Inhalt:
Wie wird das Patellaspitzensyndrom therapiert?
Das Patellaspitzensyndrom (springerknie, Jumpers knee) wird ganz vorwiegend konservativ therapiert.
Da das Vollbild eines Patellaspitzensyndrom oft schwierig und langwierig zu behandeln ist, sind prophylaktischen Maßnahmen zur Vermeidung eines Patellaspitzensyndroms von besonderer Bedeutung. Hierzu zählt eine gute Muskeldehnung, Aufwärmen vor der sportlichen Betätigung und langsames steigern der Belastungsintensität. Als prophylaktische Behandlungsmaßnahmen können eine weiche Sohle und entlastende Tapeverbände/ Orthesen für die Kniescheibensehne eingesetzt werden.
1. Konservative Therapie:
Wichtigste primäre Maßnahme bei einem Patellaspitzensyndrom ist eine konsequente Sportkarenz (Sportpause), die nicht zu kurz gewählt werden sollte. Die Dauer richtet sich nach den Beschwerden. Als sinnvoll sehen wir einen Zeitraum zwischen 6 Wochen und 3 Monaten an. Anschließend sollte man sich vorsichtig an seine Belastungsgrenze herantasten. Ohne Sportkarenz wird auch unter den unten genannten Therapiemaßnahmen keine Beschwerdefreiheit zu erzielen sein!
Als Sofortmaßnahmen bei einem akuten Patellaspitzensyndrom sind physikalische und physiotherapeutische Therapiemaßnahmen angezeigt. Hierzu zählen der therapeutische Einsatz von:
- Kälte/ Wärme
- Strom (Elektostimulation)
- Ultraschall
- Massage (Friktionsmassage)
- Krankengymnastik
- Stoßwellentherapie
Die Verschiedenen Therapiemaßnahmen können in Kombination angewendet werden.
Erfolgsversprechend ist ebenfalls die vorübergehende Einnahme von Nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) wie beispielsweise Ibuprofen, Diclofenac (Voltaren®).
Auch die Infiltration (Umspritzung) des Sehnengleitgewebes mit einem Kortisonpräparat ist ein studienkontrolliertes, erfolgreiches Therapieverfahren bei einem Patellaspitzensyndrom.
Unbedingt muss hierbei die Kortisoninfiltration in das Sehnengewebe selbst vermieden werden, da ansonsten ein Sehnensterben (Nekrose) droht und die Kniescheibensehne reißen kann.
Obwohl es sich beim Patellaspitzensyndrom (Springerknie/ Jumpers knee), wie bereits erwähnt, histologisch nicht um eine entzündliche Erkrankung handelt, hilft die entzündungshemmend wirkende Therapie mit NSAR und Kortison.
|
Dr. Nicolas Gumpert (Buchautor und Autor dieses Internetportals) hat sich im Orthopaedicum Frankfurt auf die Behandlung vom:
mit der fokussierten Stoßwelle (ESWT) spezialisiert.
Orthopaedicum Frankfurt (Dr. Nicolas Gumpert)
Oeder Weg 2-4 60318 Frankfurt am Main Tel.: 069 558098 Zur Homepage: Orthopaedicum Frankfurt (Dr. Nicolas Gumpert) Zur Behandlung und Kosten der ESWT: hochenergetische Stoßwellentherapie (ESWT) |
Operative Therapie
Bei einem Teil der Patienten mit einem Patellaspitzensyndrom kann auch unter starken konservativ therapeutischen Bemühungen keine Beschwerdefreiheit erreicht werden. In diesen Fällen können operative Therapiemaßnahmen in Erwägung gezogen werden. Vor einer operativen Intervention sollte ein mindestens 6-monatiger konservativer Therapieversuch des Patellaspitzensyndroms erfolgt sein.
Die nachfolgend aufgeführten operativen Therapiemaßnahmen kommen bei der Behandlung eines Patellaspitzensyndrom zur Anwendung. Sie können einzeln oder in Kombination angewandt werden:
- Entfernung des Sehnengleitgewebes.
- Denervierung der Sehnenumgebung.
- Sehnenlösung an der Kniescheibenspitze.
- Entfernung des degenerativen Areals (auch arthroskopisch möglich)
- Sehneninzisionen in Längsfaserrichtung
--> Zurück zum Hauptthema Patellaspitzensyndrom
Weiterführende Informationen
- Anatomie Kniegelenk
- Anatomie Kniescheibe
- Arthrofibrose
- Arthroskopie
- Bandverletzung im Kniegelenk
- Baker-Zyste
- Kniearthrose
- Knieprothese
- Kniescheibenbruch
- Kniescheibenluxation
- Kniegelenkserguss
- Läuferknie
- Meniskus
- Meniskusriss
- Morbus Osgood-Schlatter
- O-Beine
- Oberschenkelknochen
- Patellaspitzensyndrom
- Patellofemorales Schmerzsyndrom
- Schienbein
- Schienbeinkantensyndrom
- Shelf-Syndrom
- Wadenbein
- X- Beine
Das könnten Sie jetzt auf Dr-Gumpert.de machen!
Ihre Meinung ist uns wichtig!






