Inhalt:
Testosteron
Synonyme
Sexualhormon, Androgen, Androstan, Geschelchtshormone
Englisch: testosterone
Lesen Sie auch:
Einleitung

- Strkturformel Testosteron
Das Testosteron ist ein Abkömmling des Sexualhormons (Androgen). Testosteron kommt bei beiden Geschlechtern vor, unterscheidet sich jedoch hinsichtlich der Konzentration und Wirkung. Abgeleitet wird das Tesotosteron von testis (Hoden) und Steroid. „Erfinder“ des Testosteron war Ernst Lageur, indem er als erster Stierhoden extrahierte.
Produziert wird das Testosteron beim Mann in erster Linie in den Hoden. Weitere Produktionsorte sind die Nebennieren, in denen auch weitere Androgene produziert werden. Bei den Frauen wird das Testosteron in geringen Mengen in den Eierstöcken und der Nebenniere produziert.
Progestreon ist ein Zwischenprodukt für die Synthese des Testosteron.
Aufgaben

- Testosteron
In den Samenkanälchen bewirkt das Testosteron eine Reifung der Spermatiden zu Spermien. Bei den Männern/ Jungen bewirkt das Testosteron eine Entwicklung des Penis, des Hodensacks und der sekundären Geschlechtsmerkmale.
Außerhalbt der Geschlechtsorgane bewirkt dieses Hormon ein Wachstum der Körperbehaarung, Kopfhautbehaarung ausgenommen. Darüber hinaus besitzt das Testosteron eine anabole Wirkung, und fördert somit den Muskelaufbau. Eine positive Wirkung auf den Ausdauersport wurde noch nicht wissenschaftlich fundiert. Tesosteron fördert die Knorpel- und Knochenneubildung und steigert das sexuelle Verlangen. Zudem wirkt sich das Testosteron steigernd auf den Aggressionstrieb aus.
Bei Frauen führt eine externe Zufuhr von Testosteron zu einer Vermännlichung (Virilisierung). Die Stimme wird tiefer, die Körperbehaarung steigt und die Geschlechtsorgane wachsen. Zudem wurde bei Frauen mit einem erhöhtem Testosteronspiegel eine vermehrtes Auftreten der Depression festgestellt.
Diagnose
Bestimmt wird der Testosterongehalt im Bluserum. In der Regel erfolgt die Blutentnahme in den frühen Mogenstunden, da der Testosteronspiegel im Tagesverlauf schwankt.
Transport
Das Testosteron wird an ein Protein gebunden und über das Blut im menschlichen Körper transportiert. Über das Blut gelangt dieser Testosteronkomplex zum jeweiligen Zielorgan. Dieses Zielorgan muss einen entsprechenden Rezeptor für das Testosteron besitzen. Das Protein an dem sich Testosteron binden nennt sich Globulin (SHBG). Über das Androgenbindungsprotein der Sertoli Zellen wird Testosteron zu den Samenkanälchen transportiert.
Testosteronmissbrauch

- Die anabole Wirkung von Testosteron wird im lesitungssport und Freizeitsport häufig missbraucht
Die anabole Wirkung des Testosteron wird in Sport häufig als Dopingmittel missbraucht. In Sportarten bei denen sich ein erhöhter Anteil an Muskelmasse positiv auswirkt greifen Sportler in den vergangenen Jahren immer häufiger zu diesen illegalen Methoden um den Muskelaufbau zu beschleunigen und die natürlichen Leistungsgrenzen zu überwinden. Die Gefahr dieses Doping ist dabei nicht nur ein möglicher Prestigeverlust, sondern ernsthafte körperliche Schäden.
Zu den häufigsten Sportarten zählen Bodybuilding und Sportarten mit schnellkräftigen Bewegungen wie Sprint und Wurfdisziplinen der Leichtathletik.
Verwendet werden im Sport in erster Linie die kurzkettigen Ester (Propionat), mittelkettiger Ester (Enanthat/Cypionat) und langkettiger Ester (Undecanoat, Buciclat). Der Handel erfolgt überwiegend über den Schwarzmarkt.
Nebenwirkungen
Zu den häufigsten Beobachteten Nebenwirkungen, besonders in Form von Missbrauch durch Überdosierung sind folgende:
- Lebererkranklungen
- Nierenschädigungen
- Herzrhythmusstörungen
- Erkrankungen des Herz- Kreislauf Systems
- Arteriosklerose
- Gynäkomastie (Brsutbildung beim Mann)
- Steroidakne siehe: Akne
- Psychische Erkrankungen wie Depression
- Schlechtere Gedächtnisleistungen
- Abnahme der Spermienzahl
- Verkleinerung der Hoden
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