Symptome eines Karpaltunnelsyndroms

Einleitung

Das Beschwerdebild (Klinik) der Patienten ist abhängig von der Ursache, dem Ausmaß und der Dauer der Schädigung.

Das Karpaltunnelsyndrom beginnt häufig mit dem so genannten Einschlafen und „Ameisenlaufen“ (= Kribbeln) auf der Kuppe des Mittelfingers. Durch eine einseitige Haltung des Handgelenks beim Telefonieren, Rad fahren, Arbeiten mit stark vibrierenden Werkzeugen oder bei Bürotätigkeiten mit häufiger Arbeit am PC, werden die Beschwerden ausgelöst. Kurze Zeit später hat der Patient das Gefühl einer angeschwollenen Hand.

Charakteristische Merkmale

Das charakteristischste Merkmal eines Karpaltunnelsyndroms ist aber das nächtliche oder morgendliche Einschlafen der Hand sowie ein ausstrahlender Hand-/Armschmerz (Brachialgia paraesthetica nocturna). Durch die Schmerzen und Missempfindungen (Parästhesien) ist die Nachtruhe des Patienten gestört. Häufig wird versucht, durch Reiben oder Schütteln der Hand die Gefühlsstörung zu vertreiben.


Verlauf

Der Verlauf eines Karpaltunnelsyndroms ist sehr variabel. Die Beschwerden können chronisch fortschreitend sein, wiederkehrend mit Pausen auftreten oder spontan wieder verschwinden. Letzteres tritt besonders bei jüngeren Patienten ein, zum Beispiel nach Beendigung einer Schwangerschaft oder nach Reduzierung einer Beschwerden auslösenden Tätigkeit. Je länger ein Karpaltunnelsyndrom besteht und je älter die Patienten sind, desto unwahrscheinlicher ist eine spontane Beschwerdebesserung.

Lesen Sie mehr zum Thema: Karpaltunnelsyndrom in der Schwangerschaft

Anfangsstadium

Im Anfangsstadium der Erkrankung, welches sich über Jahre hinziehen kann, mag dies auch gelingen. Die Ursache für diese nächtlichen Beschwerden liegen im unbemerkten Abknicken der Hand im Schlaf, wodurch eine Druckerhöhung im Handwurzeltunnel erzeugt wird, die bei ohnehin schon engen Verhältnissen zu einer Erschöpfung der Nervenanpassung an die veränderten Gegebenheiten führt und der Medianusnerv somit druckgeschädigt wird. Durch eine Veränderung der Handgelenksstellung kann der Reserveraum wieder ausreichen, der Nerv kann sich erholen, sodass die Beschwerden zunächst wieder verschwinden. Hierfür eignet sich beispielsweise eine Handgelenksschiene.

Lesen Sie mehr zum Thema: Therapie eines Karpaltunnelsyndrom mittels Schiene

Fortgeschrittenes Stadium

Je größer allerdings die Enge im Handwurzeltunnel ist, desto langsamer wird die Erholung stattfinden, bis es schließlich zu einer bleibenden Gefühlsstörung kommt. Diese Gefühlsstörung betrifft den Daumen, den Zeigefinger, den Mittelfinger und den Ringfinger auf der Handflächenseite. Besonders häufig bestehen kribbelnde Gefühlsstörungen der mittleren drei Finger.
Die Schmerzausstrahlung betrifft, ausgehend von der Hand, meistens auch den Unterarm und kann sogar die Schulter erreichen. Im Verlauf der Krankheit bleibt es nicht nur bei den nächtlich auftretenden Schmerzen und Missempfindungen. Immer häufiger treten die Symptome auch tagsüber auf. Darüber hinaus betrifft die Schädigung im Verlauf der Erkrankung schließlich zunehmend auch die Funktion der Handgelenksmuskulatur. Patienten berichten diesbezüglich häufig von einer „Ungeschicklichkeit“ und plötzlich auftretender „Schwäche“ der Hand.

Sie berichten über plötzlich fallen gelassene Gläser oder Flaschen, aber auch, dass Schwierigkeiten beim Spitzgriff zwischen Daumen und Zeigefinger bestünden. Das Feingefühl der Haut an Daumen-, Zeige-, Mittel- und Ringfinger reduziert sich immer weiter. Das Tasterkennen ist letztendlich gestört. In den fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung kann es zum sichtbaren Verlust der Daumenballenmuskulatur (Atrophie) kommen. Ein festes Zugreifen der Hand ist dann nicht mehr möglich.

Der vollständige Verlust des Hautgefühls in der Hand tritt heute glücklicherweise nur noch ganz selten auf.

Ich berate Sie gerne!

Um in der Orthopädie erfolgreich behandeln zu können, bedarf es einer gründlichen Untersuchung, Diagnostik und Erhebung der Krankengeschichte.

Gerade in unserer sehr ökonomisierten Welt, bleibt zu wenig Zeit, um die komplexen Erkrankungen der Orthopädie gründlich zu erfassen und damit eine zielgerichtete Behandlung einzuleiten.

In die Reihe der "schnellen Messerzücker" möchte ich mich nicht einreihen.

Ziel jeder Behandlung ist die Behandlung ohne eine Operation.

Welche Therapie nachhaltig die besten Ergebnisse erzielt, kann nur nach Zusammenschau aller Informationen (Untersuchung, Röntgenbild, Ultraschall, MRT, etc.) beurteilt werden.

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Zusammenfassung

Zu den klassischen Beschwerdekonstellationen bei einem Karpaltunnelsyndrom gehören der nächtliche Ruheschmerz der Hand sowie Gefühlsstörungen an den Fingern.

Bei länger anhaltender Symptomatik sollte ein Arzt aufgesucht werden, um bleibende Schäden zu vermeiden und frühzeitig mit einer Behandlung beginnen zu können.

Lesen Sie mehr zum Thema: Therapie eines Karpaltunnelsyndroms

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen zum Thema "Symptome beim Karpaltunnelsyndrom" finden Sie auf folgenden Seiten:

Alle Themen, die bisher im Bereich der Orthopädie veröffentlicht wurden, finden Sie unter Orthopädie A-Z.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 14.12.2017
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