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Kondition

Synonyme

Konditionelle Fähigkeiten

Deutsch: Bedingung

Einleitung

Der Begriff Kondition wird im alltäglich Gebrauch häufig fälschlicher Weise als Synonym für Ausdauer verwendet. Diese ist jedoch lediglich ein Teilgebiet der Kondition.

Aus dem lateinischen Übersetzt wird die Kondition verstanden als "Bedingung". Auf den Sport übertragen als die Fähigkeit, sportliche Leistungen erbringen zu können. Neben der bereits erwähnten Ausdauer, zählt die Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit zu den konditionellen Fähigkeiten. Jeder Sportler muss somit selbst den Ausprägungsgrad einzelner konditioneller Merkmale auf seine sportlichen Anforderungen anpassen. Ein Marathonläufer wird mit Sicherheit ein niedrigeres Kraftpotential aufweisen, als ein Kugelstoßer oder Kraftsportler und umgekehrt. Somit ist die Aussage, der Marathonläufer besitzt eine bessere Kondition als der Kraftsportler schlichtweg falsch. Zudem kommt es in den jeweiligen konditionellen Fähigkeiten zu Überschneidungen. Dies kann z.B. die Schnellkraft etc. sein. Detaillierte Informationen erhalten sie im unteren Absatz.

Einzelne Sportarten weisen unterschiedliche konditionelle Anforderungen auf, somit müssen Sportler und Trainer abwägen, welche konditionelle Fähigkeit im Training schwerpunktmäßig trainiert werden muss.

Unten finden Sie eine Auflistung der unterschiedlichsten Anforderungen in Spielsportarten.


Die Ausdauer

Die Ausdauer ist die Fähigkeit einer Belastung möglichst lange standhalten zu können und den ermüdungsbedingten Abbau der Leistung, der im jeden Fall stattfindet, möglichst lange herauszuzögern. Des weiteren ist eine schnelle Regenerationsfähigkeit Bestandteil der Ausdauer.

Eingesetzt wird die aerobe Ausdauer für allgemeines Gesundheitstraining, Fitnesstraining, zur Fettverbrennung, Kompensatorisch zum Krafttraining, in Spielsportarten.

Selbst Hochleistungssprinter trainieren zu Beginn ihrer Trainingsphase im Grundlagenausdauerbereich, um die hohen Belastungen im spezifischen Lauftraining besser regenerieren zu können. Eine gute Ausdauerfähigkeit ermöglicht zudem ein intensiveres Training im Kraftraum.   

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Die Kraft

Die Kraft ist die Fähigkeit, durch das Zusammenspiel von Muskulatur und Nervensystem, äußere Widerstände zu überwinden, zu halten, oder nachzugeben. Vorzugsweise wird die Kraft durch Hanteltraining im Fitnessstudio trainiert. Krafttraining bedeutet jedoch nicht gleich Muskelaufbau. Das Muskelaufbautraining ist lediglich eine Form des Krafttrainings. Die Maximalkraft stellt die Basis für alle weiteren Kraftfähigkeiten dar.

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Die Schnelligkeit

Die Schnelligkeit ist die konditionelle Fähigkeit, auf einen Reiz aus der Umwelt schnellstmöglich zu reagieren und in körperliche Bewegung umzusetzen. Es wird im Sport zwischen elementare und komplexe Schnelligkeitsformen unterschieden. Eine gute Schnelligkeit ist in den meisten Spielsportarten Voraussetzung für sportliche Leistungen.

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Beweglichkeit

Die Beweglichkeit fällt bei den konditionellen Fähigkeiten oftmals in den Schatten der Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit. Neueste wissenschaftliche Untersuchungen ergaben, dass die Wirkungen eines Dehnprogramms, vor und nach dem Sport nicht die erhofften oder erwarteten Ergebnisse erzielten.

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Mischformen der Kondition:

Kraftausdauer als Fähigkeit im Kraftsport eine Bewegung mit einem Umfang größer als 25 Wiederholungen absolvieren zu können. Trainingssätzte mit 100 Wiederholungen und mehr sind dabei keine Seltenheit. Im Vordergrund steht jedoch die Kraft.

Ausdauerkraft definiert als die Fähigkeit einer ausdauernden Leistung mit erhöhter Beanspruchung der Muskulatur einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten. Im Vordergrund steht jedoch die Ausdauer (Radfahrer)

Schnellkraft als Fähigkeit in der Kondition einen Kraftimpuls nach ein Signal möglichst schnell und effektiv entfalten zu können (100m- Sprint). (Explosivkraft und Startkraft)

Schnellkraftausdauer bedeutet, die Kraft möglichst lange steigern zu können. Dies ist bei guten Sprintern erkennbar. Während unerfahrene Sportler bis ca. 30 Meter nach dem Start beschleunigen, erzielen Profisprinter Beschleunigungswerte bis ca. 60- 70 Meter nach dem Start.

Schnelligkeitsausdauer heißt, die entstandene Kraft möglichst lange aufrecht zu erhalten.

Profisprinter können die maximale Geschwindigkeit über ca. 20 Meter aufrechterhalten.

 



Kondition in den Spielsportarten

Tennis

Das Tennisspiel ist bezüglich der Spieldauer variabel. Belastungen von mehr als 1:30 sind durchaus realisierbar. Der Sportler muss somit die Fähigkeit besitzen, Ausdauerleistungen im Langzeitbereich absolvieren zu können. Da der Spielverlauf jedoch durch kurze schnelle Antritte gekennzeichnet ist, sollte im Konditionstraining überwiegend Schnellkraft trainiert werden.

Bezüglich der Kraftentwicklung sollte ein Training der Rumpfmuskulatur erfolgen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter Tennis

Handball

Handball ist nicht nur ein besonders harter Sport, sondern erfordert auch eine besondere konditionelle Ausprägung. Durch den schnellen Wechsel zwischen Angriff und Abwehr ist die Schnelligkeit ein Leistungsbestimmendes Merkmal dieser Sportart. Durch den schnellen Wechsel zwischen Belastung und Erholung muss ein schnelles Umschalten zwischen aerober und anaerober Energiebereitstellung stattfinden. Ein Krafttraining ist insofern relevant, dass die Wurfgeschwindigkeit maximiert wird. Hierbei geht es jedoch nicht um ein gezielten Muskelaufbau, sondern um ein sportartspezifisches Training.

Weitere detaillierte Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter

Fußball

Fußballer müssen die Fähigkeit besitzen Ausdauerleistungen von 90 Minuten und ggf. mehr absolvieren zu können. Da es sich hierbei jedoch um keine reine Ausdauerleistung handelt, sondern ein ständiger Wechsel der Geschwindigkeiten vorkommt, sollte das Training der Kondition schwerpunktmäßig im Wechsel der Belastungen erfolgen. Es bieten sich hierbei Fahrtenspiele an.

Im Bereich der Kraftentwicklung erfolgt ein Training der Hüft- und Oberschenkelmuskulatur.

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An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass zu diesem Thema ein ausführliches Buch von Tobias Kasprak und Dr. Nicolas Gumpert verfast wurde.
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Autoren: T. Kasprak und Dr. med. N. Gumpert

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