Hautkrebs

Synonyme im weiterem Sinne


Hauttumor, kutaner Tumor, Malignes Melanom, schwarzer Hautkrebs, Basaliom, Basalzellkarzinom, Spinaliom, Spinalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom, spinozelluläres Karzinom, Stachelzellkarzinom
Englisch: dermal cancer

Definition

Unter Hautkrebs versteht man bösartige Neubildungen der Haut. Dabei können unterschiedliche Zellen betroffen sein und in Abhängigkeit davon bezeichnet man den Hautkrebs näher. Am häufigsten bezieht sich der Begriff „Hautkrebs“ auf das maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs), ebenso können jedoch auch Basaliom oder Spinaliom gemeint sein.


Epidemiologie/ Häufigkeitsverteilung

Die häufigste Hautkrebsart stellt mit über 90% der Fälle das Basaliom dar. Am zweithäufigsten kommen Spinaliome vor, gefolgt von malignen Melanomen an dritter Stelle. Das Verhältnis der Häufigkeiten von Basaliom und Spinaliom beträgt 10:1.

Bezüglich der Altersgipfel erkranken am Spinaliom vor allem 60- bis 80-Jährige; auch das Basaliom betrifft überwiegend ältere Patienten. Beim malignen Melanom hingegen weicht die Altersspanne weiter auseinander, hier liegt der Gipfel bei 30- bis 70-Jährigen.

Die Inzidenz (Vorfallen) der Hautkrebsform „Basaliom“ liegt in Europa bei 20 bis 50 pro 100.000, die des Spinalioms bei 25 bis 30. Die Inzidenz des malignen Melanoms in Deutschland beträgt 12,3 pro 100.000, wobei eine Steigerung von 8% pro Jahr zu verzeichnen ist.

In Australien weist die Inzidenz von Hautkrebs wesentlich höhere Zahlen auf. Beim Basaliom beträgt sie 250 pro 100.000, beim malignen Melanom 60. In Schwarzafrika hingegen ist sie beim malignen Melanom sehr niedrig, nämlich 0,1 pro 100.000.

Diagnose Hautkrebs

Die Diagnose „Hautkrebs“ wird anhand des klinischen Bildes, also anhand des Aussehens der Hautveränderung gestellt. Unterstützt wird dies durch die Auflichtmikroskopie, einem Verfahren zur vergrößerten Darstellung der Hautkrebs verdächtigen Veränderung. Gesichert werden kann die Diagnose „Hautkrebs“ jedoch nur durch eine mikroskopische Untersuchung (Histologie).

Bei der Bewertung des klinischen Bildes eines malignen Melanoms kommt zusätzlich die ABCD-Regel zur Anwendung. Mehr unter Hautkrebs Symptome. Bei dieser stehen die Buchtstaben jeweils für ein Kriterium, das auf Bösartigkeit der Hautveränderung und damit auf Hautkrebs schließen lässt.

Wichtig für die Diagnose „malignes Melanom“ sind weiterhin eine Klassifizierung (Staging) und eine immunhistochemische Untersuchung des betroffenen Gewebes mit bestimmten Antikörpern (gegen Melan-A, MART-1).

Beim Staging dienen die Tumordicke, das Vorliegen möglicher Metastasen in den umgebenden Lymphknoten, das Vorhandensein von Fernmetastasen und bestimmte Marker im Blut (MIA- Protein = melanoma-inhibiting-activitiy-Protein, LDH=Lactat-Dehydrogenase) als Kriterien.


Prophylaxe

Um Hautkrebs vorzubeugen sollte eine direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden.

Wichtig für die Vorbeugung aller Hautkrebsarten ist ein konsequenter Schutz vor Sonnenstrahlung. Bei Basaliomen dient außerdem der Einsatz von Retinoiden (Vitamin A ähnliche Substanzen) der Prävention.

Ebenfalls sinnvoll ist die Selbstuntersuchung Hautkrebs verdächtiger Veränderungen durch den Patienten selbst sowie die Teilnahme am durch Hautärzte angebotenen Hautkrebs-Screening ab 35 Jahren (alle 2 Jahre).

Prognose

Die Prognose der verschiedenen Arten des Hautkrebses ist abhängig von der Form.

  • Basaliom: Im Allgemeinen ist die Prognose des Hautkrebses „Basaliom“ gut. Sie ist allerdings abhängig von der Lokalisation und von der Behandlungsart des Hautkrebess. In der Regel liegt die Heilungsrate bei über 90%. Rezidive kommen bei 5% der Fälle vor.
  • Spinaliom: Beim Spinaliom ist die Prognose ebenfalls beeinflusst von der Lokalisation und auch von der Dicke des Hautkrebses. Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei 68 bis 80%. Befindet sich der Hautkrebs an der Schleimhaut oder der Haut-Schleimhaut-Grenze, ist die Prognose in der Regel schlechter.
  • Malignes Melanom: Auch beim malignen Melanom ist die Prognose abhängig von Lokalisation, Krebsdicke, Metastasierung und Lymphknotenbefall. Hautkrebs an den Extremitäten hat eine bessere als solche am Rumpf. Insgesamt liegt die Letalität dieser Hautkrebsart bei 20%.

Zusammenfassung

Unter Hautkrebs versteht man verschiedene Formen der bösartigen Neubildung an der Haut. Dazu zählen die Hautkrebsarten „Basaliom“, „Spinaliom“ sowie „malignes Melanom“, welche unterschiedliche klinische Bilder aufweisen. Die Stellung der Diagnose „Hautkrebs“ erfolgt einerseits auf Grund dieses Bildes, andererseits durch eine mikroskopische Untersuchung der Veränderung. Therapiert wird der Hautkrebs in erster Linie mittels Exzision. Abhängig von Stadium und Art des Hautkrebses stehen weitere Möglichkeiten der Behandlung zur Verfügung.


Hinweis

Ein wichtiges Mittel zur Vorbeugung von Hautkrebs ist konsequenter Schutz vor der Sonne.

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Autor: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 21.04.2014