Inhalt:
- Sonnenhut
- Synonyme im weiteren Sinne
- Erklärung / Definition
- Die Pflanze
- Zusammenfassung
- Herstellung
- Therapie und Anwendungsgebiete
- Weiterführende Informationen
- Darreichungsform
- Nebenwirkung und Wechselwirkung
- Kritik
- Hersteller / Handelsnamen
- Phytopharmaka in Deutschland
- Disclaimer / Haftungsausschluss
- Naturheilkundequiz
Sonnenhut
Synonyme im weiteren Sinne
Pflanzliche Synonyme: Igelkopf Kegelblume Rudbeckie
Lateinischer Name: Echinacea purpurea, Gruppe: Asteraceae = Compositae
Erklärung / Definition
Der Sonnenhut kommt aus Nordamerika und ist dort ein wild wachsendes ausdauerndes Kraut von 60 bis 180 cm Höhe je nach Art des Sonnenhuts. Die Blätter können gegen oder wechselt ständig stehen und sind etwa 7-20 cm lang die. Die dekorativen Blüten fallen durch ihre nach unten geschlagenen rötlichen Blütenblätter auf. Der stachelig gewölbte Blütenboden der innert an einen Igel. Man findet auch weiße Formen. Der Sonnenhut benötigt den ganzen Sommer hindurch und wird auch bei uns und anderen europäischen Ländern zu medizinischen Zwecken angebaut. Es gibt zahlreiche ähnliche Arten des Sonnenhuts. Die Heilpflanzen hat Pfahlwurzeln, die mit zahlreichen Nebenwurzeln versehen sind.
Die Pflanze

- Sonnenhut - Pflanze
Der Sonnenhut stammt ursprünglich aus Nordamerika, wo er von den Ureinwohnern und Prärie - Indianern als Pflanzenbrei bei Verletzungen und beim Verbinden von Wunden genutzt wurde. Im Jahr 1762 erschien ein erster Bericht über die Heilwirkung des Sonnenhuts in Nordamerika. In Europa wurde der schmalblättrige Sonnenhut im Jahr 1897 in der "Apothekerzeitung" erwähnt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Sonnenhut auch in Europa bekannt. In den dreißiger Jahren begann Dr. Madaus mit Samen und Stecklingen des Purpursonnenhuts aus Amerika die Heilpflanze in Europa zu kultivieren. Seitdem mit der Sonnenhut in Europa als Heilpflanze für Therapien häufig angewendet. Sie ist in Deutschland die am häufigsten angewendete Heilpflanze.
Zusammenfassung
Der Purpursonnenhut oder Echinacea purpurea wurde schon von den Indianerstämmen Nordamerikas zur Wundheilung und Entzündungshemmung verwendet. Mittlerweile wird die Heilpflanze auch in Europa kultiviert. Aber hauptsächlich kommt sie noch aus Wildbeständen Nordamerikas. An borstig, behaarten Stängeln hängt eine purpurrote "Sonnenblume". Im Inneren der Blüte setzt ein halbkugeliges, bräunliches Köpfchen umgeben von schmalen 4 cm langen roten Zungenblüten, die herab gebogen sind.
Herstellung
Bei der Heilpflanze Sonnenhut findet der Wurzelstock (wie auch bei Baldrian, Umckaloabo, Teufelskralle), sowie auch das Kraut (wie beim Johanniskraut) arzneiliche Verwendung . Die Wurzel oder die ganze Pflanze werden durch Alkohol extrahiert. Charakteristische Inhaltsstoffe der Wurzeln und das Krauts sind vor allem Heteropolisaccharide, phenolische Verbindungen langekettige Kohlenhydrate und ätherische Öle. Außerdem findet man im Kraut noch Flavanoide. Die Inhaltsstoffe des Sonnenhuts sind in vielen Fertigarzneimitteln zur Therapie von Erkältungskrankheiten, Harnwegsinfektionen (Blasenentzündung, Nierenbeckenentzündung)und Hauterkrankungen oder als Tinktur, Frischpflanzenpresssaft und Wundbehandlungsmittel enthalten.
Therapie und Anwendungsgebiete
Die Anwendungsgebiete der Heilpflanze Sonnenhut sind vielfältig.
Bei der inneren Anwendung, in Form von Tee, Tinktur, Frischpflanzenextrakt oder Tabletten, ist der Sonnenhut in der Lage das Immunsystem zu stärken und zu aktivieren. Bereits vor einer Ansteckung sollten die Abwehrkräfte aktiviert werden und die Schlagkraft der weißen Blutkörperchen durch ein Frischpflanzenextrakt erhöht werden. Die stimulierende Wirkung auf das Immunsystem, sowie gegen Viren und Bakterien konnte in Studien belegt werden. Die Gabe des Ecchinacea - Presssafts führte nachweislich zu einem Rückgang der Häufigkeit von Infektionen.
Bei Vaginalmykosen (Scheidenpilz) wurde die Wirksamkeit von Antimykotika (Medikamente gegen Pilzbefall) durch den Sonnenhut Presssaft verstärkt.
