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Brennen im unteren Rücken

Einleitung

Brennen im Rücken beschreibt eine subjektiv erlebte Missempfindung, die verschiedene Ursachen haben kann. Es handelt sich um eine spezielle Äußerung von Schmerzen. Dabei kann das Brennen oberflächlich auf der Haut auftreten oder als ein aus der tiefe des Rücken kommendes Symptom wahrgenommen werden. Ein gelegentliches oder nur kurzzeitiges Brennen im Rücken hat in der Regel keinen Krankheitswert und lässt meistens von selbst wieder nach. Nur wenn das Brennen sehr stark ausgeprägt ist, länger anhält oder begleitende Symptome wie Lähmungen oder Taubheit in den Beinen auftritt, sollte ein Arzt zur Abklärung aufgesucht werden.

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Ursachen

Ein Brennen im unteren Rücken kann eine Vielzahl möglicher Ursachen haben, wobei nur in sehr seltenen Fällen eine spezifische und behandlungsbedürftige Erkrankung vorliegt.

Am häufigsten geht ein Brennen am unteren Rücken von den Bestandteilen des Bewegungsapparates aus, also den Wirbelkörpern und den Gelenken über die sie verbunden sind, sowie der Muskulatur des unteren Rückens. Durch Fehl-, Unter- sowie Überbelastung kann es zum Beispiel zu Muskelverspannungen kommen, die wiederum Reize auf Nerven ausüben. Die Nerven vermitteln letztlich das Gefühl von Brennen im unteren Rücken.

Bei älteren Menschen, sowie bei Patienten mit einer Schwäche des Abwehrsystems, kann sich am unteren Rücken eine Gürtelrose entwickeln, was sich zumeist durch brennende, in der Regel streng halbseitige Schmerzen äußert.

In seltenen Fällen kann das Symptom auch auf eine Erkrankung innerer Organe, wie dem Darm oder der Bauchschlagader, hindeuten. Bei starken und lange bestehenden Beschwerden sollte daher zur Abklärung der Ursache des Brennens im unteren Rücken ein Arzt aufgesucht werden.

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Bandscheibenvorfall der LWS

Bei einem Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule (LWS) drückt eine der Bandscheiben zwischen den Wirbelkörpern auf eine Nervenwurzel, die dem Rückenmark entspringt. Typische Beschwerden eines Bandscheibenvorfalls der LWS sind starke Schmerzen, die vom unteren Rücken ausgehend in ein Bein ausstrahlen. Dabei ist typischerweise nicht das gesamte Bein betroffen sondern oftmals nur ein Streifen der vom Oberschenkel über den Unterschenkel zum Fuß zieht. Dabei kann der Schmerzcharakter durchaus als brennend erlebt werden. Wenn jedoch als einziges Symptom ein Brennen am unteren Rücken besteht, ist ein Bandscheibenvorfall der LWS in der Regel nicht die Ursache. Für einen Bandscheibenvorfall sprechen dagegen Missempfindungen am Bein sowie eine mögliche Muskelschwäche bis hin zur Lähmung von Teilen des Beines oder Fußes.

