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Nagelbettentzündung Behandlung
Synonyme im weiteren Sinne
Onychie, Oncychitis, Onychia subungualis, Onychia maligna, Panaritium paraunguale, Paronychie, „Umlauf“
Englisch: felon, whitlow, onychia
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Diagnose
Meistens reichen einem Arzt die klassischen Symptome der Nagelbettentzündung, um eine sichere Diagnose zu erstellen. Um eine genaue Information über den vorliegenden Krankheitserreger zu erhalten, kann er zusätzlich einen Abstrich der betroffenen Stelle entnehmen. Wenn der Verdacht auf eine chronische Form der Nagelbettentzündung vorliegt, sollte der Arzt eine ausführliche Anamnese durchführen, um zugrundeliegende Krankheiten wie einen Diabetes mellitus ausschließen zu können (Nagelbettentzündung Behandlung).
Therapie
Zur Therapie der Nagelbettentzündung gibt es sehr viele verschiedene Ansätze (Nagelbettentzündung Behandlung).
Eine gute Behandlung der Nagelbettentzündung zeigen Bäder mit warmem Wasser, die deshalb am besten mehrmals täglich erfolgen sollten. Hierbei wird die Hornschicht gelöst und eventuell vorhandener Eiter kann sich besser entleeren. Nach dem Bad sollten die Haut um den Nagel und der Nagel selbst sorgfältig trockengetupft und danach eingecremt werden, am besten mit einer desinfizierenden Salbe, wie zum Beispiel Povidon-Jod. Zudem gibt es diverse Hausmittel, die eine Milderung der Symptome und ein schnelleres Zurückbilden der Infektion bewirken. Hierzu gehören unter anderem Seifenlauge, Teebaumwasser oder eine Mischung aus Meerrettich und Honig. Auch einige Heilpflanzen, wie zum Beispiel Arnika, Kamille, Zwiebeln oder Wirsing, besitzen eine entzündungshemmende Wirkung. Sie können entweder als Badezusatz, Tee, Tinktur, Kompresse oder in Salben und Cremes zum Einsatz kommen. Wenn die Infektion des Nagels innerhalb von 3 Tagen nicht wieder verschwunden (oder zumindest deutlich besser geworden) ist oder gar durch zunehmende Schwellung und Schmerzen auffällt, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann dann für hartnäckige eitrige Stellen entzündungshemmende Mittel (Antiphlogistika) verschreiben, die den Abfluss des Eiters erleichtern (Nagelbettentzündung Behandlung). Darüber hinaus gibt es desinfizierende Medikamente und antiseptische Salben. Die zusätzliche Verabreichung von Antibiotika (in Form von Tabletten) wird erst nötig, wenn die Entzündung auf die angrenzenden Lymphbahnen übertritt. Dann kommen in der Regel Penicilline, zum Beispiel Oxacillin, zum Einsatz, die eine besondere Wirksamkeit gegen die Bakteriengruppe der Staphylokokken zeigen.
Falls die eitrige Nagelbettentzündung nicht von alleine wieder abklingt, kann ein Röntgen hilfreich sein, um festzustellen, wie weit die Infektion bereits vorgedrungen ist.
In gar keinem Fall sollte ein Laie versuchen, den Entzündungsherd, in dem sich der Eiter angesammelt hat, selbst aufzuschneiden, da dies nicht ungefährlich ist. Ist die Infektion so schwer, dass eine operative Behandlung notwendig wird, wird dieser Eingriff vom Arzt in örtlicher Betäubung durchgeführt, wobei die Wundhöhle desinfiziert und der Eiter anschließend nach außen abgeleitet wird. Im Anschluss an die Operation muss der Patient für einige Zeit eine Gipsschiene tragen (Nagelbettentzündung Behandlung).
Je nach Ursache ist es natürlich zusätzlich nötig, das eigentlich zugrundeliegende Problem zu behandeln. Das besteht zum Beispiel darin, vorsichtiger bei der Maniküre oder beim Umgang mit Reinigungsmitteln zu sein oder im Falle eines Diabetikers darin, den Zucker korrekt einzustellen.
Prophylaxe
Generell sollte man einfach darauf achten, sowohl Finger- als auch Fußnägel gut zu behandeln, was bedeutet, dass man sie regelmäßig mit Cremes oder Salben pflegen sollte, bei Belastungen für entsprechenden Schutz sorgt oder auch einfach, dass man geeignetes Schuhwerk trägt, sodass keine Druckstellen entstehen können (Nagelbettentzündung Behandlung).
Um einer Nagelbettentzündung vorzubeugen, sollte man vor allem bei der Maniküre und Pediküre sehr vorsichtig vorgehen, um den Nagel und die umgebende Haut nicht zu verletzen. Das Nagelhäutchen sollte niemals entfernt werden und auch das Benutzen von Nagellack fördert die Entstehung einer Infektion, weshalb dieser nur möglichst selten zum Einsatz kommen sollte. Weiterhin sollte die Berührung mit reizenden Putzmitteln weitestgehend vermieden werden. Falls dies nicht möglich ist, sollte man auf entsprechende Schutzkleidung wie Kunststoffhandschuhe mit Stoffinnenseite achten, die der Haut den wichtigen Feuchtigkeitsschutz bieten. Darüber hinaus besteht noch die Option, die Nägel allgemein durch kieselsäurereiche Nahrung (Kieselsäure ist unter anderem in hohen Konzentrationen in Hirse, Vollkornreis, Haferflocken oder Bananen enthalten) zu stärken.
Bei Patienten mit Wundheilungsstörungen, Diabetes oder einer geschwächten Immunabwehr ist es sinnvoll, auch kleinere Verletzungen und geringe Entzündungszeichen sehr sorgfältig zu überwachen, da bei ihnen Infektionen eine gravierendere Auswirkung haben als beim Gesunden (Nagelbettentzündung Behandlung).
Prognose
Die Nagelbettentzündung heilt normalerweise ungefähr innerhalb einer Woche von selbst wieder ab. Sollte sie das einmal nicht tun, besteht die Gefahr, dass sie sich auf die Nagelwurzel oder auch darüber hinaus ausbreitet. Im schlimmsten Fall kann sie sich auch auf die umgebenden Weichteile wie die Sehnenscheiden ausdehnen und sogar den Knochen selbst erreichen. Dadurch kann eine bakterielle Entzündung des Knochens entstehen, eine Osteomyelitis. Bei einer lange bestehen bleibenden Entzündung kann es zu Wachstumsstörungen des betroffenen Nagels kommen, wobei der Nagelwuchs eventuell für immer verändert bleibt. Ganz selten kommt es auch dazu, dass der Nagel komplett abgestoßen wird.
Wenn die Infektion über zu lange Zeit unbehandelt (Nagelbettentzündung Behandlung) bleibt oder der Patient mit Risikofaktoren „vorbelastet“ ist, kann es zur Ausbildung einer chronischen Nagelbettentzündung kommen, die allerdings weniger schmerzhaft ist.
Weiterführende Informationen
Weitere interessante Informationen zum Thema Nagelbettentzündung finden Sie unter:
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