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Rheuma

Synonyme

Rheumatoide Arthritis (R.A.); chronische Polyarthritis (c.P.), Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis, primär chronische Polyarthritis

Englisch: Rheumatoid arthritis, rheumatism

häufige Tippfehler: reuma, rheumatoide artritis

Erklärung

Unter dem Sammelbegriff Rheuma werden zahlreiche Erkrankungen der Stütz- und Bewegungsorgane, insgesamt ca. 450 verschiedene Formen, zusammengefasst.

Nach Art und Lokalisation der Erkrankung werden unterschieden:


Rheumathemen

Folgende rheumatische Themen sind bereits bei uns erschienen:

Morbus Bechterew

Der Morbus Bechterew ist eine der häufigsten rheumatischen Erkrankungen.
Die entzündlichen Veränderungen beim Morbus Bechterew finden sich vorwiegend im Bereich der Wirbelsäule und an den Kreuz-Darmbein-Gelenken (ISG-Gelenk).
Die Entzündung der Kreuz-Darmbein-Gelenke wird medizinisch auch als Sakroiliitis bezeichnet.
Bei 20-50% der Patienten sind im Verlauf der Erkrankung auch andere Gelenke (z.B. Hüftgelenk und Kniegelenk) befallen.
Weitere Informationen finden Sie unter: Morbus Bechterew

Morbus Crohn

Unter dem Begriff Morbus Crohn (Morbus = Krankheit, Crohn = war der Erstbeschreiber dieser Erkrankung) versteht man eine chronisch- entzündliche Darmerkrankung, die diskontinuierlich (das bedeutet Abschnitthaft) alle Teile des Magendarmtraktes (Gastrointestinaltraktes) betreffen kann.
Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Morbus Crohn

Gicht

Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der es zur Ablagerung von Harnsäurekristallen v.a. in den Gelenken kommt. Dies führt zu rheumatischen Beschwerden, also Entzündungen, Schwellungen und starken Schmerzen in den betroffenen Gelenken, weshalb die Erkrankung Gicht dem rheumatischen Formenkreis zugerechnet wird, obwohl Gicht im eigentlichen Sinne kein Rheuma darstellt.

Rheumatoide Arthritis

Die häufigste, zum rheumatischen Formenkreis (Rheuma) gehörende, entzündliche Gelenkerkrankung ist die sog. (seropositive) rheumatoide Arthritis oder chronische Polyarthritis.

Es handelt sich um eine systemische, d.h. den gesamten Körper betreffende, meist voranschreitende Entzündungskrankheit, welche die von einer sog. Synovialis ausgekleideten Organe (Gelenke, Sehnenscheiden, Schleimbeutel) befällt.

Im Verlauf der Erkrankung kommt es zur Zerstörung von Gelenken und Sehnen, was zu Form- und Achsabweichungen sowie Bewegungseinschränkungen führt.

Der Krankheitsverlauf ist sehr unterschiedlich, in seltenen Fällen kommt es auch zum Befall von Organen außerhalb des Bewegungsapparates (Augen, Haut, Gefäße, Lunge, Herz, Niere oder Magen-Darm-Trakt).

Ca. 1% der Bevölkerung, ohne wesentliche geographische oder rassische Unterschiede, leiden an rheumatoider Arthritis. Frauen sind dreimal häufiger betroffen als Männer.

Männer erkranken meist zwischen dem 45. und 65. Lebensjahr, Frauen zwischen dem 25. und 35. Lebensjahr oder nach dem 50. Lebensjahr.



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Riesenzellartheriitis

Die Riesenzellarteriitis, die auch Ateritis temporalis oder Morbus Horton genannt wird, gehört zu den entzündlichen Erkrankungen der Gefäße. Betroffen sind ausschließlich Aorta und Arterien, nicht aber Venen oder Kapillaren. (Daher auch der Name Arteriitis = Entzündung der Arterien.)
man unterscheidet zwei Formen:

  1. Die klassische Form der Riesenzellateritis stellt eine Entzündung der außen am Kopf verlaufenden Schläfenarterie (lat. A. temporalis) dar.
  2. Die andere Form der Riesenzellateritis befällt bevorzugt die Aorta und ihre großen Äste. Typischerweise wird die gesamte von der Schlüsselbeinregion in den Kopf ziehende Halsschlagader (Ateria carotis) mitsamt den abzweigenden Arterien in den Entzündungsprozess einbezogen. Selten können auch Beinarterien oder Arterien der Eingeweide betroffen sein.