Lesen Sie mehr dazu unter: Bandscheibenvorfall der LWS

Schwangerschaft als Ursache

In der Schwangerschaft leiden viele Frauen unter Beschwerden im unteren Rücken wie Brennen oder Schmerzen. In den weitaus meisten Fälle liegt dem eine harmlose Ursache zugrunde und es besteht keine Gefahr für das Kind oder die werdende Mutter. Das gehäufte Auftreten von Rückenbeschwerden in der Schwangerschaft lässt sich durch das Zustandekommen verschiedener Faktoren erklären. Zum einen wird gerade in der frühen Schwangerschaft das Gelbkörperhormon (Progesteron) ausgeschüttet. Neben vielen anderen Wirkungen führt dieses zur Lockerung von Bändern, Sehnen und Gelenken. Dadurch soll der Körper der Frau langsam auf die Geburt des Kindes vorbereitet werden. Eine negative Folge dieser Wirkung ist jedoch, dass die Stabilität der Wirbelsäule beeinträchtigt wird, was wiederum zu Beschwerden wie Brennen oder Schmerzen im unteren Rücken führen kann. Zum anderen kommt es durch das heranwachsende Kind und die sich stetig vergrößernde Gebärmutter zu einem zunehmenden Druck auf die Wirbelsäule. Dies kann sich dann gerade bei der ersten Schwangerschaft durch ein ungewohntes Brennen im unteren Rücken äußern. Lediglich wenn die Beschwerden lange anhalten oder wenn sehr starke Schmerzen auftreten, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Dieser wird untersuchen, ob dem Brennen im unteren Rücken doch eine ernste Ursache zugrunde liegt. Dies ist jedoch sehr selten der Fall. Bei den meist harmlosen Beschwerden können warme und entspannende Bäder helfen. Zudem sollten Schwangere keine schweren Lasten tragen. Bestimmte Sportarten wie Schwimmen, Gymnastik, Aquakurse oder Yoga können ebenfalls gegen die Beschwerden helfen und sind auch in der Schwangerschaft möglich.

Weitere Informationen zum Thema "Rückenschmerzen in der Schwangerschaftfinden Sie hier

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Meine Name ist Dr. Nicolas Gumpert. Ich bin Facharzt für Orthopädie und Gründer von Dr-Gumpert.de
Diverse Fernsehsendungen und Printmedien berichten regelmäßig über meine Arbeit. Im HR Fernsehen sehen Sie mich alle 6 Wochen live bei "Hallo Hessen". 
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Die Wirbelsäule ist kompliziert zu behandeln. Auf der einen Seite ist sie hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt, anderseits hat sie große Beweglichkeit.

Daher erfordert die Behandlung der Wirbelsäule (z.B. Bandscheibenvorfall, Facettensyndrom, Foramenstenosen, etc.) viel Erfahrung.
Ich behandele die unterschiedlichsten Erkrankungen der Wirbelsäule im Schwerpunkt.
Ziel jeder Behandlung ist die Behandlung ohne eine Operation.

Welche Therapie nachhaltig die besten Ergebnisse erzielt, kann nur nach Zusammenschau aller Informationen (Untersuchung, Röntgenbild, Ultraschall, MRT, etc.) beurteilt werden.

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Dauer

Die Dauer, wie lange ein Brennen im Rücken besteht, kann sehr unterschiedlich sein und gegebenenfalls Hinweise auf die Ursache geben. Wenn das Symptom nur für wenige Sekunden oder Minuten besteht, handelt es sich in der Regel lediglich um eine fehlerhafte Signalübertragung der Nerven, ohne dass tatsächlich eine Ursache am Rücken besteht. Bei länger andauernden oder immer wiederkehrenden Beschwerden sind die Ursachen vielfältig. Sollte das Brennen von starken Schmerzen begleitet sein, die sehr plötzlich einsetzen oder über zwei Wochen bestehen und nicht nachlassen, ist eine ärztliche Abklärung zu empfehlen.

Symptome

Ein Brennen im Rücken wird oftmals von anderen Schmerzqualitäten wie Ziehen oder Stechen begleitet. Wenn es zusätzlich auch zu einschießenden Schmerzen kommt, liegt meist eine Nervenreizung den Beschwerden zugrunde. Diese kann zum Beispiel durch eine muskuläre Verspannung bedingt sein.

Wenn es als begleitende Symptome zu Missempfindungen oder Lähmungserscheinungen in einem Bein kommt, ist ein Bandscheibenvorfall eine wahrscheinliche Ursache.

Wenn dagegen zusätzlich Fieber besteht, muss auch eine entzündliche Ursache des Brennens im Rücken in Betracht gezogen werden.

