Schwangerschaftsstreifen entfernen

Synonyme im weiteren Sinne

Dehnungsstreifen, Striae distensea, Striae gravidarum, Striae rubrae

Englisch: stretch marks, striae, striation of pregnancy

Lesen Sie auch:

Therapie

Schwangerschaftsstreifen entfernen

Da Schwangerschaftsstreifen nicht mehr entfernt werden können, wenn sie einmal da sind, sollte man vor allem vorbeugend aktiv werden. Das Ziel einer Therapie kann später nur noch darin bestehen, die Narbenbildung positiv zu beeinflussen. Dies kann zum einen durch gezielte Körperpflege der betroffenen Regionen, zum Beispiel durch Eincremen, erfolgen oder in schwerwiegenderen Fällen auch durch eine Lasertherapie oder eine Kryotherapie (Kältebehandlung) geschehen.

Außerdem fördern auch regelmäßige sportliche Aktivitäten, Bindegewebsmassagen und Wechselduschen die Verbesserung des Hautbildes. Eine medikamentöse Behandlung ist nicht möglich.

Prophylaxe

Schwangerschaftsstreifen vorbeugen

Da Schwangerschaftsstreifen sich nie wieder vollständig zurückbilden und sich somit nur schwer entfernen lassen, sobald sie einmal entstanden sind, liegt das Augenmerk vor allem in der Vorsorge, sodass sie gar nicht erst entstehen oder wenn doch, zumindest in einer weniger ausgeprägten Form.
Ob und in welchem Ausmaß die Schwangerschaftsstreifen sich während der Schwangerschaft entwickeln, hängt nämlich auch von vielen Faktoren ab, auf die man keinen Einfluss nehmen kann: Zum Beispiel, wie stark das Bindegewebe ist oder ob man Mehrlinge oder ein sehr großes Baby erwartet, was beides zu einer verstärkten Gewichtszunahme führt, die das Risiko für Schwangerschaftsstreifen erhöht.

Letztlich beginnt die Prophylaxe schon viel früher im Leben, aber spätestens ab einer gesicherten Schwangerschaft sollte man beginnen, aktiv etwas dafür zu tun, um die Haut auf die bevorstehende Dehnung vorzubereiten, also entsprechend schon deutlich vor dem Zeitpunkt, an dem äußerliche Veränderungen bereits sichtbar werden. Der entscheidende Punkt dabei ist, dass die Elastizität der Haut gefördert wird. Diese ist nämlich in der Zeit während der Schwangerschaft vermindert, weshalb das Bindegewebe leichter reißt und einer besonderen Pflege bedarf.

Hinweis

Zu 100 Prozent lassen sich die Schwangerschaftsstreifen auch durch Vorbeugemaßnahmen leider nicht verhindern und nur zum Teil entfernen.

Soweit es möglich ist, sollte das Bindegewebe keinen außergewöhnlichen Belastungen ausgesetzt werden, so helfen zum Beispiel stützende BHs, das Bindegewebe zu entlasten.

