Inhalt:
- Rosskastanie
- Synonyme im weiteren Sinne
- Aesculus hippocastanum in der Homöopathie
- Die Pflanze
- Historie
- Zusammenfassung
- Herstellung
- Therapie und Anwengungsgebiete
- Darreichungsform
- Nebenwirkung und Wechselwirkung
- Hersteller und Handelsnamen
- Phytopharmaka in Deutschland
- Disclaimer / Haftungsausschluss
- Weiterführende Informationen
- Naturheilkundequiz
Rosskastanie
Synonyme im weiteren Sinne
Pflanzliche Synonyme: Die Rosskastanie hat den lateinischen Namen Aesculus hippocastanum. Sie wird auch noch Foppkastanie, Saukastanie, Pferdekastanie, weiße Kastanie, Gichtbaum und wilde Kastanien genannt.
Lateinischer / homöopathischher Name: Aesculus hippocastanum
Englisch: horse chestnut, chestnut, buckeye
Aesculus hippocastanum in der Homöopathie
Die Rosskastanie wird auch als Wirkstoff in der Homöopathie eingesetzt. Mehr hierzu erfahren Sie unter unserem Thema: Aesculus hippocastanum
Die Pflanze

- Rosskastanienbaum
Die Heilpflanze Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) gehört zu der Familie der Hippocastanaceae. Sie ist ein dicht belaubter bis zu 35 m großer, sommergrüner Baum.
Im Frühjahr, von April bis Juni, tragen die Zweige dicke, kegelförmige, weiße Knospen, auch "Kerzen" genannt. Die Blätter bestehen aus fünf bis sieben Fingern.
Im September reifen die kugeligen, glänzend braunen Samen der Rosskastanie in gelb-grünen, stacheligen Kapseln heran und springen, wenn sie reif sind, aus der Schale heraus. Die Samen der Rosskastanie sind nicht zum Verzehr geeignet.
Zur medizinischen Anwendung kommen Extrakte aus den Samen, der Rinde und den Blättern von diesen Heilpflanzen.
Historie
Die ursprüngliche Heimat der Rosskastanie ist der Balkan oder Vorderasien.
Erst im 16. Jahrhundert entdeckte man die ersten Bäume in Griechenland und später in Wien. Da die Früchte der Rosskastanie nur für die Fütterung der Pferde verwendet wurden, erhielt sie entsprechend ihren Namen.
Die Kastanien sind für den Menschen nicht genießbar. Über die medizinischen Eigenschaften der Rosskastanie wurde im Jahr 1896 von einem französischen Arzt das erste Mal berichtet.
Der Wirkstoff wurde erfolgreich bei Hämorrhoiden eingesetzt. In der Volksheilkunde wurde die Rinde früher zur Behandlung von Fieber und Malaria angewendet. Außerdem stellte man aus den Rosskastanienblättern einen Hustentee her.
Der Volksglauben sagte auch, dass zur Vermeidung von Gicht und Rheuma man einige Kastanien in der Hosentasche tragen solle.
Zusammenfassung

- Rosskastanie
Von dem bis zu 35 meterhohen Laubbaum und Heilpflanze Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) werden für die medizinischen Zwecke heute nur noch der getrocknete Samen verwendet.
Früher nutzte man auch die Blätter und die Rinde. Heute werden die Rosskastanien zum großen Teil aus osteuropäischen Ländern importiert.
Der wichtigste pharmakologisch wirksame Inhaltsstoff der Rosskastanie ist Aescin, ein Gemisch aus verschiedenen Triterpensaponinen (Aesculussaponine).
Das Aescin hemmt die körpereigene Produktion von Entzündungsstoffen und reduziert die Aktivität der Enzyme, die die Gefäßwände zersetzen könnten.
Herstellung
Zur medizinischen Anwendung kommen die getrockneten Samen der Rosskastanie. Es werden daraus Extraktionen hergestellt in einem Wasser-Alkoholgemisch.
Die Wirksubstanz Aescin kommt inzwischen in verschiedenen Präparaten vor. Um eine optimale Wirkung zu erreichen sollte die eingenommene Menge Aescin aber etwa 100 mg pro Tag betragen.
Zur äußerlichen Anwendung werden Rosskastanienextrakte in Form von Gels, Salben und Sprays angeboten.
Therapie und Anwengungsgebiete
Zum medizinischen Anwendung kommen Extrakte der Rosskastaniesamen insbesondere zur Behandlung von Beschwerden der Beinvenen.
Das in der Heilpflanze Rosskastanie enthaltene Aescin erhöht den Venentonus und die Fließgeschwindigkeit des Blutes und verhindert so die Bildung von Ödemen (Wasseransammlung im Gewebe).
