Therapie des Waterhouse Friedrichsen Syndrom

Therapie

Wichtig ist, die antibiotische Therapie so früh wie möglich zu beginnen.
Dazu wird meist Penicillin G und Cefotaxim genutzt.
Außerdem muss der SchockzustandSchock des Patienten bekämpft werden. Das bedeutet, Flüssigkeit muss über die Venen zugeführt werden, um einen Volumenmangel auszugleichen.
Zudem muss beatmet werden, der Säure- Basen- Haushalt und der Elektrolyt- Haushalt sollten ausgeglichen werden.
Stehen die massiven Blutungen im Vordergrund, können Thrombozytenkonzentrate und Frischplasma verabreicht werden. 


Prophylaxe

Es gibt keine Impfung gegen die Gruppe der Meningokokken, die am häufigsten Verursacher des Waterhouse- Friedrichsen- Syndroms sind und bei uns vorkommen.
Gegen Pneumokokken und Hämophilus influenzea kann hingegen geimpft werden. Diese sind im 6- fach Impfstoff enthalten, die ab dem 3. Lebensmonat gegeben werden können.
Dennoch werden Antikörper gegen Meningokokken natürlicherweise im Laufe des Lebens gebildet, die dann vor einer Invasion schützen und die Krankheit damit realtiv selten machen.

Zusammenfassung

Das Waterhouse- Friedrichsen- Syndrom ist trotz seiner Seltenheit ein sehr gefährliches Krankheitsbild, das auch unter intensivmedizinischer Therapie sehr häufig tödlich verläuft.
Am wichtigsten für das Überleben des Patienten ist eine möglichst frühzeitige Diagnose, an die eine sofortige Intensivmedizinische und antibiotische Behandlung anschließen muss.

Weiterführende Informationen

Allgemeine Informationen finden Sie auch unter: Waterhouse-Friedrichsen-Syndrom

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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 06.05.2012