Der erste wichtige Bereich zur Vorsorge ist ein gesunder Lebensstil, der Sport und Ernährung betrifft.
Frauen, die vor und auch während der Schwangerschaft sportlich aktiv sind, sind seltener von Schwangerschaftsstreifen betroffen als andere. Geeignete Sportarten sind vor allem Gymnastik und Schwimmen.
Außerdem hilft es, wenn man sich gesund ernährt. Das bedeutet zum einen vitaminreiche Kost, wobei besonders auf Vitamin-E -reiche Kost wert gelegt werden sollte, bei Schwangeren rechnet man mit einem Tagesbedarf von etwa 13 mg.
Vitamin E befindet sich in hohen Dosen in Nüssen, Keimen und Ölen. Zum anderen sollte man auf sein Gewicht achten und versuchen, nicht zu viel zuzunehmen. Der Normbereich der Gewichtszunahme während einer Schwangerschaft liegt zwischen zehn und fünfzehn Kilo und sollte möglichst nicht überschritten werden. Eine weitere wichtige Rolle spielt die Körperpflege. Die Haut, vor allem am Bauch, sollte täglich mit einem Hautöl eingerieben werden. Hierzu eignen sich insbesondere verschiedene Cremes und Öle wie Jojobaöl, Vitamin E enthaltendes Weizenkeimöl und Mandelöl.
Diese Öle machen die Haut elastisch und geschmeidig, schützen sie vor dem Austrocknen und versorgen sie gleichzeitig mit Vitaminen. Kalte Duschen bzw. Wechselduschen kurbeln den Kreislauf an und straffen ebenfalls die Haut. Extrem wichtig sind darüber hinaus regelmäßige Massagen, die idealerweise nach dem Duschen durchgeführt werden, solange die Haut noch ein wenig feucht ist. Hierbei eignet sich vor allem die sogenannte Zupfmassage. Bei dieser wird die Durchblutung angeregt und das Bindegewebe wird gelockert.
Zuerst wird die Creme oder das Körperöl an der gewünschten Stelle der Haut verteilt. Dann nimmt man ein kleines Stück der Haut zwischen Daumen und Zeigefinger, zieht sie ein wenig hoch und lässt dann sofort wieder los. Diesen Vorgang wiederholt man an allen Stellen der Problemzonen. Ab dem 3. Schwangerschaftsmonat ist es sinnvoll, diese Massagetechnik zweimal täglich anzuwenden, da sie nur bei regelmäßiger Durchführung die gewünschten positiven Effekte erzielen kann.
Es ist zu beachten, dass die Haut über dem Schambein hierbei ausgespart werden sollte, um die Gebärmutter zu schonen und ab zwei Wochen vor dem erwarteten Geburtstermin sollte sie dann eingestellt oder nur noch sehr behutsam ausgeführt werden, um keine vorzeitigen Wehen auszulösen. Alternativen stellen die Massage mit feinen Trockenbürsten oder mit dem Sisal-Handschuh dar. Diesen benutzt man unter der Dusche, indem man mit ihm kreisende Bewegung um den Bauchnabel ausführt und die Haut anschließend gut einölt oder eincremt.

Am besten ist es, sich die verschiedenen Massagetechniken einmal vom Frauenarzt oder der Hebamme vorführen zu lassen.


Selbsttest Risikoschwangerschaft

Wie hoch ist Ihr Risiko einer Risikoschwangerschaft?
Beantworten Sie dazu 15 kurze Fragen und erhalten Sie Ihr persönliches Risikoprofil.
Hier gehts direkt zum Selbsttest Risikoschwangerschaft


Schwangerschaftsquiz online

Testen Sie Ihre Kenntnis rund um das Thema der Schwangerschaft.
Beantworten Sie dazu 30 Fragen. Hier gehts direkt zum Quiz Schwangerschaft

oder wollen Sie nicht? Dann machen Sie unser Verhütungsquiz

Weitere Informationen zu diesem Thema

Weitere Informationen aus dem Gebiet der Schwangerschaft:

Eine Übersicht aller Themen der Gynäkologie finden Sie unter: Gynäkologie A-Z

Das könnten Sie jetzt auf Dr-Gumpert.de machen!

Unser Buch bestellen

Ins Forum gehen

Selbsttest

Zum Quiz

Dr-Gumpert.de auf Facebook

Dr-Gumpert.de auf Facebook

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Das ganze Dr-Gumpert.de Team, das diese Seite mit viel Engagement in knapper Freizeit betreut, bedankt sich bei allen Unterstützern.

Wenn Ihnen dieses Seite gefallen hat, drücken Sie:

Und zuletzt unterstützen Sie uns, wenn Sie uns mit dem "Google Plus One Button" positiv bewerten:





Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 15.05.2012