Inhalt:
- Schnelligkeit
- Synonyme im weiteren Sinne
- Definition
- banner Forum Laufanalyse
- Elementare Schnelligkeitsfähigkeiten
- Komplexe Schnelligkeitsfähigkeiten
- Reaktionsschnelligkeit
- Schnellkraft
- Sprintschnelligkeit
- Schnelligkeitsausdauer
- Koordination und Schnelligkeit
- Trainingsmethoden
- weitere Informationen
- Sportmedizinquiz
Schnelligkeit
Synonyme im weiteren Sinne
Sprintkraft, Sprintschnelligkeit, Schnellkraft, Reaktionsschnelligkeit, Aktionsschnelligkeit,
englisch: speed
Definition
Schnelligkeit als konditionelle Fähigkeit, neben Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit ist definiert als diejenige Fähigkeit auf einen Reiz aus der Umwelt schnellstmöglich zu reagieren und in Bewegungsschnelligkeit umzusetzen. Bewegungsformen können in Form von azyklischen Bewegungsformen (Aufschlag im Tennis ), zyklischen Bewegungsformen (100 Meter Sprint) und Bewegungskombinationen (Sportspielen/ Handball) auftreten. Physikalisch wird die Schnelligkeit gemessen mit Geschwindigkeit als Resultat der Strecke pro Zeit.
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Elementare Schnelligkeitsfähigkeiten
Unterschieden werden die elementaren Schnelligkeitsfähigkeiten in Aktionsschnelligkeit und Frequenzschnelligkeit. Beim ersten handelt es sich um die Fähigkeit azyklische Bewegungen (Handball, Schlagwurf) möglich schnell auszuführen. Letzteres bezieht sich auf die Fähigkeit zyklische Bewegungen (100 Meter Sprint) möglichst schnell zu absolvieren.
Komplexe Schnelligkeitsfähigkeiten
Reaktionsschnelligkeit
Die Reaktionsschnelligkeit ist die Zeit die vom Setzen eines Signals bis zum Bewegungsbeginn vergeht. Als Beispiel beim 100 Meter Lauf ist es die Zeit vom Startschuss bis zum Abdruck mit dem Fuß vom Startblock. Die Reaktionsschnelligkeit wird auch als Reaktionszeit bezeichnet. Reize aus der Umwelt können akustisch, optisch oder taktil auftreten. Auf letztere reagiert der menschliche Körper am schnellsten. siehe Reaktionsfähigkeit in koordinative Fähigkeiten.
Schnellkraft
Die Schnellkraft wird definiert als eine Fähigkeit, in einer bestimmten Zeit einen möglichst großen Impuls zu erzeugen. Abhängig ist die Schnellkraft von der Startkraft und der Explosivkraft. Startkraft ist der Kraftwert, der nach 50 ms erreicht wurde. Die Explosivkraft ist der maximale Kraftanstieg in der Kraft/ Zeit Kurve. Bei Schnellablaufenden Bewegungen (unter 200ms sind diese Start und Explosivkraft leistungsbestimmend. Steht mehr Zeit bei der Bewegung zur Verfügung ist die Maximalkraft leistungsdeterminierend. Unterschieden wird die Schnellkraft in statische Schnellkraft und konzentrische Schnellkraft.
Sprintschnelligkeit
Die Sprintschnelligkeit ist die Fähigkeit, komplexe, zyklische Bewegungsformen mit höchster Geschwindigkeit gegen auftretende Widerstände auszuführen. Leistungsbestimmend für eine Sprintschnelligkeit sind neben der genetischen Konstitution, Lernbedingte Faktoren, das Beherrschen der richtigen Technik die neuromuskulären Faktoren. Neuronale Steuerungs- und Regelungsprozesse, Reizleitungsgeschwindigkeit, Vorinnervation, inter- und intramuskuläre Koordination zählen hierbei zu den wichtigsten.
Schnelligkeitsausdauer
Die Schnelligkeitsausdauer bei zyklischen Bewegungen ist die Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdungsbedingten Geschwindigkeitsverlust bei maximaler Kontraktionsgeschwindigkeit. In der Sportpraxis beschäftigt sich die Schnellkraftausdauer mit der Phase der gleichbleibenden Geschwindigkeit und der Phase der negativen Beschleunigung. Die Schnelligkeitsausdauer spielt bei Bewegungen ab 6 bis 20 Sekunden die entscheidende Rolle und ist abhängig von der anaeroben Kapazität. Sowohl alaktazide Prozesse als auch eine hohe Laktatbildungsrate und Laktattoleranz sind für die Schnelligkeitsausdauer leistungsbestimmend.
Diese vier Erscheinungsformen der Schnelligkeit sind Determinanten des 100 Meter Sprints. Vom Startschuss bis zur Bewegung ist die Reaktionsschnelligkeit bestimmend. Zur maximalen Kraftentfaltung die Schnellkraft (Sprintkraft). Die Sprintschnelligkeit dient der Entfaltung bis zur maximalen Geschwindigkeit und die Schnelligkeitsausdauer (Sprintausdauer) zögert den ermüdungsbedingten Geschwindigkeitsverlust möglich lange hinaus.
Koordination und Schnelligkeit
Um eine gewünschte Schnelligkeit zu erzielen müssen koordinative Aspekte mit berücksichtigt werden. Koordination ist das Zusammenwirken von Zentralnervensystem und Skelettmuskulatur bei willkürlichen Bewegungen. Da die Schnelligkeit durch hohe Bewegungsgeschwindigkeiten mit perfekter Technik erreicht wird und die Reaktion eine elementare Fähigkeit darstellt ist ein Verzicht auf Koordination im Schnelligkeitstraining nicht möglich.
Weitere Informationen finden Sie unter: koordinative Fähigkeiten
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Trainingsmethoden
Die Schnelligkeit spielt in fast allen Sportarten eine entscheidende Rolle. Sie ist jedoch in den einzelnen Disziplinen spezifisch ausgeprägt. So müssen Sportler beim Fußball aufgrund größerer Spielfeldverhältnisse andere Sprintfähigkeiten entwickeln als Tennis oder Badmintonspieler. Beim Schwimmen ist aufgrund der Beteiligung anderer Muskelgruppen wiederum ein anderes Training der Schnelligkeit erforderlich.
Der Erwerb der Schnelligkeit stellt sich als äußerst schwierig dar, und Bedarf professionelle Unterstützung. In reinen Schnelligkeitssportarten (Laufdisziplinen) müssen alle oben genannten Formen der Schnelligkeit berücksichtigt werden, wobei beispielsweise eine Reaktionsschnelligkeit nicht im gleichen Maße trainierbar ist wie die Schnellkraft. Diese wiederum mehr auf genetisch bedingte Faktoren zurückzuführen ist als die Schnelligkeitsausdauer.
In Sportspielen ist die Entwicklung der Schnelligkeit immer abhängig von der Distanz, die im Spielfeld zurückgelegt wird. Wichtig ist hierbei, dass äußeren Faktoren, wie z.B. einen Tennisschläger in der Hand halten mit einbezogen werden müssen.
Angewandte Trainingsmethoden zum Training der Schnelligkeit sind Wettkampf, Intervall und Wiederholungsmethode. Die Belastungsdauer liegt zwischen 5 und 8 Sekunden mit ausreichender Regeneration in den Pausen.
Trainingsmethoden finden sie unter Ausdauer.
weitere Informationen
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