Hirsutismus

Definition

Der Hirsutismus bezeichnet den Haarwuchs mit männlicher Ausprägung bei Frauen.

Kommen weitere Zeichen der Vermännlichung hinzu wie eine tiefe Stimme, Akne, männlicher Körperbau und ein Haarausfall nach männlichem Verteilungsmuster, so spricht man von Virilisierung.

Betroffen ist beim Hirsutismus nur der Bereich des durch Sexualhormone gesteuerten Haarwachstums: der Bart, die Brüste, der Brustkorb, die Achseln, die Mittellinie des Bauches sowie die Oberschenkel. Unterschenkel, Arme und weiches Flaumhaar im Gesicht hingegen sind von den Sexualhormonen unabhängig.


Entstehung des Hirsutismus

Sowohl der Hirsutismus als auch die Virilisierung (Vermännlichkung) bilden sich unter Androgenüberschuss (Sexualhormon) bei der Frau aus. Die weibliche Androgenproduktion kann aus folgenden Gründen verstärkt sein:

  • ovarielle Ursachen: Die Ovarien (Eierstöcke) produzieren zu viele Androgene auf Grund eines Tumors, einer Hyperthekose (Veränderung des Aufbaus) oder durch das Syndrom der polyzystischen Ovarien:
    Mehr hierzu finden Sie auch unter unserem Thema: Polyzystisches Ovarialsyndrom.
  • adrenale Ursachen: Sowohl ein Tumor der Nebennieren als auch ein adrenogenitales Syndrom können zu Hormonüberschuss führen
  • Hirsutismus kann auch durch Adipositas, bestimmte Medikamente, nach den Wechseljahren oder familiär bedingt sein

Diagnostik

Ziel beim Hirsutismus ist es, mit Hilfe von Labordiagnostik den Überschuss des Sexualhormons nachzuweisen und herauszufinden, woher er kommt.

Therapie

Sind die Ursachen des Hirsutismus nicht behebbar, so versucht man die Sexualhormonproduktion mit Hilfe von Medikamenten zu unterdrücken.


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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 02.02.2012