Inhalt:
Trockene Haut
Synonyme im weiterem Sinne
ausgetrocknete Haut,
Medizinisch: Xerosis cutis
Englisch: dry skin
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Definition

- trockene Haut
Man unterscheidet drei verschiedene Hauttypen:
- trockene Haut
- fettige Haut
- normale Haut
Die meisten Leute haben allerdings vor allem im Gesicht eine sogenannte Mischhaut, die sich aus den Hauttypen normale, fettige Haut und trockene Haut zusammensetzt. Es ist außerdem nicht ungewöhnlich, dass an verschiedenen Stellen des Körpers unterschiedliche Hauttypen vorkommen, dass also zum Beispiel jemand mit ansonsten eine trockene Haut eine fettige Gesichtshaut hat.
Trockene Haut ist dadurch gekennzeichnet, dass sie sich gespannt anfühlt und häufig juckt. Im Gegensatz zur fettigen Haut sind die Poren in der Regel klein und sie sieht eher rissig oder spröde aus. Viele Menschen die völlig gesund sind, haben trockene Haut. Insofern stellt die trockene Haut im Regelfall keine Krankheit dar, sondern lediglich eine Variation der Norm, die allerdings häufig der Behandlung bedarf, da die Betroffenen Personen nicht nur aufgrund von Beschwerden wie Jucken, sondern auch und oft gerade aus optischen Gründen unter ihrer trockenen Haut leiden.
Einige Faktoren, die sowohl genetisch als auch umweltbedingt sein können, begünstigen das Auftreten von trockener Haut. Außerdem gibt es einige Krankheiten, die primär die Haut, aber auch andere Organe betreffen können, die mit einer trockenen Haut einhergehen können.
Prinzipiell kann man trockene Haut am ganzen Körper haben, doch prädestiniert dafür sind diejenigen Stellen, die schlecht durchblutet sind und / oder eine relativ geringe Dichte an Talgdrüsen enthalten, also zum Beispiel der Unterschenkel.
Epidemiologie
Sehr viele Menschen sind von trockener Haut betroffen, wobei eine genaue Zahl schwer zu nennen ist, da es vor allem das persönliche Empfinden ist, das darüber entscheidet, ob man seine Haut nun als trocken ansieht oder nicht. Besonders im Alter tritt trockene Haut gehäuft auf.
Symptome
Trockene Haut sieht im Regelfall rau und spröde aus und kann manchmal auch schuppig oder gerötet sein. Häufig findet man im Zusammenhang mit trockener Haut auch vermehrt Falten oder diejenigen, die bereits vorhanden sind, fallen deutlicher auf. Außerdem ist die Haut sehr empfindlich, weshalb ein Spannungsgefühl besteht und die betroffene Stelle juckt. Wenn die Haut sehr trocken und dadurch geschädigt ist, führt dies auch vermehrt zu Entzündungen. Sowohl durch den Entzündungsvorgang in der Haut als auch durch das Kratzen der betroffenen Stelle, ist die trockene Haut oft rot.
Bei sehr trockener Haut kann sich ein sogenanntes Austrocknungsekzem bilden, das besonders nach dem Baden oder Duschen auffällt, bei dem die Haut merklich einreißt.
Diagnose

- Diagnose trockene Haut
Die meisten Menschen diagnostizieren die trockene Haut an sich selbst, da die Symptome ja sehr charakteristisch und eindeutig sind.
Wenn man mit dieser Beschwerde einen Arzt aufsucht, wird dieser erst eine ausführliche Befragung durchführen. Die Anamnese sollte hier mindestens die Fragen umfassen, wann und wie lange der Betroffene unter den Symptomen leidet, ob er regelmäßig bestimmte Medikamente einnimmt, ob er andere Grunderkrankungen oder Allergien hat, ob in letzter Zeit die Ernährung umgestellt wurde und ob es vielleicht noch weitere Begleitsymptome gibt. Darüber hinaus gibt es natürlich noch viele weitere Punkte, die der Arzt abarbeiten kann, um die Ursache der trockenen Haut herauszufinden.
Im Anschluss erfolgt eine körperliche Untersuchung, die die Diagnose sichern soll und zudem den Schweregrad der trockenen Haut genauer bestimmen kann. Es gibt spezielle Geräte, die den Wasser- und den Fettgehalt der Hautoberfläche exakt feststellen können und auch die Rauigkeit zu messen vermögen.
