Ertrinken und Ersticken

Ertrinken

Meistens sind nur Kinder von dieser Art der häuslichen Notfälle betroffen. Allerdings handelt es sich mit bis zu 4500 Kindern in Deutschland pro Jahr um einen relativ häufigen häuslichen Unfall. Ursache sind meistens unbeaufsichtigte Kinder, die meistens am Gartenteich spielen, hineinfallen und ohne dass die Eltern etwas bemerken unter Wasser verschwinden. Oft vergeht viel Zeit bis die Eltern auf der Suche nach den Kinder den Gartenteich inspizieren.

Das Kind muss sofort aus dem Gewässer herausgezogen  und die Vitalparameter kontrolliert werden. Dazu gehört das Überprüfen der Atmung und des Herzschlages. Entsprechende Wiederbelebungsmaßnahmen müssen sofort eingeleitet werden. Ein Notarzt ist unverzüglich zu verständigen. Kommt es zu einer Reanimation des Kindes, wird der Patient in jedem Fall zur Überwachung in ein Krankenhaus aufgenommen. 

Ersticken

Mit 400-800 Fällen in Deutschland im Jahr handelt es sich bei den häuslichen Notfällen durch Verschlucken  eher um seltenere aber auf keinen Fall unmögliche Vorkommnisse. Meistens kommt es bei Nahrungsaufnahme und beim Herunterschlucken zu großer Bissen zu Verlegungen der Atemwege oder der Speiseröhre. Ist die Speiseröhre komplett verlegt, kann es zu einem Druck auf den das Herz versorgende Nervus vagus mit plötzlichem Herzversagen kommen (Bolustod). Der Patient wird in diesem Fall sofort zusammenbrechen. Bei einer Verlegung der Atemwege, wird er husten, würgen und unter großer Angst versuchen den Bissen aus dem Hals herauszubekommen. Mit dem sogenannten Heimlich Handgriff, bei dem der Ersthelfer hinter dem Patienten stehen, ihn von hinten umfassen  und beide Arme unter dem Zwerchfell zusammenführend ruckartige Bewegungen nach oben durchführen sollte, kann mit dem erzeugten Überdruck versucht werden, den Bissen herauszubefördern.



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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 22.05.2012