Blasen, Schwielen, Hühneraugen im Sport

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Synonyme im weiteren Sinne

Mechanische Hautschädigung, Klavus, Kallus, Blase, Schwiele, Hühnerauge

Definition

Die Blase ist ein erhabener, mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum, der direkt unter der Hornhaut oder auch in tieferen Hautschichten liegt.

Verschiedene Hautreizungen können zur Bildung von Blasen führen:
Hautallergien, Sonnenbrand, Verbrennungen, Herpesinfektionen, Insektenstiche, Pemphigus-Krankheiten (Autoimmunerkrankungen).

Durch Druck, Scheuern oder Reiben kommt zur Blasenbildung im Sport. Man unterscheidet Marschblasen, Druckblasen, Reibeblasen. Bei wiederholter mechanischer Schädigung kommt es zu Schwielenbildung (sog. Kallus) mit Ausbildung eines zentralen keratotischen (aus Horn) Propfs, = Hühnerauge (sog. Klavus), der einem Fremdkörper gleicht und mit einem ins Unterhautgewebe reichenden Dorn schmerzhaft auf die Unterlage drückt.

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Ursachen und Symptome

Blasen / Schwielen / Hühneraugen treten an den mechanischen Druckstellen der Hände / Hand in Zusammenhang mit Arbeitsgeräten, Instrumenten oder Sportgeräten (z.B. beim Tennis, Golf etc.) auf.

An den Füßen entsteht eine Blase / Schwiele /Hühnerauge bei engem Schuhwerk, punktueller Belastung bei ungewohnter sportlicher Betätigung und in der Umgebung von Fußsohlenwarzen.

Bei punktueller Belastung an den Zehennägeln kann es zu wiederholten Blutergüssen (sog. Tenniszehe) oder sogar zur blutigen Nagellösung kommen.

Blasen und schmerzhafte Schwielen können natürlich auch an anderen Stellen mit ungewohnter oder vermehrter Belastung auftreten, z.B. hinter den Ohren oder am Nasenrücken durch Brillendruck (sog. Granuloma fisuratum)

Diagnose

Die Diagnose ergibt sich aus der Patientenbefragung und dem typischen Aussehen.

Therapie

Die beste Therapie besteht in der Prophylaxe. Hierzu gehört das Tragen von Arbeits- bzw. Sporthandschuhen. Schmuck, z.B. Ringe sollten beim Sport generell abgelegt werden.
Geeignetes, bequemes Schuhwerk einschließlich Strümpfen aus hautfreundlichem und atmungsaktivem Material, das nicht zu eng sein sollte und den Zehen genügend Platz lässt. Die Füße sollten trocken gehalten werden. Bei starker Schweißneigung empfiehlt sich das Verwenden von Puder oder Cremes. Ebenfalls Blasen, Schwielen und Hühneraugen vorbeugend, kann Hirschtalg auf die Haut aufgetragen werden. Hirschtalg macht die Haut elastischer und damit Widerstandsfähiger.

Blasen sollten wegen der Gefahr einer Infektion nicht geöffnet werden. Bereits geöffnete Blasen können mit einer desinfizierenden Salbe behandelt werden. Dann gilt es unbedingt, weiteren Druck zu vermeiden. In Apotheken gibt es speziell gepolsterte Pflaster (z.B. Guttaplast ® oder Compeed ®). Mit diesen Pflastern ist es teilweise möglich bei schon bestehender Blase den Sport weiter fortzuführen. Auch als Prophylaxe bei bekannt gefährdeten Stellen eignen sich diese Pflaster sehr gut.

Schwielen oder Hühneraugen sollten aufgeweicht werden, am besten mit speziellen Tinkturen oder Salben (Salicylsäure, z.B. Verrucid®, Verrumal®), und mit einem Bimsstein entfernt werden.

Grundsätzlich keine Selbstbehandlung vornehmen sollten Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder Durchblutungsstörungen der Beine. Diese Patienten müssen beim Auftreten von Blasen, Schwielen oder Hühneraugen einen Arzt oder einen Podologen (medizinischen Fußpfleger) konsultieren.

Alle anderen, an Blasen, Schwielen und Hühneraugen leidende, sollten bei Entzündungen bzw. offenen Stellen mit Austritt von gelblichem, eitrigen Sekret und starken Schmerzen zum Arzt gehen. Auch wenn durch Selbstbehandlung nach einer Woche keine Besserung auftritt und bei Hühneraugen, die größer als 5mm sind, sollte der Arzt aufgesucht werden.

Verlauf und Prognose

In der Regel heilen Blasen, Schwielen oder Hühneraugen bei entsprechender Behandlung nach 4-7 Tagen ab, ansonsten sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Wenn Blasen, Schwielen, Hühneraugen immer wieder an denselben Stellen auftreten und sich trotz der o.g. prophylaktischen Maßnahmen nicht verhindern lassen, ist möglicherweise eine Zehenfehlstellung, z.B. eine Hammerzehe, die Ursache und sollte operativ korrigiert werden.

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Autor: Dr. Martina Henninger      |     Letzte Änderung: 26.01.2012