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Fitness

Synonyme im weitesten Sinne

Fitnesstraining, Krafttraining, Ausdauertraining, Gesundheitsorientiertes Fitnesstraining, Gesundheit, körperliche Fitness,

englisch: physical fitness

Definition Fitness

Im Allgemeinen wird Fitness definiert, als die Lebenstauglichkeit eines Menschen, sowie die Fähigkeit beabsichtigte Handlungen durchführen zu können. Im Duden wird der Begriff Fitness auf den physiologischen Aspekt reduziert und gilt als gute körperliche Verfassung oder Leistungsfähigkeit.

Hier finden Sie eine Übersicht der Übungen einzelner Muskelgruppen

Begriff Fitness

„Fitness ist ein ausgewogenes Maß an optimaler, jedoch nicht maximaler Leistungsfähigkeit in allen Komponenten der Leistung, dem Fehlen von Krankheiten, psychischen und sozialen Wohlbefinden, das dem Menschen bewusst ist und ihm Leistungen ermöglicht, die seinen besten persönlichen Intentionen entsprechen“


Definition Fitnesstraining

Fitnesstraining gilt als Training mit dem Ziel, die motorische Fitness  erhalten oder verbessern zu können. Seit den Gründungen der kommerziellen Sportanbieter im letzten Jahrhundert etablierte sich das Fitnesstraining als Sportart, und findet durch zahlreiche Fitnessbewegungen Einzug in allen Alters und Leistungsbereichen. Sowohl das Bodybuilding, als auch das Training zum Erhalt der Motorik im Alter zählen zum Fitnesstraining und verdeutlichen somit den umfassenden Begriff des Fitnesstrainings. Schwerpunktmäßig ist Fitness geprägt durch die zahlreichen Fitnesstests, die den Erhalt oder die Verbesserung sportlicher Leistung messbar machen.

Allgemeiner Sprachgebrauch

Fitness stammt aus dem englischen (to fit) und bedeutet, geeignet, passend, schicklich, tauglich, fähig oder bereit. Es ist somit nicht verwunderlich warum der Bergriff „Fit sein“ auch für nicht- sportliche Aussagen angewandt wird. Beispiel: Bist du fit für die Physikarbeit? Er ist fit im Computerprogramm etc.

Fitness und Gesundheit

Gesundheit ist nach WHO (World Health Organisation) ein Zustand völligen körperlichen, sozialen und psychischen Wohlbefindens und nicht lediglich das Freisein von Krankheiten.

Es gibt damit Gemeinsamkeiten mit dem Begriff der Fitness, wobei jedoch zusätzlich zum Zustand des Wohlbefindens, die Leiststunksfähigkeit hier mit inbegriffen ist. Ein Mensch, der nach WHO gesund ist, muss noch nicht fit sein, und jemand, der ein Fitnesstest mit hoher Punktzahl absolviert, muss nicht unbedingt gesund sein.

Der Übergang zwischen einem Fitnesstraining und Gesundheitstraining ist fließend.

Gesundheitstraining ist Fitnesstraining, Fitnesstraining ist jedoch nicht immer Gesundheitstraining.

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Gesundheitstraining:

  • Gesundheitstraining betreibt jemand, dessen Lebensführung zu bequem geworden ist und um dem Risikofaktor Bewegungsmangel entgegenzuwirken.
  • Gesundheitstraining erfüllt somit einen Kompensationscharakter.

Fitnesstraining:

  • Fitnesstraining dient der Verbesserung und Stabilisierung der Leistungsfähigkeit
  • Über den Kompensationscharakter hinaus gilt ein Fitnesstraining als Leistungsverbesserung.

Motive für Fitness

Fitnesstraining wird u. a. für folgende Ziele instrumentalisiert:


Ziele des Fitnesstrainings

Mit einem gezielten Fitnesstraining können folgende Ziele erreicht werden:

  1. Optimierung des Herz- Kreislauf- Systems durch gezieltes Training der Ausdauer
  2. Ausbildung der Muskulatur
  3. Durch gezieltes Stretching die Beweglichkeit erhalten
  4. Durch Koordinationstraining die Gewandtheit beibehalten
  5. Die nervale Belastung durch gezielte Entspannungstechniken ausgleichen.