Darüber hinaus sollte unbedingt ein Allergietest erfolgen, um auszuschließen, dass eine Allergie die trockene Haut bedingt.
Wenn der Arzt nach diesem ersten Eindruck den Verdacht auf eine bestimmte zugrundeliegende Erkrankung (ein Teil der möglicherweise in Frage kommenden: siehe Ursachen) hat, wird er diesem Verdacht entsprechend unterschiedliche Untersuchungen anschießen. Dazu könnten eine Blut- oder eine Stuhluntersuchung gehören. Auch bildgebende Verfahren wie ein Röntgen oder eine Ultraschall können notwendig sein. Eventuell führt der Arzt auch ein Darmspiegelung durch, bei der er gleichzeitig eine Probe des Gewebes (Biopsie) entnehmen kann.
Prophylaxe / Tipps bei trockener Haut
Man sollte im Allgemeinen darauf achten, seine Haut keinen zu starken chemischen, thermischen oder mechanischen Belastungen auszusetzen und „hautfeindliche“ Genussmittel wie Alkohol, koffeinhaltige Getränke und Tabak zu meiden. Außerdem ist es auch für die Haut wichtig, dass man genügend trinkt und sich gesund und ausgewogen ernährt. Regelmäßige Bewegung tut ebenfalls unserer Haut gut, sie wird dann nämlich besser durchblutet, und auch der Schweiß hat eine positive Wirkung, da er die Haut säubert. Bei der Pflege sollte man speziell bei trockener Haut darauf achten, pH-neutrale Waschlotionen zu verwenden und sich regelmäßig einzucremen, besonders nach dem Duschen (bei dem das Wasser im Idealfall höchstens lauwarm sein sollte und man nicht mehr Zeit im Wasser verbringt als nötig). Verzichten sollte man möglichst darauf, die Haut mit einem Handschuh oder einem Schwamm abzureiben, um sie nicht zusätzlich zu irritieren. Aus dem gleichen Grund sollten Cremes, Parfums und Ähnliches nicht benutzt werden, wenn diese Alkohol enthalten.
Bei der Wahl seiner Bekleidung sollte man nach Möglichkeit auf einen eher lockeren Sitz achten.
Eine zu geringe Luftfeuchtigkeit trägt sehr stark zur Entstehung trockener Haut bei. Wenn man also weiß, dass man dazu neigt, diese auszubilden, sollte man in Erwägung ziehen, einen Luftbefeuchter einzusetzen, wenn man die Heizung länger eingeschaltet hat. Dabei sollte die Luftfeuchtigkeit idealerweise immer zwischen 50 und 70% liegen.
Zusammenfassung
Trockene Haut ist zwar keine Krankheit, beeinträchtig viele Menschen aber in ihrer Lebensqualität, da sie rau, rissig und spröde ist und aus diesem Grunde nicht schön aussieht und außerdem spannt und häufig juckt. Die Ursache ist meistens nicht genau ermittelbar, da im Regelfall viele verschiedene Faktoren aufeinandertreffen und schließlich zu trockener Haut führen. Dazu zählen zum einen die genetische Veranlagung, Wetterbedingungen, falsche Körperpflege / -hygiene und auch einfach das Alter, zum anderen das Vorliegen einiger Krankheiten, die primär eigentlich nichts mit der Haut zu tun haben, wie zum Beispiel ein Diabetes mellitus oder entzündliche Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich.
Man selbst kann viel dafür tun, dass die Haut nicht mehr so trocken ist (selbst wenn sie aus einer genetischen Veranlagung heraus entstanden ist oder die Folge einer anderen Grunderkrankung darstellt), indem man auf eine angemessene Pflege achtet. Man sollte nicht zu lange und zu warm duschen, im Anschluss stets rückfettende Cremes / Lotionen verwenden, außerdem reizende Faktoren wie Alkohol, Nikotin, übermäßige Sonneneinwirkung oder Luft mit geringer Feuchte meiden. Ein gesunder Lebensstil, also eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung, halten auch die Haut gesund. Nur in sehr schweren Fällen oder wenn der Verdacht auf eine andere auslösende Krankheit vorliegt, muss ein Arzt zurate gezogen werden.
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