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Nervenzelle

Synonyme

Medizinisch: Neuron, Ganglienzelle

Griechisch: Ganglion = Knoten

Gehirn, ZNS (zentrales Nervensystem), Nerven, Nervenfasern

Englisch: nervous system

Zusammenfassung

Als Neurone bezeichnet man auf Erregungsbildung und -leitung spezialisierte Nervenzellen mit allen ihren Fortsätzen. Als solche bilden sie das kleinste zentrale Funktionselement des Nervensystems.


Abbildung Nervenzelle

  1. Dentriten
  2. Zellkörper
  3. Axon
  4. Zellkern

Das menschliche Gehirn enthält zwischen 30 und 100 Milliarden Nervenzellen. Wie andere Zellen auch besitzt die Nervenzelle einen Zellkern und alle anderen Zellorganellen, welche im Zellkörper (Soma oder Perikaryon) lokalisiert sind.
Ein Reiz, der auf eine Nervenzelle trifft, verursacht eine Erregung, die sich in der Zellmembran des Neurons ausbreitet (Depolarisation der Zellmembran) und über lange Zellausläufer, die
Neuriten oder Axone, weitergeleitet wird.
Diese Erregung nennt man Aktionspotential. Die Neuriten (Axone) können eine Länge von bis zu über 100 cm erreichen. Die Erregung kann sich also über eine weite Strecke gerichtet fortpflanzen, z.B. wenn man seinen großen Zeh bewegt. Jede Nervenzelle hat nur ein Axon.

Abbildung Nervenzellen

  1. Nervenzelle
  2. Dentrit

Eine Nervenzelle besitzt viel Dentriten, die eine Art Verbindungskabel zu anderen Nervenzellen darstellen, um mit ihnen zu kommunizieren.

Außer den Neuriten, die nur in eine Richtung führen, gibt es noch andere Fortsätze an der Nervenzelle, die Dendriten (= griech. Baum). Die Dendriten sind viel kürzer als der lange Neurit und in der Nähe des Zellkörpers (Perikaryon) gelegen. Meist liegen sie in Form eines großen Dendritenbaumes vor.
Sie haben die Aufgabe, Reize von anderen Nervenzellen zu empfangen. Das verbindende Element, die „Schnittstelle“ zwischen einzelnen Neuronen nennt man Synapse.

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Abbildung Nervenendigungen / Synapse

  1. Nervenendigung (Axon)
  2. Botenstoffe, z.B. Dopamin
  3. andere Nervenendigung (Dentrit)

Hierbei stößt das Ende des langen Nervenzellfortsatzes (Axonende) des einen Neurons auf den Dendritenbaum eines anderen Neurons. Die Interaktion zwischen beiden erfolgt durch eine chemische Überträgersubstanz, einen Neurotransmitter; der Vorgang gleicht also einer „elektrochemischen Kopplung“.
Eine Nervenzelle kann auf diese Weise mit bis zu 10.000 anderen verknüpft sein, was eine Gesamtsynapsenzahl von einer geschätzten Billiarde (eine 1 mit 15 Nullen!) ergibt!
Diese Verschaltung von Nervenzellen untereinander führt zu einem komplexen neuronalen Netzwerk – bzw. mehreren funktionell unterscheidbaren Netzwerken.

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