Äußerlich anzuwendende Präparate können bei schlecht heilenden, oberflächlichen Wunden nützlich sein. Zur äußerlichen Wundheilung wird der Sonnenhut immer wieder eingesetzt, sowie als ein Antiseptikum bei Abzessen, Furunkeln, Phlegmonen und schlecht heilenden, oberflächlichen Wunden.
Auch eine hemmende Wirkung gegen Herpes-Viren wird dem Sonnenhut nachgesagt. Als Salbenpräparat bekämpft er die Herpesbläschen.
Mit einem feuchten Umschlag aus Sonnenhutessenz kann man zur Heilung von Abzessen, Nagelbettentzündungen, Brandwunden und Insektenstichen beitragen.
Verwendet werden ausschließlich Fertigpräparate, die in der Apotheke erhältlich sind.
Weiterführende Informationen
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Darreichungsform
Sonnenhut - Präparate kann man in Form von Tabletten, Tropfen und Lutschtabletten in der Apotheke kaufen.
Die Tagesdosis beträgt 6-9 ml Presssaft beziehungsweise 250 bis 350 mg getrockneter Presssaft.
Zur äußeren Anwendung kommen Salben in halbfetter Form die 15% Presssaft enthalten.
Außerdem kann aus den oberirdischen Pflanzenteilen ein Saft gepresst werden, aus dem man einen Tee zubereiten kann.
Bitte beobachten sie die Packungsbeilage.
Nebenwirkung und Wechselwirkung
Bei bekannter Allergie gegen Korbblütler sollten keine Präparate aus Purpursonnenhut eingenommen werden. Personen mit einer Autoimmunkrankheit oder chronischen Erkrankungen sollten Extrakte des Sonnenhuts ebenfalls nicht einnehmen.
Das Gleiche gilt bei der Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr senken.
Die Heilpflanze Sonnenhut sollte nicht länger als zwei Wochen eingenommen werden. Nach einer Pause nach von einer Woche kann wieder mit der Behandlung begonnen werden, falls sie sinnvoll erscheint, da eine Stimulierung der Abwehrkräfte nur begrenzt möglich ist.
Bei äußerlicher Anwendung des Purpursonnenhuts sind bisher keine Nebenwirkungen bekannt.
Bei der innerlichen Einnahme wurden in Einzelfällen Allergien (wie Hautausschlag, Juckreiz, Gesichtsschwellung), Atemnot, Blutdruckabfall und Schwindel beobachtet.
Von einer Anwendung von Echinaceaextrakten zu Injektion ist abzuraten, da mit erheblichen Risiken zu rechnen ist.
Bitte fragen Sie in jedem Fall Ihren behandelnden Arzt!!!
In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte eine Behandlung mit Sonnenhut Extrakten vermieden werden, da keine ausreichende wissenschaftliche Studie mit Hinweisen auf fruchtschädigende Wirkung vorliegen.
Auch Säuglinge und Kinder sollten mit Sonnenhut Präparaten nicht behandelt werden, da das Immunsystem noch nicht ausgereift ist.
Bitte fragen Sie Ihren Kinderarzt!!
Kritik
Die Daueranwendung von Echinacea Präparaten schwächt die körpereigene Immunabwehr. Wie in amerikanischen Studien veröffentlicht, führen hohe Konzentrationen der Heilpflanzen Johanniskraut, Sonnenhut und Gingko zu Schäden an der Eizelle und somit zur Behinderung der Fortpflanzungsfähigkeit.
Es gibt immer wieder neue Studien die die Wirksamkeit des Purpursonnenhuts belegen und widerlegen. Die Inhaltsstoffe des Sonnenhuts sind zwar bekannt, auch deren biologische Wirkung, aber die Bedeutung für die Entstehung einer Erkältung zum Beispiel, bleibt unklar.
Vielleicht ist eine Alternative das Präparat Umckaloabo, ein Extrakt aus der Wurzel der südafrikanischen Kapland-Pelargonie?
Hersteller / Handelsnamen
Hersteller sind beispielhaft genannt und wurden nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Wir haben mit keinem Hersteller eine persönliche Verbindung!
Esberitox® N Tabletten | Stück | Preis in € |
N2 | 50 | 6,25€ |
N3 | 100 | 10,80 € |
Stand: Januar 2004
Phytopharmaka in Deutschland
Die Liste der umsatzstärksten Pflanzenpräparate führte mit Abstand die Ginkgo an:
- Ginkgo
- Johanniskraut
- Teufelskralle
- Rosskastanien
- Artischocke
- Mariendistel
- Brennnessel
- Umckaloabo
- Weißdorn
- Efeu
Eine Liste aller Heilkräuter / Heilpflanzen, die wir bereits veröffentlicht haben finden Sie unter: Medikamente A-Z.
Disclaimer / Haftungsausschluss
Bitte beachten Sie, dass wir in allen unseren Texten keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit erheben. Durch aktuelle Entwicklungen können die Angaben ggf. veraltet sein.
Alle Angaben stellen nur Auszüge dar, daher können wichtige Informationen nicht genannt sein.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass alle Medikamente nie selbständig und ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt abgesetzt, angesetzt oder verändert werden dürfen.
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