Wann sollte ein Tennisarm operiert werden?

Beim Tennisarm ist eine Operation als Therapie nur in manchen Fällen sinnvoll.
Zunächst einmal sollte die Behandlung immer erst konservativ beginnen. Erst wenn nach 6 Monaten konservativer Therapie immer keine wesentlichen Besserungen der Symptome vorhanden sind oder der Zustand des Betroffenen sich sogar noch verschlechtert hat, sollte eine Operation in Betracht gezogen werden.
Aus der Sicht von Dr. Nicolas Gumpert - der in seinem Leben bereits tausende von Tennisarmen behandelt hat - ist die Operation nur der letzte Weg, da inzwischen sehr effektive konservative Wege zur Verfügung stehen.

Allerdings beeinflussen natürlich noch weitere Punkte die Entscheidung, ob die Operation tatsächlich auch durchgeführt wird, vor allem der individuelle Leidensdruck des Patienten. Das Ziel der Operation ist letztendlich, eine dauerhafte Entlastung der chronisch angespannten Muskulatur zu erreichen und dem Betroffenen seine uneingeschränkte, schmerzfreie Bewegungsfreiheit wiederzugeben.

Operation ambulant oder stationär

Im Regelfall kann eine Tennisarm Operation ambulant erfolgen, das heißt, der Betroffene muss nicht stationär im Krankenhaus aufgenommen werden.
Auch bei der Tennisarm Operation entwickeln sich minimal invasive Techniken, sodass inzwischen eine Tennisarm Operation in örtlicher Betäubung durchgeführt werden kann.

Stufenkonzept Tennisarm

Dr. Nicolas Gumpert hat sich auf die Behandlung des Tennisarms spezialisiert und hat bereits tausende Tennisarmpatienten im Orthopaedicum Frankfurt behandelt.
Dr. Gumpert hat ein Stufenkonzept entwickelt, nachdem er behandelt. Auf dieser Seite stellt er sein Stufenkonzept Tennisarm vor.

Dr. Nicolas Gumpert arbeitet im 

Orthopaedicum Frankfurt
Oeder Weg 2-4
60318 Frankfurt

Tel.: 069 558098

 

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Dieses Buch informiert über alle konservativen und operativen Therapiemöglichkeiten des Tennisarms mit Vor- und Nachteilen detailliert und laienverständlich beschrieben.

Autor: Dr. med Nicolas Gumpert

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Operationstechniken

Prinzipiell gibt es drei verschiedene Verfahren, um einen Tennisarm zu operieren:

  1. Die Standardverfahren sind die Operation nach Hohmann
    und
  2. die Operation nach Wilhelm
  3. Die neuste Technik ist die minimal invasive Operation nach Hohmann

Operation nach Hohmann

Bei der Operation nach Hohmann wird die Muskulatur, bzw. Sehne, die im Bereich des Ellenbogens (am Oberarmknochen) entspringt, vorsichtig abgelöst. Auch die Bänder, die in diesem Areal ansetzen, werden genau unter die Lupe genommen, um eventuell vorhandene knöcherne Veränderungen abzutragen, die ebenfalls zu den Symptomen eines Tennisarms beitragen.


Operation nach Wilhelm

Bei der Operation nach Wilhelm werden die kleinen Nerven, die den Ellenbogen sensibel versorgen, durchtrennt und anschließend verödet. Dies bezeichnet man als sogenannte „Denervierung“. Häufig werden diese beiden Operationstechniken kombiniert.

Operation

Die Schnittgröße beträgt normalerweise etwa 4 bis 5cm und der ganze Eingriff dauert circa 20 - 45 Minuten.
Nach einer solchen Operation muss der betroffene Arm eine Zeit lang ruhig gestellt werden. Dies wird in der Regel dadurch gewährleistet, dass dem Patienten eine Gipsschiene angelegt wird, die dieser für ungefähr zwei Wochen tragen muss. Eine Gipsschiene ist allerdings nicht zwingend.
Im Anschluss daran sollte dann langsam wieder angefangen werden, den Ellenbogen im Gelenk zu bewegen.
Je nach Heilungsverlauf ist es in manchen Fällen ratsam, eine professionelle Krankengymnastik in die Nachsorge einzuschließen.

