonfuroat ist seit 2003 als Medikament für schweres Asthma und COPD auf dem Markt. Eingenommen wird es als Pulver zur Inhalation. Die maximale Tagesdosis liegt bei 800 μg und wird nur bei schwerem Asthma empfohlen.
Längerfristig ist eine Tagesdosierung von 400 μg sinnvoll, entweder auf einmal oder auf 2 Einnahmen von 200 μg verteilt morgens und abends inhaliert. Mometasonfuroat wird nicht zur Behandlung von Kindern empfohlen. Studien haben ergeben dass, bei hohen Dosierungen verstärkt Pilzinfektionen im Mund-Rachenraum auftreten.
Deshalb sollten Sie besonders bei der Asthma Therapie darauf achten, nach der Inhalation ihren Mund zu spülen. Desweiteren können langzeitig hohe Dosierungen > 800 μg die Funktion der Nebennierenrinde beeinträchtigen.

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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 06.05.2012