Homöopathie bei Arthrose

Arthrose von Gelenken ist das Ergebnis eines vorher gegangenen vielfältigen Geschehens. Alters- und Verschleißerkrankungen im Bereich des Stütz- und Bewegungsapparates.
Gelenkverschleiß, der deutsche Ausdruck, lässt wenig Hoffnung auf eine erfolgreiche Behandlung und Schmerzlinderung. Bei der Wahl des richtigen homöopathischen Mittels müssen Im konkreten Einzelfall ganz persönliche Beschwerden, vorhandene Schwachpunkte und Krankheiten berücksichtigt werden. Es sind dies hormonelle Einflüsse genauso wie Stoffwechselbelastungen durch eine ungenügende Funktion des Leber-Gallesystems und des Darmes. Außerdem veranlagungsbedingte Störungen in der Nierenfunktion und Neigung zu erhöhter Harnsäure mit Gichtanfällen, Störungen des Knochenstoffwechsels. Sie gelten als Schrittmacher des, letztlich als Arthrose, bezeichneten Krankheitsbildes.

Homöopathische Arzneimittel

Bei Arthrosen der Gelenke an Armen und Beinen können folgende homöopathische Arzneimittel eingesetzt werden:

Rhus toxicodendron (Giftsumach)

Anwendung finden besonders Tropfen D12.

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter: Rhus toxicodendron

Caulophyllum (Frauenwurzel, blauer Hahnenfuß)

Typische Dosierung von Caulophyllum (Frauenwurzel, blauer Hahnenfuß) bei Arthrose: Tropfen D6

Weitere Information zu Phytolacca (Kermesbeere) erhalten Sie unter unserem Thema: Caulophyllum

Harpagophytum procumbens (Teufelskralle)

Allgemeine Dosierung von Harpagophytum procumbens (Teufelskralle): Tropfen D4

Weitere Informationen finden Sie unter unseren Themen:

Spiraca ulmaria (echtes Mädesüß, Wiesenkönigin)

Bei einer Arthrose kann bei Spiraca ulmaria (echtes Mädesüß, Wiesenkönigin) in folgender Dosierung eingesetzt werden: Tabletten D6

Weitere Informationen zu Spiraca ulmaria erhalten Sie unter: Spiraca

Causticum

Typische Dosierung von Causticum bei Arthrose: Tropfen D6

Weitere Information zu Causticum erhalten Sie unter unserem Thema: Causticum

Arthrose des Hüft- oder Kniegelenkes

Folge von Zerrung, Überanstrengung, Verletzung

Rhus toxicodendron
Heftige Rückenschmerzen, besonders in der Lendenregion, Flüssigkeitsansammlungen in den Gelenken, Entzündungen mit diffusen rheumatischen, ausstrahlenden Schmerzen die bei Durchnässung schlimmer werden. Die Patienten sind ruhelos und versuchen trotz Schmerzen in Bewegung zu bleiben. Die Beschwerden verschlimmern sich durch Ruhe, liegen auf der kranken Seite, durch Nässe und Kälte. Anlaufschmerz der sich bei fortgesetzter Bewegung bessert. Die Gelenke laufen sich allmählich ein.

Gelenkbeschwerden verbunden mit Störungen im Leber-, Galle- und Verdauungssystem.

Lycopodium
Hier steht die mangelnde Verdauungskraft mit eingeschränkter Leberfunktion im Vordergrund. Viel Blähungen dabei aufgeblähter Leib, halbkugelig nach vorne gewölbt. Allgemeine Schwäche, Zerschlagenheitsschmerz in Armen und Beinen. Die Schmerzen oft auf der rechten Seite, Brennen zwischen den Schulterblättern. Muskelkrämpfe in Waden und Füßen nicht selten, Füße unterschiedlich warm. Missmutige Menschen, meinen stets krank zu seiner, gelblichen Hautfarbe. Alle Beschwerden werden schlimmer in Ruhe und Wärme (besonders Bettwärme). Besserung in der kühlen, frischen Luft und durch fortgesetzte Bewegung.

