Dermatologie
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Synonyme im weiteren Sinne
Hautheilkunde, Hautkunde
Englisch: dermatology
Definition
Die Dermatologie befasst sich mit den Erkrankungen bzw. Veränderungen der Haut.
Vom Ausschlag (Ekzem), über die Allergie und die Pilzinfektion bis hin zum Tumor wird hier alles diagnostiziert und behandelt.
Auch die Schleimhäute gehören zu dem Zuständigkeitsbereich eines Dermatologen, denn auch hier können Ausschläge und gar Tumoren vorkommen. Die Schleimhäute sind allerdings nicht nur auf Nase und Mund begrenzt, sondern kleiden beispielsweise auch den Magen- Darm- Trakt aus. So unwahrscheinlich es klingen mag, aber auch hier können zum Beispiel Melanome (eigentlich bösartige pigmentierte Hauttumore) entstehen. Melanome entstehen auf der Haut oft aus den so genannten „Leberflecken“. Diese „Leberflecken“ können auch im Magen vorkommen.
Auch der Bereich der Geschlechtskrankheiten (Venerologie) wird von der Dermatologie umfasst.
Die Dermatologie arbeitet also eng mit den verschiedensten anderen Spezialgebieten der Medizin zusammen. So kann dem Patienten die bestmögliche Behandlung zugesichert werden.
Historie:
Das Wort Dermatologie stammt aus dem Griechischen. Δερματολογία bedeutet Hautkunde.

- Haut der Hand
Was gehört zur Anamnese in der Dermatologie?
Die Anamnese erörtert die Entstehung und den Verlauf einer Hautveränderung und klärt die Umstände der sozialen oder Familiengeschichte auf, die möglicherweise Bedeutung für die Krankheit und deren Ausbruch haben. Außerdem sollen alle verwendeten Arznei- und Pflegemittel erfasst werden.
Bei einer Anamneseerhebung in der Dermatologie sollte immer beinhaltet sein:
- derzeitige Symptome:
Wann, wo und wie begannen diese? Fragestellungen wie „Wie hat sich die Krankheit entwickelt?“ und „Wie äußert sie sich?“ (Juckreiz, Schmerzen,…) sollten geklärt werden. - frühere / weitere Erkrankungen:
Hier sollten andere Krankheiten, an denen der Patient leidet erfasst werden. Besteht z. Bsp. eine Nahrungsmittel- oder Medikamentenallergie? Auch Erkrankungen die früher einmal aufgetreten sind, sollten erwähnt werden. Hierzu zählen neben den Hauterkrankungen auch Erkrankungen die andere Fachgebiete betreffen (Diabetes, Schäden der Leber), da diese Hautkrankheiten hervorrufen können. - Medikamentenanamnese:
Es ist wichtig für den behandelten Dermatologen zu wissen, welche Medikamente sein Patient einnimmt- auch die Dosis, also beispielsweise wie viele Tabletten pro Tag. - Soziale und Familienanamnese:
Eine wichtige Information ist, ob bereits andere Familienmitglieder an den gleichen Symptomen leiden, oder sogar bereits eine Diagnose gesichert ist. So beruht beispielsweise das Auftreten der Schuppenflechte teilweise auf Vererbung. Es sollte dem Arzt alles Relevante über Hobbys, Reisen und Beruf (Umgang mit Chemikalien, z. Bsp. Friseure; Gehäufter Umgang mit bestimmten Stoffen, z. Bsp. bei Bäckern: Mehl usw.). - Psychosoziale Anamnese:
Hierunter fallen sowohl Informationen über Probleme bei der Krankheitsverarbeitung, als auch über soziale bzw. berufliche Probleme.
Auf all diese Fragen sollte dem Arzt möglichst genau Auskunft gegeben werden, um eine richtige Diagnose und die entsprechende Behandlung zu ermöglichen.
Wie verläuft eine Untersuchung in der Dermatologie?
Bei einer Untersuchung des Dermatologen / Hautarzt rücken mehrere Aspekte in den Vordergrund. Nicht nur die gesamte Haut wird begutachtet, sondern auch Schleimhäute, Nägel und die Haare werden in Augenschein genommen.
Zu den allgemeinen Untersuchungsmethoden gehören:
- Abtasten:
nicht nur die Konsistenz und Dicke, sondern z. Bsp. auch Schmerzen sind zu beurteilen - Reiben:
Hier wird die Reaktion der Blutgefäße beurteilt (z. Bsp. Dermographismus bei Naurodermitis) - Glassspateldruck:
Durch den Druck, welcher das Blut kurzfristig aus den Gefäßen verdrängt, wird die Eigenfarbe der Hautveränderungen beurteilt. - Knopfsonde:
Beurteilung der Verletzbarkeit der Haut - Kratzen:
dient der Beurteilung z. Bsp. der Härte von Schuppen oder der Verletzbarkeit der Haut - Allgemeinuntersuchung:
hier wird speziell auf veränderte Lymphknoten und die Durchblutung geachtet
Des Weiteren gibt es andere spezielle Untersuchungen, die nur bei Bedarf angewendet werden:
- Lupenuntersuchung:
zur genauen Beurteilung von vor allem kleinen und kleinsten Veränderungen - Hautbiopsie:
Stanzen in örtlicher Betäubung - Erregernachweis:
z.B. Nachweis von Parasiten - Photographie:
dient der Dokumentation von Veränderungen - Hautfunktionstest:
dient der Bewertung der intakten Schutzfunktion der Haut - Allergologisch- immunologische Testung:
weist Allergien nach - Ultraschall:
Bestimmen der Hautdicke, und der Bös- oder Gutartigkeit von Veränderungen
Allgemeine Informationen zum Ultraschall finden Sie auch unter unserem Thema: Ultraschall
Ein Hautbefund sollte neben einem allgemeinen Haut- und Körperbefund auch immer eine Beurteilung der Oberfläche (trocken, fettig, glatt, faltig), der Farbe und dem Durchblutungszustand, der Konsistenz (derb, straff, weich), sowie der Temperatur und dem Behaarungsmuster beinhalten. Auch über den Allgemeinzustand des Patienten (Ernährungs- und Kräftezustand) sollte berichtet werden.
Wichtige Erkrankungen der Dermatologie
Alle Erkrankungen der Dermatologie, die bereits bei uns erschienen sind finden Sie mit kurzbeschreibung unter Dermatologie A-Z.
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