Formen der Menstruationsstörungen

Synonyme

Menstruationsbeschwerden, Zyklusströrung, Blutungsanomalie, Menstruationsschmerzen

Englisch: menstruation disorder

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menstruationsstörungen

Die normale Menstruationsblutung wird Eumenorrhoe bezeichnet und hat ein Zyklus von 25 bis 31 Tagen. Während des Zyklus dauert die Menstruationsblutung ca. 3 bis 6 Tage und die Blutungsstärke beträgt ungefähr 50 bis 150ml pro Tag.

Unter Störung der Blutungsdauer zählen Menorrhagie und Brachymenorrhoe. Menorrhagie bezeichnet die verlängerte Regelblutung. Der Menstruationszyklus bleibt gleich, aber die Blutung dauert mehr als über sieben Tage. Die Blutungsstärke ist ebenso erhöht.

Brachymenorrhoe ist die verkürzte Regelblutung. Das bedeutet, dass die Blutungsdauer nur Stunden bis 2,5 Stunden dauert. Die Blutungsstärke ist hier normal bis vermindert.

Unter Störung der Blutungsstärke (Typusanomalie) zählen Hypermenorrhoe und Hypomenorrhoe. Zu starke Menstruationsblutung wird als Hypermenorrhoe bezeichnet. Menstruationszyklus und Blutungsdauer bleiben gleich, wobei die Blutungsstärke bei mehr als 150 ml pro Tag beträgt.

Bei der Hypomenorrhoe kommt es zu schwachen Blutungen. Auch hier bleiben Zyklus und Blutungsdauer gleich. Dafür beträgt die Blutungsstärke unter 50ml pro Tag.

Unter Störungen der Blutungshäufigkeit (Tempoanomalien) zählen Polymenorrhoe und Oligomenorrhoe.

Polymenorrhoe bezeichnet die unregelmäßigen oder häufig verkürzten Menstruationszyklen. Die Blutungsdauer bleibt gleich, aber dafür ist der Menstruationszyklus unter 25 Tage und die Blutungsstärke ist erhöht, normal oder erniedrigt. Gelegentlich kommt es zu zwei maligen Regelblutungen pro Monat.

Bei der Oligomenorrhoe ist der Menstruationszyklus stark verlängert (>35 Tage). Die Blutungsdauer bleibt gleich und die Blutungsstärke ist auch hier erhöht, normal oder erniedrigt.

Ebenso zählen Zusatzblutungen, wie Metrorrhagie und Postkoitalblutungen zur Menstruationsstörung. Hier ist es so, dass im Verlauf des Zykluses zu Blutungen außerhalb der Menstruation kommt. Bei der Metrorrhagie (Zwischenblutung; Spotting) kommt es zu zusätzlichen Schmierblutungen, die entweder ein bis zwei Tage vor oder nach der Regelblutung stattfindet. Die Blutungsstärke ist gering. Bei der Postkoitalblutung kommt es zu Blutung nach dem Geschlechtsverkehr.

Eine weitere Menstruationsstörung ist die Amenorrhoe, wo die Regelblutung komplett ausbleibt. Hier unterscheiden wir zwischen primäre und sekundäre Amenorrhoe. Bei der primären Amenorrhoe ist es so, dass bei einem Mädchen im Verlauf des 16.Lebensjahr immer noch keine Menstruation eingesetzt hat. Und bei der sekundären Amenorrhoe bleibt die Regelblutung für mehr als drei Monate aus, obwohl schon vorher ein normaler Menstruationszyklus eingesetzt hat.


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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 06.05.2012