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Weiße Zähne

Einleitung

Weiße Zähne, wer wünscht sie sich nicht, denn der Ausdruck eines Gesichtes wird vor allem durch die Augen und die Zähne bestimmt. Beim Sprechen und beim Lachen werden die Zähne sichtbar. Sind sie dunkel, ist es kein schöner Anblick. Doch man kann etwas dagegen tun. Die Methode heißt Bleichen oder englisch bleaching. Das professionelle Bleichen hat aber keinen therapeutischen oder prophylaktischen Nutzen, sondern wird auf Wunsch des Patienten allein aus ästhetischen Gründen gewünscht. Daher wird es nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt, sondern gilt als Privatbehandlung.

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Zahnverfärbungen

Man unterscheidet  zwei Arten von Zahnverfärbungen. Zähne, die in sich gefärbt sind wie pulpentote  Zähne, also Zähne, bei denen das Zahnmark entfernt wurde oder aber das dunkler werden der Zähne im Alter, was ein ganz normaler Vorgang ist. Auch möchte mancher, dass seine Zähne, die von Natur aus etwas gelblich oder einen Stich ins Graue haben, aufgehellt werden, da sie ihm zu dunkel erscheinen.

Die zweite Form von Zahnverfärbungen ist das Resultat von färbenden Auflagerungen an der Oberfläche der Zähne. Dies kann die Folge von Teegenuss, Kaffee, Rotwein oder aber von Teerrückständen bei Rauchern Besonders Zigarren- und Pfeifenraucher sind hiervon betroffen. Bestimmte Medikamente machen ebenfalls Verfärbungen der Zahnoberfläche. Es ist dies zum Beispiel das Antiseptikun Chlorhexidindigluconat oder auch manche Antibiotika.

Produkte für die häusliche Anwendung

Für den häuslichen Gebrauch werden in der Apotheke oder auch Drogerien rezeptfreie Produkte für weiße Zähne und der Entfernung von Verfärbungen angeboten. Bestimmte Zahnpasten (siehe auch: Zahnpflege) dienen der Beseitigung von Auflagerungen an der Zahnoberfläche. Sie haben entweder eine hohe Abrasivität durch aggressive Putzkörper oder sie bleichen die Pigmente nur. Aufgrund der aggressiven Putzkörper sollten diese Spezialzahnpasten nur in größeren Abständen angewendet werden, da sie sonst den Zahnschmelz beschädigen können. Man muss dem Schmelz Zeit geben, sich wieder zu erholen. Die bleichende Wirkung wird durch Wasserstoff- Peroxyd erreicht, allerdings nur in deutlich geringerer Konzentration.

Neben den Zahnpasten sind auch Produkte erhältlich, die als Gel oder als Streifen aufgetragen werden. Sie enthalten ebenfalls Wasserstoff-Peroxyd in niedriger Dosierung, dadurch werden die Verfärbungen aus dem Schmelz gelost. Wegen der geringen Dosierung, muss die Anwendung für richtig weiße Zähne mehrmals wiederholt werden. Die Wirkung hält allerdings nicht sehr lange an, eine Wiederholung ist deshalb nach ca. 1 Jahr notwendig. Sind besonders im Frontzahnbereich Kunststofffüllungen vorhanden, so werden diese nicht mit  in die aufhellende Wirkung einbezogen. Dies gilt auch für Kunststoffkronen. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass das Zahnfleisch nicht mit den aufhellenden Substanzen in Berührung kommt, um Schäden an der Schleimhaut zu vermeiden. Einer Vermeidung von Schäden dient auch eine vom Zahnarzt angefertigte Schiene, die der Patient mit dem aktiven Produkt füllt und für mehrere Stunden trägt. Auch diese Anwendung muss mehrmals wiederholt werden.

Produkte in der Zahnärztlichen Praxis

Wenn man eine aufhellende Behandlung der Zähne wünscht, ist es immer besser, dies in einer zahnärztlichen Praxis vornehmen zu lassen. Selbst die Entfernung oberflächlicher Zahnverfärbungen geschieht am besten durch eine professionelle Zahnreinigung, entweder mit  einem Pulverstrahl-Gerät oder durch rotierende Instrumente wie kleine Bürsten oder Gummikelche, die zusammen mit einer Abrasionspaste die Ablagerungen sicher und schonend entfernen. Abgeschlossen wird die Behandlung mit einer Fluorid Anwendung

Auch bei der Behandlung mit Wasserstoff-Peroxyd geht eine gründliche Sanierung und Reinigung der Zähne voraus. Der Zahnarzt arbeitet mit höher konzentrierten Pasten oder Gelen. Deshalb ist es wichtig, das Zahnfleisch gründlich abzudecken, bevor die Produkte angewendet werden. Nach dem Auftrag wird die Substanz mit Licht aktiviert, dabei wird Sauerstoff frei gesetzt und kann so seine bleichende Wirkung entfalten. Am Ende der Behandlung wird gründlich mit Wasser abgespült. Diese Behandlung dauert allerdings ziemlich lange, ist aber mit einer Sitzung abgeschlossen. Der Erfolg der Behandlung kann anhand eines Vergleichs vor und nach der Behandlung gemessen werden. Dazu wird ein Farbring oder eine Farbskala benutzt, die sonst der Anpassung der Zahnfarbe der Kunststoffzähne an die der Restzähne bei der Anfertigung einer Prothese dient. Diese Farbringe enthalten keine total weißen Zähne, weil die Natur uns mit Zähnen ausgestattet hat, die leicht gelblich sind.

Eine andere Methode für weiße Zähne wird angewendet bei der Aufhellung pulpentoter Zähne. Bei ihnen ist der Zahn durch Blut in den Dentinkanälchen dunkel verfärbt. Hier kann der Zahnarzt durch Eröffnen des Zahnes in die Pulpenkammer eine Wasserstoff-Peroxyd haltige Einlage den Zahn von innen heraus aufhellen. Die Einlage muss einige Tage liegen.

Nebenwirkungen

Eine Behandlung mit hoch konzentriertem Wasserstoff-Peroxyd kann zu Verätzungen der Schleimhaut führen, wenn diese mit der Substanz in Berührung gerät. Deshalb ist eine sorgfältige Abdeckung notwendig. Nach der Behandlung kann es zu Schmerzempfindungen der Zähne kommen, die aber schnell wieder abklingen. Auch der Schmelz kann angegriffen werden, er kann Calcium verlieren. Daher ist eine abschließende Behandlung mit Fluorid notwendig, um eine Remineralisierung zu unterstützen. Kariöse Zähne dürfen erst nach der Sanierung aufgehellt werden. (siehe auch: Karies)


Zusammenfassung

Eine gewisse Aufhellung der Zähne ist mit Wasserstoff-Peroxyd haltigen Produkten sowohl in der häuslichen Anwendung als auch durch professionelle Behandlung möglich. Dabei müssen gewisse Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden, damit es zu keiner Verletzung der Schleimhaut kommt. Die Behandlungen müssen in längeren Abständen wiederholt werden, jedoch nicht öfter als höchstens 2 mal im Jahr.


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