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Frozen Shoulder

Synonym

Steife Schulter

Definition

Aus dem Englischen übersetzt bedeutet frozen shoulder soviel wie „eingefrorene Schulter“.
Es beschreibt eine vorübergehende Einsteifung einer oder beider Schultern mit stark eingeschränkter Beweglichkeit, die mit einer Verklebung (Adhäsion) der Gleitschichten des Schultergelenks einhergeht.

Ich berate Sie gerne!

Wer bin ich?
Meine Name ist Dr. Nicolas Gumpert. Ich bin Facharzt für Orthopädie und Gründer von Dr-Gumpert.de
Diverse Fernsehsendungen und Printmedien berichten regelmäßig über meine Arbeit. Im HR Fernsehen sehen Sie mich alle 6 Wochen live bei "Hallo Hessen". 
Aber jetzt ist genug angegeben ;-)

Das Schultergelenk zählt zu den kompliziertesten Gelenken des menschlichen Körpers.

Daher erfordert die Behandlung der Schulter (Rotatorenmanschette, Impingement, Kalkschulter, Bicepssehne, etc.) viel Erfahrung.

Ich behandele die unterschiedlichsten Erkrankungen der Schulter auf konservative Weise.

Ziel jeder Therapie ist die Behandlung ohne eine Operation.

Welche Therapie nachhaltig die besten Ergebnisse erzielt, kann nur nach Zusammenschau aller Informationen (Untersuchung, Röntgenbild, Ultraschall, MRT, etc.) beurteilt werden.

Sie finden mich im:

  • Orthopaedicum Frankfurt
    Oeder Weg 2 - 4
    60318 Frankfurt am Main

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Weitere Informationen zu meiner Person finden Sie unter Orthopaedicum Frankfurt

Epidemiologie

Die Krankheit tritt bevorzugt zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr auf, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer.
Bei etwa ¼ der Betroffenen sind beide Schultern befallen, zumeist nacheinander. Menschen, die an einer Stoffwechselstörung wie beispielsweise

scheinen häufiger von einer Schultersteife betroffen zu sein.


Ursachen

Die Entstehung der primären Schultersteife ist bisher ungeklärt, es ist lediglich bekannt, dass entzündliche Prozesse in den das Schultergelenk umgebenden Weichteilen eine Rolle spielen.
Eine sekundäre Schultersteife kann beispielsweise entstehen durch:

  • lange Ruhigstellung des Arms,
  • Traumata (Unfällen),
  • Operationen oder
  • Veränderungen an der Muskulatur der Schulter (sogenannte Rotatorenmanschette)

Symptome

Der Erkrankungsverlauf gliedert sich typischer Weise in 3 Stadien, während derer sich das jeweils vorherrschende Symptom ändert:

  • Stadium I – freezing phase – Stadium des Einfrierens
    Zu Beginn der Einsteifung dominiert der Schmerz im Schulterbereich, der sich insbesondere nachts bemerkbar macht. Eine deutliche Bewegungseinschränkung ist hier zumeist noch nicht zu beobachten.
  • Stadium II frozen phase – Stadium des Eingefroren-Seins
    Im zweiten Stadium steht die Bewegungseinschränkung im Vordergrund während die Schmerzen langsam nachlassen. Besonders die Drehung des Arms (Rotation) und die Seitwärtshebung (Abduktion) sind deutlich erschwert.
    Die Einschränkung der Bewegung ist sowohl aktiv (der Patient kann seinen Arm nur noch eingeschränkt bewegen), als auch passiv (auch bei Bewegung durch einen Untersucher zeigt sich eine deutliche Einschränkung des Bewegungsausmaßes).
  • Stadium III thawing phase – Stadium des Auftauens
    Im letzten Stadium klingen die Bewegungseinschränkungen ab und auch die Schmerzen verschwinden (nahezu) vollständig.

Die Erkrankung ist selbstlimitierend, das bedeutet, dass sie auch ohne therapeutische Intervention abklingt.
Sie kann allerdings zwischen 6 Monaten und 2 Jahren andauern.
Nicht bei allen Patienten bildet sich die Bewegungseinschränkung vollständig zurück.

Diagnose

Die Diagnose kann in der Regel klinisch (also anhand der vom Patienten geschilderten Beschwerden und mithilfe einer körperlichen Untersuchung) gestellt werden.

  • Es sollte ein Röntgenbild zum Ausschluss von Frakturen (Brüchen) erfolgen,
  • oftmals hilft auch eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) beim Ausschluss anderer möglicher Ursachen.
  • Bei Bedarf kann eine Arthrographie (Kontrastmittelinjektion in das Schultergelenk mit nachfolgender Darstellung im Röntgenbild) der Schulter erfolgen, diese kommt jedoch heutzutage eher selten zum Einsatz.
  • Auch die Anfertigung eines MRT der Schulter ist denkbar, liefert jedoch keine entscheidenden Hinweise.

Therapie

Die Behandlung der Schultersteife erfolgt grundsätzlich erst einmal konservativ (das heißt nicht-operativ) und hat die schonende Mobilisierung des Schultergelenks zum Ziel.
Zum Einsatz kommen also in erster Linie:

  • eine Physiotherapie und
  • eine Schmerzreduktion durch Schmerzmittel (Analgetika) aus der Gruppe der Nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR).
  • Denkbar sind auch – bei ausgeprägten Schmerzen – Steroidinjektionen in das Schultergelenk, wodurch jedoch nur eine vorübergehende Schmerzlinderung erzielt werden kann.
    Sie sollten zurückhaltend verwand werden.

Bessert sich die Symptomatik unter dieser Behandlung nicht deutlich, so besteht die Möglichkeit einer Narkosemobilisation.
Hierbei wird unter einer kurzen Vollnarkose das Schultergelenk vorsichtig aber kräftig durchbewegt, wodurch sich die Verklebungen (Adhäsionen) im Gelenk lösen.
Direkt im Anschluss beginnt die physiotherapeutische Weiterbehandlung. Zur Lagerung des Armes kann eine Schiene zum Einsatz kommen, in der der Arm in 90° Seitabwinklung (Abduktionsschiene) gehalten wird.
Hilft auch diese Behandlung nicht, so besteht die Indikation zur operativen Arthrolyse. Hierbei wird die Kapsel des Schultergelenks durchtrennt. Dieser Eingriff erfolgt in der Regel arthroskopisch, also minimal-invasiv (ohne große Hautschnitte). Auch nach einer solchen invasiven Therapie ist erst nach einigen Monaten und intensiver physiotherapeutischer Behandlung mit einem vollständigen Rückgang der Beschwerden zu rechnen.

Prognose

Die Prognose der Schultersteife ist sehr unterschiedlich:

  • Teilweise kommt es zu einer nahezu vollständigen Rückbildung des Bewegungsdefizits,
  • bei anderen Betroffenen hingegen verbleiben Einschränkungen der Beweglichkeit, die in ihrem Ausmaß von Patient zu Patient erheblich variieren können.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 11.03.2018
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