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Periradikuläre Therapie (PRT)
Synonyme
PRT, Bandscheibenvorfall, Rückenschmerzen, CT gesteuerte Infiltration
Definition
Die periradikuläre Therapie (PRT) ist ein schmerztherapeutisches Verfahren bei einem Bandscheibenvorfall und anderen Rückenerkrankungen, bei dem unter computertomographischer Bildgebung ein Medikament in die Nähe der austretenden Rückenmarksnerven gespritzt wird.
Erklärung
Die periradikuläre Therapie (um den Nerven herum) Infiltationstherapie (Spritzenbehandlung) ist ein schmerztherapeutisches Verfahren, welches sehr immer größere Bedeutung besitzt.
Im Auftrag vorwiegend von Orthopäden, wird die Behandlung im ambulanten Bereich durch Radiologen (Röntgen - Ärzte) durchgeführt. Um eine möglichst große Wirkung zu erzielen, wird meistens eine Serie von 3-6 Infiltrationen durchgeführt. Die Abrechnung für diese spezielle Form der Behandlung wird von der Krankenkasse getragen.
Im stationären Bereich ist die periradikuläre Therapie (PRT) ein Bestandteil der konservativen orthopädischen Behandlungsmöglichkeiten von Rückenschmerzpatienten.
Bei unklaren Schmerzsyndromen, kann die Ausschaltung einzelner Rückenmarksnerven helfen, die eigentliche Schmerzursache zu beweisen. Auch für ein evtl. geplantes operatives Vorgehen sind derartige Informationen von großer Bedeutung.
Anwendung
Bei allen Krankheitsbildern, die zu einer schmerzhaften Reizung von Rückenmarksnerven führen, kann die periradikuläre Therapie eingesetzt werden. Dazu gehören:
Hintergrund
Bei der periradikulären Therapie (PRT) werden unter computertomographischer (siehe CT) oder röntgenologischer Positionskontrolle schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente (Betäubungsmittel-/Kortisongemisch) millimetergenau an die schmerzende Nervenwurzel verabreicht.
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Er führt diesen Eingriff bei geeigneter Diagnose im hauseigenen CT als ambulanten Eingriff durch. Der Patient kann in der Regel eine Stunde nach dem Eingriff die Praxis wieder verlassen.
Periradikuläre Therapie im Orthopaedicum Frankfurt
Dr. Nicolas Gumpert
Oeder Weg 2-4
60318 Frankfurt am Main
Tel.: 069 558098
Zur Homepage: Orthopaedicum Frankfurt (Dr. Nicolas Gumpert)
und
periradikuläre Therapie im Orthopaedicum Frankfurt
PRT
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Die Abbildung zeigt eine CT-gesteuerte periradikuläre Therapie der ersten Sakralwurzel (S1) rechts, die besonders häufig einem Bandscheibenvorfall der letzten Lendenbandscheibe (L5/S1) irritiert wird. Durch eine PRT kommt es zu einer Eindämmung der um die Nervenwurzel stattfindenden Entzündung und zu einem Abschwellen der Nervenwurzel. Im Falle von Bandscheibenvorfällen kann manchmal auch ein Schrumpfen des verlagerten Bandscheibengewebes beobachtet werden.
Häufig sind mehrere solcher Infiltrationen notwendig, um den gewünschten therapeutischen Effekt zu erzielen. Durch das Abschwellen der Nervenwurzel besteht dann wieder relativ mehr Platz im Nervenaustrittsbereich der Wirbelsäule. Und obwohl einengende Knochenkanten oder Bandscheibenvorfälle weiter bestehen bleiben, kann Schmerzfreiheit erreicht werden.
Zudem bewirkt die entzündungshemmende Wirkung des Kortisons, dass die Nervenwurzel nicht mehr so empfindlich auf mechanisch oder chemisch irritierende Reize (z.B. Bandscheibengewebe) reagiert.
