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Nabelbruch
Synonyme im weiterem Sinne
- Nabelhernie
- äußere Hernie
- Eingeweidebruch
Englisch: umbilical hernia
Medizinisch: Hernia umbilicalis
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Definition und Zusammenfassung
Der Nabelbruch (medizinisch: die Nabelhernie) ist eine spezielle Form eines Eingeweidebruchs. Dieser ist definiert als der Austritt von Eingeweiden (in der Regel Fettgewebe und Dünndarm) aus der Bauchhöhle durch eine angeborene oder erworbene Lücke, die sich in einer der tragenden Bauchwandschichten befindet.
Damit man vom Vorliegen eines Eingeweidebruches (Nabelbruch) spricht, müssen mehrere Merkmale gegeben sein:
- eine Bruchpforte, also eine Schwachstelle in der Wand der Bauchhöhle
- ein Bruchsack, der durch die Bruchpforte austritt und das gleitende Bauchfell (Peritoneum) beinhaltet
- einen Bruchinhalt, der häufig einfach aus dem großen Netz oder Bruchwasser besteht, in Einzelfällen aber auch bewegliche Bauchorgane wie Teile des Dünndarms enthalten kann
Bei dem Nabelbruch handelt es sich um eine Ausstülpung durch eine Bauchwandlücke, die sich im Bereich des Bauchnabels befindet.
Er tritt häufig direkt nach der Geburt im Säuglingsalter auf, da die Bauchwand in der Umgebung des Bauchnabels zu diesem Zeitpunkt häufig noch nicht vollständig ausgebildet ist. Aber auch bei Erwachsenen findet man nicht selten Nabelhernien, die hier meist durch erhöhte Belastungen der Bauchdecke entstehen und einen schwereren Verlauf nehmen als bei kleinen Kindern. Nabelbrüche mit einer relativ kleinen Bruchpforte bergen die Gefahr einer Einklemmung (Inkarzeration) von Bauchorganen, was dann erhebliche Beschwerden verursacht. Deshalb wird ein Nabelbruch bei einem Erwachsenen normalerweise operiert.
Dabei stehen viele verschiedene Techniken zur Verfügung, wobei sich die Auswahl der geeigneten Technik an der Größe des Nabelbruchs, der Aktivität des Patienten und dessen allgemeinen Gesundheitszustandes orientiert.
Epidemiologie / Vorkommen in der Bevölkerung
Etwa jede 20. Hernie, also ungefähr 5% aller Hernien, ist ein Nabelbruch. Betroffen sind vor allem Frauen und Säuglinge (3% der Säuglinge kommen mit einem Nabelbruch zur Welt, unter den Frühgeborenen sogar bis zu 75%!)
Die Wahrscheinlichkeit für eine Einklemmung beträgt ca. 30%, wobei hier 10 bis 15% der betroffenen Patienten versterben. Bei Kleinkindern heilt der Nabelbruch so gut wie immer spontan ohne jegliche Form der Therapie, bei Erwachsenen allerdings praktisch nie, weshalb folglich keine OP erfolgen sollte.
In ungefähr 3% der Fälle tritt nach der Operation ein erneuter Nabelbruch auf.
Ursachen
Das Gebiet um den Nabel herum stellt eine angeborene Schwachstelle in der Bauchwand dar, da sich hier eine Lücke zwischen den linken und den rechten geraden Bauchmuskeln befindet, die nur durch die Faszie der schrägen Bauchmuskeln gefüllt wird, die aus Bindegewebe besteht.
Bei Neugeborenen liegt die Ursache eines Nabelbruchs darin, dass die Bauchwand oft noch nicht komplett ausgebildet ist.
Im Erwachsenenalter können erhöhte Belastungen der Bauchdecke zur Entstehung eines Nabelbruchs führen.
Hierzu zählen zum Beispiel:
- Sport
- schwere Gewichte heben
- Übergewicht
- Schwangerschaft
- Krankheiten, die eine vermehrte Einlagerung von Wasser im Bauchraum bewirken oder eine Grippe, die mit schwerem Husten einhergeht
All diese Faktoren führen dazu, dass sich der Druck im Bauch so weit erhöht, dass die schwache Stelle um den Nabel herum diesem nicht mehr standhalten kann.
Deshalb wölbt sich dann das Bauchfell, häufig begleitet vom großen Netz (einem Fettspeicher im Bauchraum; medizinisch: Omentum majus) oder Teilen des Dünndarms, zwischen den geraden Bauchmuskeln vor.
Auch Menschen mit einer Bindegewebsschwäche haben ein erhöhtes Risiko, im Laufe ihres Lebens einen Nabelbruch zu erleiden.
Weitere Informationen zum Nabelbruch
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