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Therapie eines Schenkelhalsbruchs
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Therapie Schenkelhalsbruch
Eine Schenkelhalsfraktur / Schenkelhalsbruch muss in den allermeisten Fällen operativ versorgt werden. Selten ist der Bruch derart stabil eingestaucht, dass eine konservative Behandlung möglich ist. Aber auch wenn ein Schenkelhalsbruch stabil ist, so kommt für die meisten älteren Patienten eine 3-monatige Entlastungszeit des Beines nicht in Frage. Die dadurch entstehende Immobilisation führt in vielen Fällen zu lebensgefährlichen Komplikationen wie einer
Deshalb bleibt die konservative Therapie den seltenen jungen Patienten vorbehalten, die auch unter völliger Entlastung eines Beines mobilisiert werden können.
Prinzipiell wird unterschieden zwischen den Hüftkopf erhaltenen oder ersetzenden Operationen. Hüftkopf erhaltende Operationen sollten möglicht schnell durchgeführt werden (innerhalb von 6 Stunden nach dem Unfallereignis), um der Gefahr eines Hüftkopfsterbens vorzubeugen.
Hüftkopf erhaltende Therapieoptionen sind:
- Verschraubung: Drei Schrauben werden durch den Schenkelhals des Oberschenkelknochens in den Hüftkopf eingebracht. Die knorpelige Hüftkopfoberfläche wir dabei nicht durchbrochen. Die Schrauben sollten möglichst parallel zueinander liegen und das Schraubengewinde nicht die Bruchlinie durchkreuzen, damit der Schenkelhalsbruch sich unter Belastung einstauchen kann.
Vorteil: Schnelle Operation. Wenig Weichteilverletzung. Hüftkopf und damit das natürliche Hüftgelenk bleiben erhalten.
Nachteil: Bei schlechter Knochensubstanz (Osteoporose) Abrutschen der Fraktur oder Falschgelenkbildung (Pseudarthrose) möglich. Sofortige Vollbelastung nicht möglich.
- Dynamische Hüftschraube (DHS): Eine Metallplatte-Schrauben-Konstruktion wird an den Oberschenkel befestigt. Die Schraube verläuft durch den Schenkelhals in den Hüftkopf und hat die Fähigkeit wie ein Teleskop zu gleiten, wodurch ein Stauchungseffekt im Bruchbereich hervorgerufen wird.
Vorteil: Schnelle Operation. Hüftkopf und damit das natürliche Hüftgelenk bleiben erhalten.
Nachteil: Abrutschen der Fraktur möglich. Sofortige Vollbelastung nicht möglich. Häufiger Hüftkopfnekrosen.
- künstliches Hüftgelenk: Bei geriatrischen Patienten mit schlechter Knochensubstanz, vorbestehender Hüftgelenksarthrose und absehbaren Schwierigkeiten bei der Mobilisation kann primär die Einpflanzung einer Hüftprothese angezeigt sein.
Vorteil: Sofortige schmerzadaptierte Vollbelastung möglich. Leichtere Frühmobilisation. Kein Abrutschen des Bruches oder Hüftkopfsterben möglich.
Nachteil: Größere Operation. Größere Weichteiltraumatisierung. Bei Prothesenlockerung Wechseloperation notwendig.
Komplikationen
Komplikationen bei operativer Therapie des Schenkelhalsbruch:
- Gefäß- Sehnen- und Nervenverletzungen
- Thrombose/ Lungenembolie
- Infektion
- Abrutschen der Fraktur
- Implantatlockerung
- Falschgelenkbildung (Pseudarthrose)
- Hüftkopfnekrose
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