Der Eingriff stellt keinen Ersatz für eine operative Therapie dar, kann aber im Falle von therapieresistenten Schmerzen bei fehlenden oder nur geringfügigen neurologischen Ausfällen als Alternative zur sofortigen Operation herangezogen werden.
Der Einsatz der Computertomographie ist für eine Injektionsbehandlung nicht zwingend notwendig, eine Bildwandler gestützte Infiltration und sogar eine Infiltration ohne Bildgebung sind möglich. In letzterem Fall orientiert man sich an bestimmten Körperpunkten (anatomischen Landmarken). Wird ein ausreichend großes Infiltrationsvolumen gewählt, genügt eine annähernd exakte Spritzenplatzierung, weil sich die verabreichten Wirkstoffe in der Umgebung verteilen und die gedrückte Nervenwurzel dennoch wirksam umfluten können.
Eine exakte Vorgehensweise mit dem CT (Computertomographie) als Bild gebendes Verfahren ist trotzdem zu empfehlen, insbesondere dann, wenn die Infiltrationen eine Diagnose sichern sollen.
Der schmerztherapeutische Effekt ist sehr gut. Die Infiltration kann mehrfach wiederholt werden, ist komplikationsarm und sowohl ambulant als auch stationär durchführbar. Eine Narkose ist nicht notwendig.
Risiken
Theoretisch sind
- Verletzungen der Nervenwurzel
- Blutung
- bakterielle Entzündungena
- allergische Reaktion auf die Medikamente
möglich. Eine gewisse Zeit der Überwachung nach der Infiltration sollte eingehalten werden.
Vorgehen

- Periradikuläre Therapie
Der Patient wird auf dem Bauch auf dem Computertomographie - Tisch gelagert. Die Arme werden nach vorne unter die Stirn gelegt. Anschließend wird auf dem nackten Rücken ein metallener Orientierungdraht in die Mitte der (meistens) Lendenwirbelsäule geklebt. (Die periradikuläre Therapie eignet sich aber auch für Nervenwurzelreizungen der Halswirbelsäule und Brustwirbelsäule).
Schließlich wird mit dem CT (Computertomographie) eine Übersichtsaufnahme der betreffenden Rückenregion gefahren. Der Arzt kann dann anhand dieses Bildes den Ort des krankhaften Nervenwurzelabganges bestimmen. Dieser Bereich wird mit dem CT (Computertomographie) anschließend exakt dargestellt. Ist der gewünschte Nervenwurzelabgang bestimmt, werden die Infiltrationstiefe und die Seitabweichung von der Wirbelsäulenmitte für die Infiltration festgelegt. Als Orientierung dient der zuvor aufgeklebte Draht, der auf dem CT-Schnittbild am Rücken des Patienten als Punkt sichtbar ist. Ein Lichtstreifen, welcher auf den Rücken des Patienten projiziert wird, zeigt dem Arzt nun die Infiltrationshöhe an.
Die bestimmte Seitabweichung vom Orientierungsdraht wird mit dem Lineal ausgemessen und auf der Haut markiert. Nach der Hautdesinfektion erfolgt dann die Lageplatzierung der Nadel (Kanüle). Mit einer die Infiltrationstiefe berücksichtigenden Kanüle wird nun der vorbestimmte Weg zur Nervenwurzel gestochen. Um die korrekte Platzierung zu bestätigen, wird nochmals die Lage der Kanülenspitze zur Nervenwurzel im CT (Computertomographie) dargestellt. Sollte die Kanülenspitze korrekt sein, wird wie oben beschrieben das Gemisch aus einem lokalen Betäubungsmittel und Kortison gespritzt. Sollte der Arzt bei der Kanülenplatzierung abgewichen sein, muss die Kanülenlage korrigiert und wieder kontrolliert werden.
Nach der Infiltration sollte sich der Patient möglichst 2 Stunden hinlegen. Eine Beinschwäche durch die Nervenblockade ist möglich.
Weiterführende Informationen
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