Rotatorenmanschette

Synonyme

Supraspinatussehne, Schultermuskulatur, Musculus supraspinatus, Muskulus supraspinatus, Musculus infraspinatus, Musculus teres minor, Musculus infraspinatus

Englisch: rotator cuff

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Behandlung der Rotatorenmanschettenruptur im Orthopaedicum Frankfurt

Das Schultergelenk gehört zu den kompliziertesten Gelenken des menschlichen Körpers. Daher erfordert die Behandlung der Rotatorenmanschettenruptur viel Erfahrung.

Dr. Nicolas Gumpert (Buchautor von drei Büchern über die optimale Behandlung von Schultererkrankungen und Gründer dieses Internetportals) und sein Kollegen behandeln im Orthopaedicum Frankfurt sehr viele Schultererkranungen auf konservative und operative Weise.

Welche Therapieoption die langfristig besten Ergebnisse erzielt, kann nur nach Zusammenschau aller Informationen (Untersuchung, Röntgenbild, Ultraschall, MRT, etc.) beurteilt werden.

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Rotatorenmanschettenruptur im Orthopaedicum Frankfurt
Dr. Nicolas Gumpert (konservativ)
Dr. Michael Kuhn (operativ)
Oeder Weg 2-4
60318 Frankfurt am Main
Tel.: 069 558098

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Anatomie

Als Rotatorenmanschette bezeichnet man eine funktionell wichtige Muskelgruppe der Schulter, die am Schulterblatt (Scapula) ihren Ursprung hat sich dabei wie eine Manschette rund um den Oberarmkopf legt und für die Drehung und Hebung des Armes mitverantwortlich ist.

Man unterscheidet bei der Rotatorenmanschette den

  • Musculus subscapularis
  • Musculus supraspinatus
  • Musculus infraspinatus
  • Muskulus teres minor.

Der Musculus subscapularis entspringt von der Vorderseite des Schulterblattes (Fossa subscapularis der Scapula) und setzt an der Vorderseite des Oberarmkopfes (Tuberculum minus) an. Spannt er sich an, wird der Oberarm nach innen gedreht (stärkster Oberarm - Innendreher) und an den Körper herangezogen (adduziert).

Der Musculus supraspinatus entspringt am oberen Anteil der Rückfläche des Schulterblattes (Fossa supraspinata der Scapula) und zieht unter dem Schulterdach hindurch zum seitlichen Oberarmkopf (Tuberculum majus). Seine Funktion ist die des seitlichen Armhebers, insbesondere in der Startphase der Bewegung, bei am Körper anliegenden Armen. Geringer wirkt er auch bei der Außendrehung des Armes mit.

Der Musculus infraspinatus entspringt am unteren Anteil der Rückfläche des Schulterblattes (Fossa infraspinata der Scapula) und zieht ebenfalls zum Tuberculum majus des Oberarmkopfes, etwas hinter dem Musculus supraspinatus. Er ist der stärkste Außendreher des Oberarmes.

Der Musculus teres minor hat seinen Ursprung am Seitenrand des Schulterblattes (Margo lateraris der Scapula). Auch er zieht zum Tuberculum majus. Funktionell ist er ein schwacher Außendreher des Oberarmes. Außerdem wirkt er beim Heranziehen des Oberarmes an den Körper mit.

Funktion

Die Funktion für die Armbewegung eines jeden an der Rotatorenmanschette beteiligten Muskels wurde schon beschrieben. Die Rotatorenmanschette ist also äußerst wichtig für die Beweglichkeit des ganzen Armes. Zusammen mit anderen Muskeln verleiht die Rotatorenmanschette dem Schultergelenk den größten Bewegungsspielraum aller Gelenke des Menschen.

Darüber hinaus spannt ein jeder Muskel der Rotatorenmanschette die Gelenkkapsel des Schultergelenkes an.

Wegen der geringen knöchernen Führung des Schultergelenkes und des schwachen Bandapparates, wird die Sicherung des Schultergelenkes vor allem von der Rotatorenmanschette und dem Musculus deltoideus übernommen. Zusammen bewirken sie, dass der Oberarmkopf in der Gelenkpfanne gehalten wird.

Abbildung Schultergelenk

  1. Schlüsselbein / Clavicula
  2. Schulterdach (Acromion)
  3. Raum zwischen Oberarm- kopf und Schulterdach
  4. Oberarmknochen / Humerus
  5. Schultergelenk (Articulatio glenohumerale)

Erkrankungen

Im Gegensatz zu anderen großen Gelenken des Körpers wird das Schultergelenk hauptsächlich durch seine Weichteile (Muskulatur, Bänder, Gelenkkapsel) geführt und stabilisiert. Der Kontakt des großen Oberarmkopfes (Humerus) zur Schultergelenkpfanne (Glenoid) ist nur gering. Aufgrund dieser enormen Belastungen finden sich Erkrankungen des Schultergelenkes gehäuft im Bereich der Rotatorenmanschette.

Besonders häufig betroffen ist der Muskulus Supraspinatus der unter dem Schulterdach hindurch zum Oberarmkopf zieht. Bei Armbewegungen über die Horizontale kommt es zu einer Schulterdachenge für diesen Muskel, weil der Oberarmkopf beim Armanheben nach oben unter das Schulterdach steigt. Durch eine anlagebedingte oder verschleißbedingt erworbene Schulterdachenge kann es zum Krankheitsbild des Impingementsyndroms kommen. Gemeint ist damit das wiederholte Einklemmen der Supraspinatussehne unter dem Schulterdach, was eine Entzündung der Sehne und des dort befindlichen Schleimbeutels (Bursitis subacromialis) zur Folge hat. Ist die Belastungsfähigkeit der Supraspinatussehne überschritten, kann sie ohne adäquate Verletzung reißen (Supraspinatussehnenruptur / Rotatorenmanschettenriss).

Durch eine chronische Schädigung kann sich auch Kalk in der Supraspinatussehne ablagern, aber auch in anderen Sehnen der Rotatorenmanschette. Man spricht dann von dem Krankheitsbild einer Tendinitis calcarea.

Abbildung Schulter

  1. Schulterdach (Acromion)
  2. Ausgedünnte Supraspinatussehne
  3. Oberarmkopf / Humerus
  4. Schultergelenk (Articu- lation glenohumerale)
  5. Muskelbauch des Suprasinatusmuskels
    (Musculus supraspinatus)

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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 12.12.2011