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Schienbein, Tibia
Synonyme
Schienenbein, Tibiaplateau, Tuberositas tibiae, Innenknöchel (Maleolus medialis), Schienbeinkopf, Tibiakopf
Englisch: shin, tibia
Typischer Tippfehler: Schienenbein
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Anatomie

- Abbildung rechter Unterschenkel
Das Schienbein (Tibia) bildet mit dem Wadenbein (= Fibula) den knöchernen Anteil des Unterschenkels.
Das Wadenbein findet man auf der Außenseite des Unterschenkels, während sich das Schienbein am Kniegelenk mittig befindet (vergleiche auch unten stehende Röntgenbilder)
Das Schienbein verbreitert sich zum Kniegelenk hin zum Schienbeinkopf (= Tibiakopf). Der Schienbeinkopf hat an seiner Oberseite zwei kleine Einmuldungen, in der die Gelenkknorren (= Kondylen) des Oberschenkelknochens (= Femur) aufgenommen werden.
Direkt unterhalb des Kniegelenkes kann man auf der Vorderseite des Schienbeines eine geringe Knochenerhöhung tasten. Diese Knochenerhöhung wird medizinisch als Tuberositas tibiae bezeichnet. An der Tuberositas tibiae setzt die Kniescheibensehne (= Patellasehne) an.
Der Schaft des Schienbeines ist dreikantig.
Zum Sprunggelenk hin verbreitert sich das Schienbein und bildet den wesentlichen Anteil der Gelenkfläche des oberen Sprunggelenkes und des Innenknöchels.
Röntgenbild rechtes Knie(von vorne aufgenommen):
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Röntgenbild rechtes oberes Sprunggelenk(von vorne aufgenommen):
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Funktion
Das Schienbein (Tibia) übernimmt fast vollständig die Tragefunktion, indem es das Gewicht vom Kniegelenk auf das obere Sprunggelenk überträgt.
Das Schienbein bildet den wesentlichen Anteil des Kniegelenkes und des oberen Sprunggelenkes.
Abbildung Kniegelenk
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Erkrankungen
Die häufigste Erkrankung des Schienbeines ist die Arthrose vom Kniegelenk (= Gonarthrose, Kniearthrose).
Der Innenknöchelbruch ist ebenfalls eine häufige Erkrankung, die fast immer mit einem Bruch des Außenknöchels (= Fibulafraktur; Weber-Fraktur) kombiniert ist.
Als weitere Kombinationsverletzung gibt es die Volkmann-Verletzung oder auch Volkmann Dreick genannt. Hierbei bricht die Hinterkante des Schienbeins am oberen Sprunggelenk.
Ein Schienbeinschaftbruch (= Tibiaschaftfraktur) ist verhältnismäßig selten, muss jedoch wie die Tibiakopffraktur (= Schienbeinkopfbruch) achsgenau rekonstruiert werden, da bruchbedingte Fehlstellungen zu Folgeproblemen, wie beispielsweise Arthrose, führen können.
Einen Schienbeinschaftbruch ist häufig bei Sportlern zu sehen. In der Regel liegt hier ein sogenannter Ermüdungsbruch des Schienbeins (Stressfraktur) vor.
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