Regelschmerzen was tun?

Synonyme

Behandlung von Regelschmerzen

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Einleitung

Grundsätzlich kann man Regelschmerzen auf drei Ebenen behandeln:

  • medikamentöse Therapie
  • alternative Heilmethoden (z.B. Naturheilkunde)
  • physikalische Maßnahmen (z.B. Wärme)

Medikamentöse Therapie

Therapie bei Regelschmerzen

Bei akuten Regelschmerzen helfen unterschiedliche Schmerzmittel. Krampflösend und dadurch auch schmerzstillend kann Butylscopolamin (Buscopan) verabreicht werden.
Entzündungshemmend, also hemmend auf die Prostaglandinsynthese und damit schmerzstillend wirken alle nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Viele dieser Präparate sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich, sollten aber aufgrund ihrer möglichen Nebenwirkungen zurückhaltend und nicht an mehr als drei aufeinanderfolgenden Tagen eingenommen werden. Vor allem zu empfehlen weil gut verträglich und wirksam bei Regelschmerzen ist Ibuprofen, aber auch Paracetamol oder Naproxen können verwendet werden. Von Acetylsalicylsäure, z. B. in Aspirin enthalten, sollte Abstand genommen werden, da es gleichzeitig die Blutgerinnung hemmt. Besonders bei Frauen mit starker Monatsblutung kann es so zu Komplikationen führen.
Hormonelle Verhütungsmittel, z. B. spezielle Antibabypillen, die Hormonspirale oder Hormonimplantate können sich positiv auf die Regelbeschwerden auswirken, bei vielen Frauen verringern sich die Schmerzen oder verschwinden ganz.
Bei Kinderwunsch, Raucherinnen und Frauen mit Erkrankungen der Blutgerinnung kommt diese Form der Therapie allerdings nicht in Frage. Bei einer zugrundeliegenden Endometriose kommen ebenfalls bestimmte Antibabypillen zur medikamentösen Therapie in Frage.

Alternative Methoden

Die Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) kennt einige traditionelle und seit vielen Jahrhunderten erprobte Pflanzenwirkstoffe. Die Wirkstoffe haben unterschiedliche Angriffspunkte und können somit individuell auf jede Art von Regelschmerzen abgestimmt werden.
Die ätherischen Öle der Kamille wirken krampflösend und entspannend, in Form von Tees oder auch warmen Bädern verschafft die Kamille so eine gute Linderung.
Die beiden Pflanzen Schafgarbe und Gänsefingerkraut mit den enthaltenen ätherischen Ölen und Flavonoide (Schafgarbe) bzw. Gerbstoffen (Gänsefingerkraut) wirken speziell bei krampfartigen Beschwerden von Gebärmutter und Darm. Auch sie können als Tee konsumiert werden, eine Mischung der Wirkstoffe ist ebenfalls möglich.
Bei Wassereinlagerungen empfiehlt sich ein Heiltee aus Brennessel- oder Birkenblättern, der schonend entwässernd wirkt. Lavendel und Melisse, in Form von Tees oder auch ätherischen Duftölen wirken positiv und entspannend auf die Stimmung.
In Apotheken kann eine individuelle Beratung zu pflanzenheilkundlichen Mitteln bei Regelschmerzen stattfinden, dort können auch spezielle Teemischungen bestellt werden.
Auch Mittel der klassischen Homöopathie können eingesetzt werden. Dabei ist von einer Selbstbehandlung jedoch abzuraten. Es ist zu empfehlen, sich von einem Heilpraktiker oder Arzt für Homöopathie individuell beraten zu lassen, da für jede Frau das passende Mittel gefunden werden muss.

Weitere Maßnahmen

Wärmetherapie bei Regelschmerzen

Wärme in jeder Form wirkt krampflösend und lindert die Beschwerden.

  • Wärmeflaschen
  • Dinkelkissen
  • warme Bäder
    oder
  • Infrarotlampen (Wärmelampen)

können Wärme spenden und verhelfen zusätzlich zu körperlicher Entspannung.

Auch Massagen oder Akupressur, die Druckmassage von bestimmten Druckpunkten zur Schmerzlinderung helfen einigen Frauen. Leichte Bewegung wie Spazierengehen oder auch Schwimmen in warmem Wasser z. B. in Thermalbädern wirken sich ebenfalls positiv aus, da die Durchblutung im Unterleib gefördert wird und die Prostaglandine so besser ausgeschwemmt werden können.
Es empfiehlt sich einen Regelkalender zu führen. Dort sollten alle Beobachtungen während des Zyklus eingetragen werden: Die Art und Dauer von Schmerzen und Beschwerden, mögliche Wassereinlagerungen und die Dauer und Stärke der Blutung.
Auch eine morgendliche Temperaturmessung ist zu empfehlen, da die Körpertemperatur zum Zeitpunkt des Eisprungs ansteigt, kann so der Monatszyklus und der eigene Körper besser verstanden werden.


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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 06.05.2012