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Schmerzen

Wenn ein Brennen im unteren Rücken wahrgenommen wird, handelt es sich in der Regel um eine spezielle Qualität von Schmerzen. Dabei ist die Wahrnehmung von Schmerzen jedoch von Mensch zu Mensch unterschiedlich und die Beschreibung des Schmerzcharakters kann bei vergleichbaren Beschwerden individuell sehr unterschiedlich sein. Dies liegt zusätzlich daran, dass jeder Mensch eine eigene Schmerzwahrnehmung hat. Brennende Schmerzen im unteren Rücken können dabei keiner konkreten Ursache zugeordnet werden und es kommen grundsätzlich alle möglichen Auslöser für Schmerzen in dieser Region in Betracht.

Ziehen im unteren Rücken

Beschwerden im unteren Rücken werden oftmals als ziehend oder brennend umschrieben. Dabei kann es sich um das gleiche Empfinden und die gleichen Ursachen handeln, die jedoch aufgrund der individuell unterschiedlichen Wahrnehmung verschieden benannt werden. Dabei handelt es sich meist um die Beschreibung eines Schmerzcharakters.

Als ziehende Schmerzen werden meist solche benannt, die nicht genau lokalisierbar sind und häufig auch eine Ausstrahlung aufweisen. Ziehende Schmerzen am unteren Rücken strahlen dabei häufig in die Beine aus.

Als brennend werden dagegen oft Schmerzen beschrieben, die eher oberflächlich und in ihrer Ausbreitung begrenzt auftreten. Es gibt jedoch keine eindeutige Abgrenzung der unterschiedlichen Qualitäten möglicher Beschwerden im unteren Rücken, sodass diese oftmals auch als ziehend und brennend bezeichnet werden.

Ergänzende Informationen können Sie hier lesen: Ziehen im Rücken

Diagnose

Damit der Arzt bei dem Symptom Brennen im Rücken eine Diagnose stellen kann, ist zunächst ein zielgerichtetes Gespräch mit dem Patienten erforderlich. Dabei wird der Arzt unter anderem fragen, wie lange die Beschwerden schon bestehen, wo genau sie auftreten und wodurch sie ausgelöst werden. Relevant sind zudem mögliche weitere Beschwerden wie Fieber oder Abgeschlagenheit.

Zudem erfolgt in der Regel eine kurze ärztliche Untersuchung. Dabei kann der Arzt durch Betrachten und Tasten am Rücken mögliche Auffälligkeiten feststellen.

Oftmals ermöglichen die Ergebnisse aus ärztlichem Gespräch und körperlicher Untersuchung bereits eine Diagnose oder zumindest Verdachtsdiagnose. Nur in wenigen Fällen ist es angebracht, dass weitere diagnostische Maßnahmen wie eine Blutentnahme oder eine Bildgebung durchgeführt werden.

Lesen Sie auch: Diagnose der Rückenschmerzen

Therapie

Ob oder wie man ein Brennen im unteren Rücken behandeln kann, richtet sich nach der Ursache der Beschwerden. Da Symptome wie Brennen oder Schmerzen in diesem Bereich in den meisten Fällen von den Muskeln und Gelenken ausgehen, sind aktive Maßnahmen zur Verbesserung der Beweglichkeit und Kraft des Rückens die wichtigsten Bestandteile der Therapie. Geeignet sind vor allem Schwimmen, Nordic Walking oder leichtes Krafttraining, zum Beispiel im Rahmen eines Rückenschulkurs.

Vermieden werden sollte dagegen eine Schonhaltung, langes Sitzen und die Anwendung von ausschließlich passiven Maßnahmen wie Massagen.

Zusätzlich zu den aktiven Maßnahmen können Wärmeanwendungen wie Rotlicht oder ein Gang in die Sauna Linderung verschaffen. Die genannten Behandlungsmaßnahmen gelten meist selbst dann, wenn ein Bandscheibenvorfall die Ursache der Beschwerden ist. Nur in sehr seltenen Fällen liegt dem Brennen im unteren Rücken eine Ursache zugrunde, die direkt gezielt behandelt werden sollte.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 10.01.2019
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