Golferellenbogen Diagnose

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Diagnose eines Golferellenbogens

Aufgrund der starken Schmerzen des Golferellenbogens, die beim Ausüben alltäglicher Tätigkeiten immer häufiger auftreten und teilweise so stark sind, dass selbst das Anheben leichter Gegenstände zur Qual wird, sucht der Patient einen Arzt auf. Patienten klagen häufig auch über das Ausstrahlen des Schmerzes bis in die Unterarmmuskulatur.

Bei der klinischen Untersuchung des Golferellenbogens ist ein starker Druck- und Berührungsschmerz auf den betreffenden Sehnenansätzen auszulösen. Schmerzbedingt findet sich eine Bewegungseinschränkung im Ellenbogengelenk, die aber verhältnismäßig selten durch degenerative/ verschleißbedingte Veränderungen ausgelöst wird.

Im Rahmen der ärztlichen Untersuchung führt der Arzt beim Golferellenbogen so genannte Widerstandstest durch. Der Patient muss dabei eine Faust machen und gegen Kraft nach oben oder unten drücken. Bei einer Erkrankung am Tennisarm oder Golferellenbogen tritt durch dieses Tests eine Schmerzverstärkung am Ellenbogengelenk auf. Oftmals ist die gesamte Unterarmmuskulatur stark verspannt und es können unter Umständen auch leichte Gefühlsstörungen auftreten, die sich beispielsweise durch ein Kribbeln bemerkbar machen. Sie werden in der Regel nicht durch ein Zervikalsyndrom (HWS-Syndrom) oder lokale Nervenschäden hervorgerufen.

Bei Druck auf die Ursprungszonen der Finger- und Handreflexoren tritt ein starker, stechender Schmerz auf. Bedingt durch die Schmerzen des Patienten findet man auch immer wieder eine Bewegungseinschränkung des Ellenbogengelenks. Diese ist allerdings nur in ganz seltenen Fällen auf degenerative Veränderungen zurückzuführen und ist eher schmerzbedingt. 

Bei einer Ultraschalluntersuchung kann der Arzt eine Schwellung im Bereich der Sehnenansätze erkennen, während bei Röntgenuntersuchungen des Ellenbogengelenkes nur sehr selten und meist in fortgeschritteneren Stadien krankhafte Veränderungen festzustellen sind. In Fällen, bei denen der Golferellenbogen bereits ein chronisches Stadium erreicht hat, können auf dem Röntgenbild unter Umständen Verkalkungsherde im Sehnenansatzbereich , bzw. kleine Periostunregelmäßigkeiten (= Knochenhautunregelmäßigkeiten) sowie Knochenausziehungen erkennbar sein.

Der Arzt muss von der Epicondylitis humeri ulnaris (= Golferellenbogen) beispielsweise die Epicondylitis humeri radialis (=Tennisarm) unterscheiden.
Um dies sicher voneinander abgrenzen zu können, helfen dem Arzt die nachfolgend aufgeführte Tests.

Tests Golferellenbogen:

Epicondylitis humeri radialis (Tennisellenbogen)

Schmerzen im Bereich des äußeren Ellenbogens durch:

  1. Drehung des Unterarms
  2. Handgelenksstreckung gegen Widerstand
  3. Streckung des Mittelfingers gegen Widerstand
  4. Streckung des Ellenbogens und passiver Beugung der Hand

Epicondylitis humeri ulnaris (Golferellenbogen)

Schmerzen im Bereich des inneren Ellenbogens durch:

  1. Beugung des Handgelenks
  2. Drehung des Unterarms gegen Widerstand
  3. Heben von schweren Dingen

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Autor: Dr. N. Gumpert      |     Letzte Änderung: 12.05.2012