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Sick-Sinus-Syndrom
Synonyme im weitesten Sinne
Sinusknotensyndrom , bradykarde Herzrhythmusstörung,
Bradykardie-Tachykardie-Syndrom
Definition
Der Sinusknoten ist nicht in der Lage, Potentiale in einer ausreichenden Frequenz hervorzurufen und / oder an den AV-Knoten weiterzuleiten.
Ursache: Bei einer Sinusknotenerkrankung liegt entweder eine Störung der Funktion der Schrittmacherzellen vor oder eine Blockierung des Reizleitungssystems, so dass die elektrischen Potentiale nicht zum AV-Knoten gelangen.
Symptome
Die Symptome ähneln denen des AV-Blocks 2. und 3. Grades.
Hier geht es zu den Symptomen: AV-Block
Ursachen
Das Sick-Sinus-Syndrom betrifft v.a. ältere Patienten und ist nur in einem Teil der Fälle auf organische Herzerkrankungen zurückzuführen. Oft ist die Einnahme bestimmter Medikamente, die sich verlangsamend auf den Herzschlag auswirken eine potenziell reversible Ursache. Solche Medikamente wären z.B. Digitalis-Präparate, die oft bei Herzinsuffizienz (Herzschwäche) angewendet werden oder Antiarrhythmika. Es kommen jedoch auch weitere Substanzen in Betracht.
Bradykardie-Tachykardie-Syndrom
Eine Sonderform des Sinusknotensyndroms ist das Bradykardie-Tachykardie-Syndrom.
Synonym: Paroxymale supraventrikuläre Tachykardie.
Definition
Nach dem Auftreten der Tachykardie (krankhaft schneller Puls) folgt eine asystolische Pause (kein Herzschlag) bis der dann bradykarde Sinusrhythmus (langsamer Herzschlag) wieder einsetzt. Es ist also eigentlich ein ständiger Wechsel zwischen einem zu schnellen und zu langsamen Rhythmus.
Hinweis: Bradykardie-Tachykardie-Syndrom
Das Bradykardie-Tachykardie-Syndrom tritt häufiger bei jungen Menschen auf.
Symptome
In den tachykarden Phasen: Herzklopfen, Dyspnoe (Luftnot), Angina pectoris (Beklemmungsgefühle des Herzens)
In den bradykarden (langsamen) Phasen: Schwindel, Synkopen (Ohnmachtsanfälle) und Adam-Stokes-Anfälle (s.o.)
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Diagnose
Zur Diagnose wird das Langzeit-EKG herangezogen. Es dient neben der Erfassung der erniedrigten Herzfrequenz auch der Quantifizierung der Störung, also zum Abschätzen des Ausmaßes der Arrhythmie.
Auch mittels des Belastungs-EKG kann die Diagnose gestellt werden. Dort zeigt sich, dass bei der Ergometerbelastung eine Unfähigkeit besteht über 70 % des altersgemäßen Frequenzanstieges zu erreichen.
Therapie
Eine Therapie des Sick-Sinus-Syndroms ist nur notwendig, wenn es zu Symptomen der Bradykardie (sehr langsamer Herzschlag) wie z.B. Adam-Stokesanfällen (Ohnmachtsanfälle) kommt.
Ist dies der Fall ist die Methode der Wahl eine Schrittmachertherapie. Hierbei finden vor allem vorhofbeteiligte Systeme (AAI, DDD) Verwendung. Besteht der Verdacht, dass eingenommene Medikamente für die Verlangsamung der Frequenz verantwortlich sind, sollten diese zuerst abgesetzt werden.
Beim Tachykardie-Bradykardie-Syndrom kommen neben der Schrittmachertherapie auch antiarrhythmetische Medikamente zum Einsatz.
Prognose
Die Prognose ist gut. Sind Medikamente der Grund für die Krankheit ist die Lebenserwartung nicht vermindert. Ansonsten bestimmt die auslösende Grunderkrankung die Lebenserwartung.
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Weiterführende Informationen
Weitere Informationen zum Thema Herzrhythmusstörung, darunter bestimmte Formen und therapeutische Möglichkeiten finden Sie hier:
- AV-Block
- Vorhofflattern und Vorhofflimmern
- Kammerflattern und Kammerflimmern
- Extrasystolen (Herzstolpern)
- Herzrasen
- Medikamente bei Herzrhythmusstörungen
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