Einleitung

Durch die zunehmende Technisierung unserer Gesellschaft sind die häufigsten Ursachen der Zivilisationskrankheiten durch Bewegungsmangel bedingt. Dieser wirkt sich negativ auf das Herz- Kreislauf- System und der Mobilität unseres Bewegungsapparats aus. Rückenschmerzen und Osteoporoseerkrankungen zählen heutzutage zu den häufigsten orthopädischen Erkrankungen. Da ab dem 30. Lebensjahr die Muskelkraft stetig abnimmt, sollte ein gezieltes Training der Muskelgruppen nicht nur im Sinne einer Körperformung durchgeführt werden. Zusätzlich stellt die Kraftfähigkeit eine Basis für fast alle Sportarten dar. Somit ist für die Sportart Tennis eine gute Ausbildung der Rumpfmuskulatur, Rückenmuskulatur und Bauchmuskulatur Voraussetzung. Durch einen Verzicht auf kompensatorisches Krafttraining in Spielsportarten können muskuläre Dysbalancen entstehen. Ein typisches Beispiel sind Rückenschmerzen bedingt durch den Aufschlag im Tennis.

Begriffe im Krafttraining

Anfänger im Bereich des Krafttrainings scheitern oftmals schon an der Fachsprache. Dies hängt oft damit zusammen, dass die Terminologie des Krafttrainings oftmals, und nicht nur von Laien falsch verwendet wird.

Hier die Definitionen:

Die Begriffe Satz und Serie werden synonym verwendet. Ein Satz entspricht somit einer Serie.

Die Wiederholung gibt die Anzahl der Übungswiederholungen innerhalb eines Satzes oder einer Serie an. 12 Wiederholungen bedeuten, dass der Sportler die Bewegung 12-mal ausführt.

Beachte:

Der Begriff des Satztrainings ist jedoch ein anderer:

Beim Satztraining wird jeweils ein Satz/ eine Serie an unterschiedlichen Geräten hintereinander absolviert. Beispiel. Eine Serie Bankdrücken, Eine Serie Beinpresse, Eine Serie Lat- Ziehen und eine Serie Butterfly. Jeweils eine Serie/Satz wird pro Gerät durchgeführt. Dieser Durchgang an den Geräten wird dann als Satztraining bezeichnet und mehrfach hintereinander durchgeführt.

Beim Stationstraining werden sämtliche Sätze/ Serien an einem Gerät hintereinander absolviert. In der Literatur wird auch der Begriff des Blockserientrainings verwendet.

Kreis und Circuittraining

Ein Kreistraining besteht vorwiegend aus 6 bis 18 verschiedene Übungen, an denen jeweils nur ein Satz/ Serie durchgeführt, und dann nach einer bestimmten Zeit zur nächsten Übungsstation gewechselt wird. Die Stationen sollten so gewählt werden, dass stets unterschiedliche Muskelgruppen abwechselnd belastet werden.

Ziele des Kreistrainings sind neben dem Erhalt und der Verbesserung der Kraft-(ausdauer), Schnelligkeits-(ausdauer) und Ausdauer, die Verbesserung der Beweglichkeit mit Übungsformen durch Stretching.

Der Begriff Zirkeltraining ist sprachwissenschaftlich bedenklich und wird daher im Training nicht verwendet.

Effekte des Krafttrainings

     Die positiven Effekte eines regelmäßigen Krafttrainings im Bereich der Fitness können unterteilt werden in:

    Präventive Ziele:       

    Rehabilitative Ziele:

    psychische Effekte:

    ästhetische Effekte:

    Kraft als Trainingsziel

    Die Entwicklung der Kraftfähigkeiten ist elementar für den Bereich der Fitness.

    Kraft kann im biologischen Sinne als Muskelarbeit, und im physikalischen Sinne als das Produkt von Masse und Beschleunigung verstanden werden. Basis für die Erscheinungsformen der Schnellkraft, Reaktivkraft und der Kraftausdauer ist die Maximalkraft. Sie kann weiter gegliedert werden in dynamisch- konzentrische (überwindend), statische und dynmisch- exzentrische (nachgebende) Maximalkraft.

    Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter Krafttraining.

    Krafttrainingsmethoden im Fitnesstraining

    Die Krafttrainingsmethoden im Bereich Fitness werden als nicht (hoch)leistungsorientierte Methoden verstanden.

    Sportwissenschaftler unterscheiden diese Methoden des Krafttrainings in 1.Methoden der komplexen Kraftentwicklung und 2. Methoden der differenzierten Kraftentwicklung.

     

    1. Die Methode der komplexen Kraftentwicklung dient der allgemeinen Kraftausbildung bzw. Muskelaufbau für Anfänger und leistungsschwächere Sportler mit dem Ziel, die allgemeine Leistungsfähigkeit zu verbessern oder ein Fundament für weitere Kraftfähigkeiten zu schaffen. Angewandt wird diese Methode im Schulsport, zur Förderung der Gesundheit und in Sportspielen.  

