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Funktionen von L- Carnitin
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Welche Funktionen hat L- Carnitin im Körper?
Es gibt zwei unterschiedliche Formen des Carnitins. Man unterscheidet das L – Carnitin, welches als vitaminähnlicher Nährstoff im Körper wichtige Funktionen übernimmt, die weiter unten noch dargelegt werden sollen, vom so genannten D – Carnitin, einem gesundheitsschädigenden Stereoisomer des L – Carnitins. Im Falle einer Supplementgabe, also einer chemisch hergestellten Substanz, entsteht ein Gemisch aus den beiden Formen.
L – Carnitin spielt eine besondere Rolle im Rahmen des Fettstoffwechsels.
Die Körperzellen selbst verfügen über so genannte Mitochondrien, die man sich – zwecks Verständnis – als Energiekraftwerke der Zellen vorstellen kann. Damit diese Energiekraftwerke richtig arbeiten, benötigen sie Fettsäuren. Diese Fettsäuren sind aber in den Mitochondrien nicht enthalten, sondern müssen erst dort hin transportiert werden. Diesen Transport/ Funktion übernimmt das L – Carnitin. L – Carnitin heftet sich an die Fettsäuren an und schleust – insbesondere auch langkettige Fettsäuren, die die Zellwand der Mitochondrien alleine nicht passieren könnten, - in die Mitochondrien hinein. L – Carnitin ist in gewisser Weise in jeder Körperzelle vorhanden.
Liegt ein Mangel an L – Carnitin vor, so werden weniger Fettsäuren in die Mitochondrien transportiert, so dass weniger Fett in Energie umgesetzt werden kann.
Neben dieser „Transportfunktion“ und über die Schlüsselfunktion innerhalb der Fettverbrennung hinaus, beteiligt sich L – Carnitin an vielen biochemischen Prozessen des Organismusses entweder in direkter oder indirekter Weise. So kann beispielsweise eine ärztlich verordnete Dosis an L – Carnitin eine Verbesserung der Blutfettwerte bewirken und sich somit auf bestehende Herzkrankheiten günstig auswirken.
Wissenschaftlich nicht bewiesen ist die Annahme, dass L – Carnitin in Verbindung mit Diäten und Sport eine Körpergewichtsreduktion bewirken kann.
Je nach individueller Syntheseleistung kann eine Supplementengabe induziert sein. Dies ist beispielsweise bei Frühgeborenen der Fall, die neben der unzureichenden Syntheseleistung auch noch von dem geringen Carnitin – Gehalt der Muttermilch betroffen sind.
Studien belegen darüber hinaus, dass Schwangere und Ausdauersportler häufig einen (zu) niedrigen L – Carnitin – Gehalt aufweisen.
Beim Erwachsenen tritt ein Carnitinmangel in der Regel infolge von Synthesedefekten auf. Dies ist beispielsweise bei Erkrankungen im Bereich der Niere, aber auch bei Hämodyalise der Fall.
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