Minimalinvasive Operation

Die minimal invasive Operation unterscheidet sich in einigen wichtigen Punkten von den beiden oben genannten.
Der Eingriff kann innerhalb von 5 Minuten fertig gestellt werden und erfolgt immer ambulant, wobei es noch nicht viele Arztpraxen in Deutschland gibt, die diese Methode durchführen.
Hier ist der Hautschnitt weniger als 1cm lang. Dadurch erreicht man zum einen, dass das Risiko für Infektionen und Narben gesenkt wird. Zum anderen ist die Übersicht für den Orthopäden dadurch auch geringer und manche verknöcherte Stellen, die sich etwas weiter vom Ursprungsort der Muskeln entfernt befinden, werden unter Umständen übersehen.
Der größte Vorteil dieser Art von Operation besteht darin, dass der Patient sofort wieder mobil ist. Lediglich am ersten Tag nach der OP muss ein Druckverband getragen werden. Dadurch, dass der Arm kaum ruhig gestellt wird, bildet sich weniger Narbengewebe und die Funktionseinbuße beschränkt sich bei den meisten Betroffenen auf den postoperativen Schmerz, der nach jeder Art von Operation nicht zu vermeiden ist und je nach körperlicher Verfassung innerhalb von 3 bis 5 Tagen wieder abgeklungen sein sollte.
Mit einer kompletten Schmerzfreiheit kann je nach Schweregrad des Tennisarms und Heilungsverlauf nach 3 Wochen bis 6 Monaten gerechnet werden. Die Erfolgsaussichten bei dieser Operationstechnik beträgt knapp 90%.

Rückfall / Rezidiv

Rückfälle / Rezidve nach einer Tennisarm-Operation sind selten und können dann erneut konservativ und/oder operativ angegangen werden.

Narkose

Bei diesen zwei herkömmlichen Verfahren (OP nach Hohmann / OP nach Wilhelm) erfolgt die Operation unter Narkose.
Diese kann, je nach Fall, eine Vollnarkose, eine Regionalanästhesie oder eine Plexus-Anästhesie (Betäubung in der Achselhöhle) sein.
Die minimalinvasive Form kann in örtlicher Betäubung durchgeführt werden.

Operationsrisiken

Risiken dieser Operation beruhen vor allem auf dem relativ großen Einschnitt und der damit verbundenen hohen Wahrscheinlichkeit, die Wunde postoperativ zu infizieren oder eine ausgeprägte Narbenbildung herbeizuführen, die die Bewegung und Kosmetik langfristig beeinträchtigt.
Eine komplette Heilung wird bei offenen Verfahren (Hohmann-OP / Wilhelm-OP) in etwa 80% der Fälle erreicht.

Supinatorlogensyndrom

Ein wichtiger Punkt ist noch, dass vor der Operation eines Tennisarms immer das sogenannte Supinatorlogensyndrom ausgeschlossen werden sollte. Dieses Syndrom führt zu Schmerzen, die denen eines Tennisarms sehr ähnlich sind und kommt daher, dass ein abgehender Ast eines Nerven (Ramus superficialis des Nervus radialis) im Bereich der Muskelarkade des Supinator-Muskels im Unterarmbereich eingeklemmt wird.
Wenn diese beiden Krankheitsbilder verwechselt werden, bringt die Tennisarm-Operation keine Schmerzlinderung. Häufig liegen allerdings auch beide Erkrankungen parallel vor und die Tennisarm-Operation kann dann gut mit dem beim Supinatorlogensyndrom üblichen offenen Eingriff kombiniert werden.

Stoßwellentherapie im Orthopaedicum Frankfurt

Dr. Nicolas Gumpert (Buchautor und Autor dieses Internetportals) hat sich im Orthopaedicum Frankfurt auf die Behandlung vom:

  • Tennisarm
  • Fersensporn
  • Kalkschulter (Tendinosis calcarea)
  • chronische Achillessehnenentzündung

mit der fokussierten Stoßwelle (ESWT) spezialisiert.

Erfahren Sie mehr über die Behandlung und Kosten einer hochenergetischen fokussierten Stoßwellentherapie (ESWT) und besuchen Sie Dr. Nicolas Gumpert in seiner Praxis.

Orthopaedicum Frankfurt (Dr. Nicolas Gumpert)
Oeder Weg 2-4
60318 Frankfurt am Main
Tel.: 069 558098



Zur Homepage: Orthopaedicum Frankfurt (Dr. Nicolas Gumpert)
Zur Behandlung und Kosten der ESWT: hochenergetische Stoßwellentherapie (ESWT)

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Autor: Dr. N. Gumpert      |     Letzte Änderung: 06.05.2012