    Prinzipien für ein Training der komplexen Kraftfähigkeiten:

     2. Die Methode der differenzierten Kraftentwicklung baut auf die Ausbildung der komplexen Methoden auf und wird in folgende Bereiche eingeteilt:

    Beachte Verletzungsgefahr

    Die Methoden zur Verbesserung der Schnellkraft und Reaktivkraft sind spezielle Methoden für den Hochleistungsbereich.
    Freizeitsportlern wird abgeraten, diese Methoden im Training anzuwenden, da hierbei ein hohes Verletzungsrisiko besteht und diese eine Gefahr für die Gesundheit darstellen.

    Methoden

     

    Methode der wiederholten submaximalen Krafteinsätze

     

    Intensität

    60- 75%

    Wiederholungen

    8-12

    Anzahl der Sätze

    4-5

    Pausen

    2 Min.

    Anzahl der Übungen

    10

    Ausführungstempo

    langsam

    Trainingseffekt

    Muskelaufbau

    Methode der wiederholten erschöpfenden Krafteinsätze

     

    Intensität

    80- 90%

    Wiederholungen

    6-8

    Anzahl der Sätze

    4-5

    Pausen

    3 Min.

    Anzahl der Übungen

    10

    Ausführungstempo

    langsam bis zügig

    Trainingseffekt

    Muskelaufbau/ intramuskuläre Koordination

    Methode der Kraftausdauer

     

    Intensität

    40- 60%

    Wiederholungen

    20- 40

    Anzahl der Sätze

    6- 8

    Pausen

    30- 60 sek.

    Anzahl der Übungen

    05. Okt

    Ausführungstempo

    langsam

    Trainingseffekt

    Kraftausdauer

    Fitness und Ausdauertraining

    Einleitung

    Ein gezieltes Ausdauertraining ist unumstritten der wichtigste Faktor beim Fitnesstraining. Die Verbesserung der Ausdauer wirkt sich nicht nur positiv auf die Leistungsfähigkeit aus, sondern beugt auch gegen degenerative Herz- Kreislauf- Erkrankungen vor. Diese zählen in der westlichen Welt zu den häufigsten Erkrankungen und belegen auf der Todesstatistik Platz 1. Durch sportliche Abstinenz erhöht sich die Gefahr der Arteriosklerose, die eine Ursache für Herz- Kreislauf- Erkrankungen bedingt. Durch ein Fitness – orientiertes Ausdauertraining werden die Risikofaktoren eines Herzinfarktes präventiv vorgebeugt.

    Darüber hinaus ist ein Ausdauertraining neben dem Krafttraining und Training der Schnelligkeit oftmals Voraussetzung für diverse Spielsportarten (Tennis, Handball, Fußball, Hockey etc.).

    Wirkungen eines regelmäßigen Ausdauertrainings

    Um die positiven Auswirkungen eines Ausdauertrainings zu verdeutlichen, werden die Wirkungen nachfolgend detailliert beschrieben.

     

    Herz

    Muskulatur

    Blut

    Lunge

    Immunsystem

     Psyche

    Bodybuilding

    Bodybuilding ist eine Form der Körpermodellierung durch gezieltes Muskelaufbautraining und diätetische Maßnahmen.

    Detaillierte Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter Bodybuilding.

    Stretching und Fitness

    Die Beweglichkeit ist neben Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit ein Teilgebiet der konditionellen Fähigkeiten und muss somit in jedem konditionellen Trainingsplan mit einbezogen werden. Durch gezieltes Stretching können positive Anpassungserscheinungen am Organismus erzielt werden. Jedoch ist Stretching ein umstrittenes Thema in der Sportwissenschaft und aktuelle Erkenntnisse können schon bald durch neue wissenschaftliche Untersuchungen überholt werden.

    Für detaillierte Informationen zu diesem Thema besuchen Sie unser Thema Stretching.

    Rückentraining und Fitness

    Bedingt durch Bewegungsmangel und falsche Körperhaltung, sind Rückenschmerzen die häufigste Beschwerde am Bewegungsapparat. Rückenschmerzen stehen synonym für Schmerzen in der Region des Kreuzbeines. In der englischen Literatur werden sie oft auch als „low back pain“ bezeichnet. Wie man anhand der vielfältigen Begriffe oben erkennen kann, können Rückenschmerzen unterschiedlichen Ursprung haben. Dabei muss die Ursache nicht immer  im Bereich des Rückens liegen. Weitere Informationen zum diesem Thema erhalten Sie unter Rückenschmerzen.

    Informationen zum Training des Rückenmuskels erhalten Sie unter: Rückentraining.

    Weitere Info`s

    Weitere Informationen zum Thema Ausdauer finden sie hier:

    Alle Themen, die zum Bereich Sportmedizin veröffentlicht wurden, finden Sie unter: Sportmedizin A-Z


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