Inhalt:
Schulterblatt
Synonyme
Medizinisch: Scapula
Schulterblatt, Scapula, Skapula
Englisch: shoulder blade
Lesen Sie auch:
Anatomie

- dorsale Ansicht des Schulterblatts
Das Schulterblatt (Scapula) ist ein flacher, dreieckiger Knochen und die Verbindung zwischen oberer Extremität und Rumpf. Unterteilt wird das Schulterblatt rückseitig durch eine knöcherne Leiste (Spina scapulae), die nach vorne hin in einen knöchernen Vorsprung (Akromion) endet. Das Akromion bildet zusammen mit dem Schlüsselbein (Clavikula) das Schultereckgelenk (Akromio - Klavikulargelenk / AC-Gelenk). Ein weiterer wichtiger Fortsatz des Schulterblattes ist das Korakoid / Coracoid. Dieses endet unterhalb des Akromions und ist ein wichtiger Ansatzpunkt für Muskeln und Bänder zur Stabilität und Funktion von Schultereckgelenk und Schultergelenk.
Seitlich am Schulterblatt befindet sich als gelenkbildende Struktur und Widerlager des Oberarmkopfes die Schultergelenkpfanne (Glenoid).
Das Schulterblatt dient ferner hin der Rotatorenmanschette als knöcherner Ursprung. Als Rotatorenmanschette bezeichnet man eine muskuläre Einheit, die für die Bewegung, insbesondere die Drehung des Armes, von besonderer Bedeutung ist. Viele weitere Muskeln fixieren das Schulterblatt flexibel am Rumpf.
Muskeln, die am Schulterblatt ansetzen:
Rückseitig:
- Musculus levator scapulae
- Musculus rhomboideus major
- Musculus latissimus dorsi
- Musculus trapezius
- Musculus supraspinatus
- Musculus infraspinatus
Vorderseitig:
- Musculus pectoralis minor (Coracoid)
- Musculus biceps brachii (Coracoid, kurze Bizepssehne)
- Musculus subscapularis
- Musculus deltoideus
Abbildung Schulterblatt
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Funktion
Das Schulterblatt dient als Ursprung vieler Muskeln und ist für die Bewegung und Aufhängung des Armes von großer Bedeutung. Eine Bewegung des Armes im Schultergelenk allein ist nur bis circa zu Horizontalen möglich. Bei Bewegungen darüber hinaus dreht sich das Schulterblatt nach innen mit.
Erkrankungen
Erkrankungen des Schulterblattes selbst sind selten. Manchmal kommt es durch einen schweren Sturz auf den Rücken zu einem Bruch des Schulterblattes, welches meistens konservativ (nicht operativ) versorgt werden muss. In Extremfällen, beispielsweise nach Rasanztraumen im Rahmen von Autounfällen kann es zur gleichzeitigen Fraktur des Schulterblatthalses und des Schlüsselbeines kommen. Die Folge ist eine instabile Schulteraufhängung und die Notwendigkeit der operativen Intervention.
Führend bei den Erkrankungen des Schulterblattes sind jedoch Erkrankungen der ansetzenden Muskulatur und Bandapparates (Bizepsmuskel, Rotatorenmanschette, Schultereckgelenk). Die bekanntesten und häufig vorkommenden Krankheitsbilder sind das Impingementsyndrom und der Rotatorenmanschettenriss.
Bei einer Verletzung des Nervus thoracicus internus kommt es zu einer das Schulterblatt stabilisierenden Lähmung des Muskulus serratus anterius mit typischem Abstehen des Schulterblattes (Scapula alata).
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