Carduus marianus
Funktionsstörung im Leber-Galle-System mit Aufstoßen, Völlegefühl, Wechsel von Durchfall mit Verstopfung, wobei Verstopfung überwiegt. Schmerzen rechtseitig, kolikartige Schmerzen in der Lebergegend, besser durch Zusammenkrümmen. Die Hüftschmerzen ziehen zum Oberschenkel und werden schlechter beim Bücken und wieder Aufstehen. Hormonale Beziehungen , besonders in den Wechseljahren

Pulsatilla
Die Gelenkschmerzen sind reißend, spannend, stechend, wandernd von der Hüfte zum Knie. Steifheit und Knacken in den Gelenken. Dabei charakteristisch die gestörte zu späte oder ausbleibende Monatsblutung. Frauen in den Wechseljahren nach der Menopause, verzagt, launisch, mimosenhaft, sehr kälteempfindlich, vertragen trotzdem keine Wärme. Schwere, müde auch gestaute Beine. Blonde, hellhäutige Frauen reagieren besonders gut auf Pulsatilla. Die Gelenkschmerzen bessern sich durch kühle Anwendungen, durch fortgesetzte Bewegung in der kühlen, frischen Luft. Die Beschwerden werden schlimmer durch Wärme, trotz der allgemeinen Frostigkeit.

Lachesis
Betroffen sind Frauen in den Wechseljahren, nach der Menopause treten rheumaähnliche Schmerzen in den Gelenken auf, die meist auf der linken Seite stärker ausgeprägt sind als rechts. Steifigkeitsgefühl im Rücken und in den Oberschenkeln, Hüftschmerzen nach Liegen auf der Seite, stechende Knieschmerzen. Beine oft gestaut und schwer. Charakteristisch für Lachesis ist die große Empfindlichkeit gegen Berührung und Druck der Kleidung an Hals und Taille. Am Morgen nach dem Aufwachen sind die Patienten oft mut- und kraftlos mit trauriger Stimmung. Am Abend dagegen aufgeregt und geschwätzig, lebhaft. Wärme verschlechtert die Beschwerden, ebenso wie feuchtes Wetter. Morgens alles schlimmer. Besserung durch fortgesetzte Bewegung.

Beziehung zum Knochenstoffwechsel

Calcium phosphoricum
Hier stehen Gelenkschmerzen mit Steifheitsgefühl im Vordergrund. Die Patienten sind auffallend wetterfühlig, die Beschwerden verschlimmern sich bei Wetterwechsel besonders hin zu nasskaltem Wetter. Knochenentwicklung in der Kindheit mangelhaft, auch Rachitis, späte Zahnentwicklung. Allgemeine Neigung zu rascher geistiger und körperlicher Erschöpfung, bereits in der Kindheit. Die Gelenkbeschwerden verschlimmern sich durch Nässe, Kälte, durch Anstrengung.

Phosphorus
Typisch ist der brennende Charakter der Schmerzen, besonders im Rücken zwischen den Schulterblättern, stechende Schmerzen im Hüftgelenk. Die Patienten leiden ganz allgemein an einer großen nervösen Übererregbarkeit, Furcht vor alltäglichen Dingen und Situationen, möchten nicht allein sein. Dazu kommt eine rasche Ermüdbarkeit bei Dauerbelastungen. Alle Beschwerden verschlimmern sich abends und nachts. Schmerzen werden stärker durch die Einwirkung von Kälte, bessern sich durch Ruhe und Schlaf.

Beziehung zu erhöhter Harnsäure im Blut (Gicht)

Causticum
Bei diesem Mittel stehen brennende, reißende Schmerzen in den Gelenken im Vordergrund. Knarrende Geräusche in den Gelenken. Die Schmerzen werden stärker bei kaltem Wetter, besser durch Wärme. Die Patienten zeigen eine allgemeine geistige und körperliche Schwäche. Auch Osteoporose, Neigung zu Lähmungen. Charakteristisch für diese Menschen ist die ausgeprägt Mitleidigkeit – kann niemanden leiden sehen und möchte nichts Grausames hören.

Colocynthis
Heftige, einschießende Schmerzen in den Gelenken, als ob die Gelenke in den Schraubstock gespannt wären. Die Schmerzen bessern sich durch festen Gegendruck, durch warme Anwendungen, durch Ruhe. Schlechter durch Bewegung. Ganz allgemein sind die Patienten ruhelos, ärgerlich und gereizt.

Ledum
Rheumatische Schmerzen in den Gelenken, Rückensteifigkeit wie nach langem Sitzen. Die Patienten frieren leicht und viel, allerdings werden die Schmerzen in der Wärme (zum Beispiel in der Bettwärme) schlechter und bessern sich durch kühle Anwendungen, kalte Güsse. Bewegung verschlimmert, Ruhe bessert.

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen zum Thema Arthrose erhalten Sie auch unter unserem Thema:

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