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Lipom

Synonyme im weiteren Sinne

Fettgewebstumor, Fett, Tumor, Haut, Fettgewebsgeschwulst

Englisch: lipoma, fatty tumor, adipose tumor

Definition Lipom

Unter Lipomen (Fettgewebsgeschwulst) versteht man weiche oder prallelastische Knoten, die unter der Haut liegen.
Die Haut, die über dem Knoten liegt ist unauffällig und intakt. Die Größe dieser Knoten ist sehr unterschiedlich.
Sie können erbsengroß oder auch großer werden. Diese Knoten haben ihren Ursprung in den Fettzellen des Unterhautfettgewebes. Lipome sind gutartige Wucherungen, die sich durch ein sehr langsames Wachstum auszeichnen.


Zusammenfassung

Ein Lipom ist eine gutartige Wucherungen des Fettgewebes. Ihre Konsistenz ist weich oder prallelastisch.
In der Regel verursachen Lipome keinerlei Beschwerden, sind auch nicht schmerzhaft. Eine Entfernung ist deshalb allenfalls aus kosmetischen Gründen notwendig. In den meisten Fällen treten diese Geschwülste an Armen, Beinen und am Rumpf auf.

In äußerst seltenen Fällen können Geschwülste aus Fett auch bösartig sein. Man nennt sie dann Liposarkome.

Das Lebensalter in dem ein Lipom am häufigsten auftritt liegt zwischen dem 20. und 25. Lebensjahr.
Das Wachstum schreitet sehr langsam voran. Es können im Laufe der Zeit mehrere dieser Lipome auftreten. Liegen diese eng beieinander spricht man von einer Lipomatose. Auch hier können verschiedenen Formen unterschieden werden.

Ursachen

Eine gesicherte Ursache gibt es zur Zeit noch nicht. Wie bei den meisten Tumoren geht man von einer genetisch bedingten Entartung von bestimmten Zellen - in diesem Fall Fettzellen - aus.

Diese Fettzellen scheinen sich zu vermehren und einen Knoten zu bilden.

Ein gehäuftes Auftreten von einzelnen Lipomen ist bei bestimmten Stoffwechselkrankheiten, wie Diabetes mellitus und Hyperlipidämie zu beobachten.

Symptome / Beschwerden

Ein gutartiges Lipom verursacht in der Regel keine Beschwerden, so dass es oft erst entdeckt werden, wenn das Lipom eine gewisse Größe erreicht habt.
Sie fallen auf, sobald man sie tasten oder sehen kann.

Lipome gehen ohne Schmerzen einher. Schmerzen verursachen können sie höchstens, wenn sie an einer ungünstigen Stelle - beispielsweise in der Nähe von Nerven - gelegen sind und auf diese drücken.

In ihrer Konsistenz sind sie entweder weich oder auch prallelastisch und liegen direkt unter der Haut.
Die Knoten können unter der Haut hin - und hergeschoben werden. Auf dieser Verschieblichkeit beruht die Gutartigkeit des Geschwulst (Lipom).

Komplikationen

Da es sich bei einem Lipom um ein gutartiges Geschwür handelt, kommt es selten zu Komplikationen. Allerdings können die Fettgeschwülste nach der Entfernung wiederholt auftreten.

Bei der operativen Entfernung der Lipome können die allgemeinen OP- Komplikationen wie Blutungen, Infektionen, Verletzung von Gefäß- und Nervernstrukturen und Wundheilungsstörungen auftreten.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt meist durch das Ertasten und der Beurteilung der Verschieblichkeit des Tumors. (Tumor bedeutet in diesem Zusammenhang- und auch sonst - einfach nur Schwellung.) Eine genaue Diagnosestellung wird meist durch Punktion gesichert. Die genaue Größe wird im Ultraschall erfasst.
Hier kann man das Fettgewebe auch von anderen Veränderungen abgrenzen. Fettgewebe stellt sich in der Sonographie (Ultraschall) weißlich dar, während Zysten schwarz oder dunkel erscheinen würden. Unter einer Zyste versteht man einen mit Flüssigkeit gefüllten Hohlraum.


Therapie Lipom

Ein Lipom kann entfernt werden - muss aber nicht, das es nicht dazu neigt bösartig zu entarten.
Bei einer unsicheren Diagnose sollte vorsichtshalber entfernt werden, da erst mikroskopisch die Diagnose gesichert werden kann.

Je nach Größe wird es in örtlicher Betäubung oder Vollnarkose entfernt. Im Gegensatz zu bösartigen Tumoren, muss hier bei der Entfernung nicht auf Sicherheitsabstände geachtet werden.

Da die Lipome gut zu sehen bzw. zu tasten sind ist meist nur ein kleiner Schnitt nötig. Eine spezielle Weiterbehandlung ist nicht erforderlich, da sich die relativ kleinen Wunden gut vernähen lassen.

Jeder entfernte Tumor muss noch mal in kleinen Teilen unter dem Mikroskop (feingewebliche Untersuchung) untersucht werden, um eine Bösartigkeit sicher ausschließen zu können.

Prophylaxe

Da der Auslöser für die Entartung der Fettzellen bis heute nicht gefunden wurde, jedoch eine genetische Komponente eine Rolle zu spielen scheint, ist eine Prophylaxe nicht möglich.

Prognose

Die Prognose ist gut. Der Eingriff der Entfernung ist an sich unkompliziert. Komplikationen wie Blutungen und Infektionen treten nur selten auf.
Jedoch können Lipome wiederholt auftreten. Diese Rezidive (Widerauftreten von einem Lipom) sind aber fast immer ebenso gutartig und unbedenklich wie ihre Vorgänger.

Bilder gesucht

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