Schmerzen und Schweregefühl in den Beinen können gemildert werden.
Wissenschaftlich belegt sind die Anwendungen von Rosskastaniensamenextrakten bei chronischen Venenerkrankungen wie:
- Krampfadern
- Schwellungen
- Muskelkrämpfen
- Juckreiz oder
- Schmerzen.
Der Wirkstoff dichtet die Gefäßwände ab. Im umliegenden Gewebe kann sich weniger Flüssigkeit ansammeln und so zu Problemen führen. Nach zwei Wochen ist es möglich, dass sich der Umfang von Füßen und Unterschenkel nach der Einnahme von Rosskastaniensamen reduziert hat.
Detaillierte Informationen zum Thema Krampfadern erhalten Sie auch unter unserem Thema: Krampfadern
Darreichungsform
Die Mehrzahl der Fertigpräparate enthält einen wässrig-alkoholischen Trockenextrakt in Form von:
- Kapseln
- Dragees oder
- Tabletten
, die den Wirkstoff Aescin enthalten. Vorteilhaft sind die Präparate, wenn andere Mittel vom Magen schlecht vertragen werden.
Wichtig für den Therapieerfolg ist der Gehalt an Aescin über den Tag verteilt.
Die empfohlene Menge liegt bei 50 - maximal 150 mg pro Tag (eventuell in "retard" Form).
Neben der Einnahme von Rosskastaniensamenextrakten sollte eine begleitende Therapie mit Kompressionen, Beinwickeln und kalten Beingüssen durchgeführt werden.
Gels und Salben sollten äußerlich nur zur Prophylaxe und Therapie von venösen Stauungen, Prellungen und Blutergüssen (Hämatom) eingesetzt werden, das für die Wirksamkeit keine wissenschaftlichen Erkenntnisse vorliegen.
Nebenwirkung und Wechselwirkung
In Einzelfällen kann es nach der Einnahme von Rosskastaniensamen (Aesculus hippocastanum) zu:
- Juckreiz
- Übelkeit
- Durchfall und
- Magenbeschwerden / Magenschleimhautentzündung
kommen, da die Saponine eine schleimhautreizende Wirkung haben.
Bei Stauungen des lymphatischen Systems oder bei Herzinsuffizienz (Herzschwäche) ist der Rosskastaniensamen nicht wirksam.
Bitte fragen Sie vor der Einnahme des Präparates immer ihren Arzt!!!
Bei innerlicher Anwendung kann es zu Schädigung der Niere kommen.
Teezubereitungen aus Blättern der Rosskastanie oder der Verzehr der Samen kann zu Vergiftungen führen!
Durch den Gehalt an Cumarin und Aescin kann es zu blutgerinnungshemmender Wirkung kommen.
Vorsicht daher bei gleichzeitiger Einnahme von Marcumar oder Aspirin!!
Außerdem können allergische Reaktionen bei der Einnahme von Rosskastaniensamen nicht ausgeschlossen werden.
Bei Schwangerschaft und Stillzeit sollte auf jeden Fall der Arzt befragt werden.
Hersteller und Handelsnamen
Hersteller sind beispielhaft genannt und wurden nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Wir haben mit keinem Hersteller eine persönliche Verbindung!
Venostasin ® | Menge | Preis in € |
Gel | 40 ml | 6,45 € |
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Creme | 50 gr | 6,95 € |
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retard Kapseln | 20 | 12,40 € |
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Stand: Januar 2006
Phytopharmaka in Deutschland
Die Liste der umsatzstärksten Pflanzenpräparate führte mit Abstand die Ginkgo an:
- Ginkgo
- Johanniskraut
- Teufelskralle
- Rosskastanien
- Artischocke
- Mariendistel
- Brennnessel
- Umckaloabo
- Weißdorn
- Efeu
Eine Liste aller Heilkräuter / Heilpflanzen, die wir bereits veröffentlicht haben finden Sie unter: Medikamente A-Z.
Disclaimer / Haftungsausschluss
Bitte beachten Sie, dass wir in allen unseren Texten keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit erheben. Durch aktuelle Entwicklungen können die Angaben ggf. veraltet sein.
Alle Angaben stellen nur Auszüge dar, daher können wichtige Informationen nicht genannt sein.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass alle Medikamente nie selbständig und ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt abgesetzt, angesetzt oder verändert werden dürfen.
Weiterführende Informationen
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- Aesculus hippocastanum (Einsatz der Rosskastanie in der Homöopathie)Magenschleimhautentzündung
- Magenschleimhautentzündung
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- Herzschwäche
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- Marcumar
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