Hautveränderungen

Synonyme im weiterem Sinne


Haut, Hautänderung, Hautbilveränderung

Englisch: chnages in skin

Einleitung

Die unten genannten Hautveränderungen beschreiben laienverständlich die Begriffe die eine Facharzt für Dermatologie verwendet um Hautveränderungen medizinisch präzise zu bschreiben.

Synonyme im weiteren Sinne

Hauteffloreszenzen, Dermatologie, Effloreszenz

Englisch: efflorscence, rash eruption

Definition

Als Hauteffloreszenzen bezeichnet man Hautveränderungen. So lassen sich alle Hauterkrankungen mit Hilfe dieser Efflorszenzen beschreiben.

Einteilung

Hauteffloreszenzen lassen sich grob in zwei Gruppen aufteilen:

  1. Primäreffloreszenzen
  2. Sekundäreffloreszenzen

    Primäreffloreszenzen sind Hautveränderungen, die unmittelbar durcheine Hautkrankheit hervorgerufen werden.

    Sekundäreffloreszenzen entstehen entweder aus einer Primäreffloreszenz oder durch äußere Schädigung der Haut.

Primäreffloreszenzen

Erscheinungsbild

Zunächst werden nun die Primäreffloreszenzen beschrieben:

  1. Die Makula, zu deutsch der Fleck, ist eine umschriebene, nicht tastbare hautveränderung. Man kann also die Grenzen dieses Fleckes gut erkennen, der Fleck selbst ist aber nicht erhaben. Das bedeutet, dass man durch das bloße Über-die- Haut- Streichen die Veränderung nicht fühlen kann. Die Makula ist in ihrer Ausdehnung auf die obersten Hautschichten begrenzt.
  2. Die Papula, auch Knötchen oder Papel genannt, ist eine kleine umschriebene Erhabenheit. Es gibt Papeln der oberen, aber auch der unteren Hautschichten. Papeln kommen beispielsweise bei Akne vor.
  3. Der Nodus, oder Knoten, ist eine umschriebene Substanzvermehrung in oder unter der Haut. Sie sind größer als eine Papel.
  4. Die Urtica, oder Quaddel, ist eine unscharf begrenzte flache Erhabenheit.
  5. Die Vesicula, oder das Bläschen, ist ein mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum in der oberen Hautschicht, der Epidermis.
  6. Die Bulla, die Blase, ist ähnlich einer Vesicula, nur größer. Diese großen mit Flüssigkeit gefüllten Blasen entstehen oft aus kleinen Bläschen.
  7. Bei der Pustula, der Pustel, handelt es sich um eine sterile, gelbliche Ansammlung von Leukozyten (weiße Blutkörperchen) in einem Hohlraum der Epidermis (obere Hautschicht). Pusteln kommen beispielsweise bei Schuppenflechte und Akne vor.

Sekundäreffloreszenzen

Nun sollen die Sekundäreffloreszenzen beschrieben werden:

  1. Squama, die Schuppe, zeichnet sich durch eine verstärkte Ansammlung von Hornlamellen aus. Vor allem treten diese Schuppen bei der Schuppenflechte (Psoriasis) auf.
  2. Crusta, die Kruste, ist eine Auflagerung von eingetrocknetem Sekret.
  3. Cicatrix, die Narbe, ist gekennzeichnet durch eine Heilung eiens vorangegangenen Defekts. Die Narbe kann entweder atrophisch (also weniger Gewebe, als zuvor) oder hypertrophisch (mit vermehrtem Gewebewachstum) entstehen.
  4. Die Rhagade, oder Schrunde, ist ein spaltförmiger Riss, der bis in die Dermis reicht. An nicht verhornten Haut- / Schleimhautregionen werden sie Fissuren genennt. Oft treten sie in den Mundwinkeln auf.
  5. Unter einer Erosion (Abschürfung) versteht man einen oberflächlichen Defekt, der narbenlos verheilt.
  6. Eine Excoratio ist ein Defekt, der bis in die Dermis (untere Hautschicht) reicht. Trotzdem verheilt die Excoratio meist ohne Narbe. Der Defekt ist also tiefer als bei einer Erosion.
  7. Ein Ulkus oder Geschwulst beschreibt einen tiefer reichenden Defekt, der nach dem Abheilen eine Narbe hinterlässt.
  8. Unter einer Atrophie versteht man einen Gewebeschwund ohne vorherigen Defekt.
  9. Auch eine Pustula (Pustel) kann als eine Sekundäreffloreszenz auftreten.

Weitere Informationen

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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 13.07.2011