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Heparininduzierte Thrombozytopenie (HIT )
Durch den verbreiteten Einsatz von Heparinen in Krankenhäuser kommt es nicht selten zu einer heparininduzierten Thrombozytopenie (HIT). Es bedeutet, dass die Verwendung der Heparine zu einem Abfall der Anzahl der Blutplättchen kommen kann.
Man unterscheidet dabei zwei Formen:
- die nicht-immunologische (HIT Typ I) und
- die durch Antikörper bedingte Form (HIT Typ II).
Hinweis
Allgemeine Informationen zum Thema Medikamentöse Thromboseprophylaxe (Heparine) finden Sie auf der Seite zum Thema: Medikamentöse Thromboseprophylaxe
Nicht-immunologische HIT (Typ I)
Diese Form ist die häufigste HIT mit einem frühen Beginn und einem eher milden Verlauf. Sie betrifft ca. 1 -5% der Patienten, die mit unfraktionierten Heparin behandelt werden. Patienten, die mit fraktionierten, niedermolekularen Heparinen behandelt werden, zeigen deutlich weniger eine HIT Typ I.
Meistens kommt es nach wenigen Tagen zu einer spontanen Rückbildung.
Antikörperbedingte HIT (Typ II)
Bei dieser Form zeigt sich ein späterer Beginn. Die Thrombozytenzahlen sind stark vermindert und es kommt zu Thrombosen. Der Körper reagiert auf durch die Heparingabe bedingten Heparin-Protein-Komplexe und bildet Antikörper gegen sie aus.
Betroffen sind etwa 1 % der Patienten, die per Infusion mit unfraktionierten Heparinen behandelt werden. Bei einer Behandlung mit fraktionierten Heparinen taucht die HIT Typ II etwa 30 mal weniger auf.
Es kann zu Gefäßverschlüssen durch Thrombenbildung kommen. Ein Thromboseprophylaxe kann dann z.B. mit Hirudin weiter geführt werden.
Wichtig!
Bei Verdacht auf eine HIT Typ II muss das Heparin sofort abgesetzt werden.
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Weitere Informationen
Weiterführende Informationen zum Themen Thromboseprophylaxe finden Sie unter:
- Thromboseprophylaxe
- Maßnahmen zur Thromboseprophylaxe
- Medikament zur Thromboseprophylaxe
- Heparininduzierte Thrombozytopenie
- Beginn und Dauer der Thromboseprophylaxe
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Jährlich erkranken 200.000 Deutsche an Thrombose. Der Ausgang dieser Erkrankung ist nicht selten tödlich. |
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