Hautkrebs Symptome

Synonyme im weiterem Sinne


Hauttumor, Malignes Melanom, Basaliom, Spinaliom, Spinalzellkarzinom

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Symptome des Hautkrebs

Basaliom: Basaliome befinden sich auf der Haut vor allem zentrofazial, also in der Region des Gesichts von Stirn bis Oberlippe (80% der Fälle). Etwas seltener findet man diesen Hautkrebs in der unteren Gesichtshälfte oder der oberen Stirn (15%).

Das Wachstum verläuft langsam innerhalb von Monaten bis Jahren und lokal destruierend, also die umliegenden Strukturen zerstörend. Verglichen mit Spinaliomen entwickeln sich Basaliome langsamer.

Eine Metastasierung dieses Hautkrebses (Streuung der Krebszellen) kommt fast nie vor, deshalb bezeichnet man Basaliome auch als semimaligne („halbbösartig“).

Die beginnende Form dieses Hautkrebses präsentiert sich in der Regel als hautfarbener Knoten von derber Konsistenz mit perlschnurartigem Randwall und kleinen Gefäßerweiterungen (Teleangiektasien).

Es existieren mehrere unterschiedliche Formen vom Hautkrebs „Basaliom“, welche teilweise vom typischen Aussehen abweichen:

  • Solides Basaliom
  • Zikratisierendes Basaliom
  • Sklerodermiformes Basaliom
  • Pigmentiertes Basaliom
  • Superfizielles Basaliom
  • Exulzerierendes Basaliom
  • Destruierendes Basaliom
  • Sonderform = metatypisches Basaliom

Spinaliom: Dieser Hautkrebs befindet sich an den Schleimhäuten oder den Übergangsschleimhäuten (Lippen, Zunge, Analregion, Vulva, Penis) und an sonnenexponierten Stellen wie Kopf, Hals, Armen sowie Händen.

Das Wachstum ist wie auch beim Basaliom destruierend, die Zeit kann jedoch stärker variieren (Wochen bis Jahre).

Eine Metastasierung erfolgt vor allem über die Lymphwege (lymphogen) und nur selten über die Blutbahn (hämatogen).

Bezüglich der Form ist der Hautkrebs „Spinaliom“ eher unauffällig. Diese Art des Hautkrebses sieht hautfarben bis braun aus, besitzt feste Konsistenz und kann eine verhornende Oberfläche aufweisen. Schmerzhaft sind die Veränderungen nicht, können im Laufe der Zeit jedoch knotig werden oder exulzerieren.

Malignes Melanom: Der Hautkrebs „malignes Melanom“ findet sich am häufigsten an Rücken, Gesicht, hinteren Unterarmen und bei Frauen auch am Unterschenkel. Alle anderen Körperregionen können ebenfalls von diesem Hautkrebs betroffen sein.

Maligne Melanome wachsen invasiv und zunächst flächig (horizontal), im Verlauf knotig in die Tiefe (vertikal).

Eine Metastasierung dieses Hautkrebses erfolgt meist früh sowohl über die Blut- (hämatogen) als auch über die Lymphwege (lymphogen). Vor allem an andere Stellen der Haut oder Unterhaut, Lymphknoten, Lunge, Leber, Hirn und Knochen siedeln sich die Tochtergeschwülste dieser Hautkrebsform ab.

Erkennen kann man maligne Melanome mit Hilfe der ABCD-Regel: Sie sind asymmetrisch (A = Asymmetrie), unscharf begrenzt (B = Begrenzung), unterschiedlich stark pigmentiert (C = Colorierung) und besitzen einen Größe über 5mm (D = Durchmesser). Außerdem können Juckreiz und spontane Blutungen auftreten.

Eingeteilt wird diese Art des Hautkrebses in 4 verschieden Typen:

  1. Superfiziell spreitendes malignes Melanom: 65% der Fälle; Gipfel bei 50-Jährigen; Lokalisation überwiegend an sonnenexponierten Stellen; Farbe hellbraun bis schwarz, selten auch grau oder weiß; Form erst flach, später knotig
  2. Primär noduläres malignes Melanom: 15% der Fälle; Gipfel bei 55-Jährigen; Vorkommen vor allem an lichtexponierten Körperstellen; schnelles aggressives Wachstum; Farbe dunkelbraun bis schwarz
  3. Lentigo-maligna-Melanom: 10% der Fälle; Gipfel bei 68-Jährigen; Lokalisation vor allem an Gesicht und Handrücken; eher langsames Wachstum; Farbe dunkelbraun bis schwarz; Form flach und groß mit 2 bis 6 cm Durchmesser; Beginn als Präkanzerose „Lentigo maligna“
  4. Akrolentiginöses malignes Melanom: 45% der Fälle; Gipfel bei 63-Jährigen; Vorkommen an Nagelbett und Akren; Farbe schwarz; Form knotig

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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 13.07.2011