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Sternumfraktur
Synonyme im weitesten Sinne
Fraktur des Brustbeins, Brustbeinbruch
Englisch: sternal fracture, fractured sternum
Definition
Die Sternumfraktur ist ein Bruch des Brustbeins (Brustbeinbruch). Das Brustbein sitzt vorne am Brustkorb und dient den meisten Rippen als Ansatzpunkt. Durch diese unmittelbare Nähe zu den Rippen ist es verständlich, dass bei einem Bruch des Brustbeins auch die Rippen beteiligt sein können. Auch der Rippenknorpel kann zerbersten.
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Abbildung Brustkorb
- 1. Rippe
- 12. Rippe
- Brustbein / Sternum
- Rippen - Brustbein - Gelenk
Blau ist der Knorpelanteil der Rippe.
Ursache
Am häufigsten ist die direkte Gewalteinwirkung auf das Brustbein die Ursache der Fraktur. Sie ist besonders typisch für Verletzungen nach einem Autounfall. Auch Sportverletzungen können zugrunde liegen. Das Brustbein liegt am Brustkorb ungeschützt direkt unter der Haut. Es wird in alles Regel nach hinten verformt. Da direkt hinter dem Brustbein das Herz liegt, kann es zu einer Quetschung desselben kommen.
Die Bruchlinie verläuft meist horizontal. Das Sternum bricht quer an einer geradezu prädestinierten Stelle, nämlich der Nahtstelle zwischen dem Sternumkörper und dem so genannten „Handgriff“ (manubrium streni).
Symptome
Die Fraktur ist sehr druckempfindlich. Das nicht frakturierte Brustbein ist ursprünglich schon sehr schmerzempfindlich.
Durch die Eindrückung nach hinten kommt es zu atemabhängigen Schmerzen. Auch Rippenfrakturen und Knorpelsprengungen der Rippenknorpel sind häufig mit der Brustbeinfraktur / Brustbeinbruch kombiniert.
Diagnose
Zwingend erforderlich ist eine Röntgenaufnahme des Brustkorbes in seitlicher Aufnahme, da nur so das Brustbein ausreichend beurteilt werden kann. Bei unklaren Ergebnissen der Röntgenaufnahmen kann eine Ultraschalluntersuchung bei der Diagnosestellung helfen. Auch ein CT (Computer Tomographie) des Sternums kann in Ausnahmefällen notwendig sein.
Um eine Prellung des Herzens ausschließen zu können, ist das Anlegen eines EKGs erforderlich. Mittels einer Blutentnahme werden hierzu außerdem Herzenzyme bestimmt.
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Therapie
Patienten, die eine Sternumfraktur erlitten haben, sollten stationär überwacht werden, um mögliche Folgen und Komplikationen ausschließen zu können.
Ein Gips, Verband oder andere Art der Fixierung, wie sie bei Knochenbrüchen üblich ist, ist hier nicht notwendig und nicht durchführbar. Die Behandlung erfolgt konservativ, also nicht- operativ. Bei Bedarf können Schmerzmittel verschrieben werden.
Komplikationen
Da die Sternumfraktur meist im Rahmen eines Autounfalls auftritt, welcher mit enormen Kräften verbunden ist, kann durch die Kompression des Sternums nach hinten, nicht nur der Knochen brechen, sondern auch das direkt hinter dem Sternum gelegene Herz geprellt werden. Bei einer Prellung des Herzens kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen.
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