Fußpilz erkennen

Synonyme im weiterem Sinne


Tinea pedis, Tinea pedum, Fußmykose, Fußpilzerkrankung, Athletenfuß, Dermatophyteninfektion des Fußes
Schreibweise:
Fusspilz
engl.:
athlete`s foot

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Symptome des Fußpilz

Nach dem Eindringen der Dermatophyten in die oberste Grenzschicht (Stratum corneum) der Oberhaut, breiten sie sich dort aus, bauen das Keratin der Haut ab und rufen eine Entzündung hervor, die gelegentlich mit mehreren konzentrischen Wachstumsringen um den Entzündungsherd herum verbunden ist. Der Erreger Trichophyton rubrum verursacht meist nur eine geringe Entzündung am Rand der Schädigung, welche im Zentrum schon wieder abheilt.

Einteilung

Im Bereich des Fußes können drei verschiedene Formen des Fußpilz (Tinea pedis) unterschieden werden.

Der interdigitale Typ der Fußpilzes, Tinea pedis interdigitales, der sich meist zwischen den besonders engen Zehenzwischenräumen der 3. und 4. beziehungsweise der 4. und 5. Zehe bemerkbar macht, ist mit Abstand der häufigste Typ unter den Fußpilzerkrankungen. Zumeist beginnt die Erkrankung mit einer Einweichung (Mazeration) der Oberhaut (Epidermis). Durch das Spreizen der Zehen sieht man dann eine grauweißlich verquollene Haut. Wenn sich diese mazerierten Schichten ablösen oder abgelöst werden, entstehen nässende Verletzungen (Erosionen) und  tiefe Rissbildungen (Rhagaden), die mit Rötung und Schuppung einhergehen. Die Seitenflächen der Zehen sind oft von kleinen Bläschen befallen. Dieser Fußpilz kann zum Teil jahrelang unbemerkt fortbestehen oder sich auch ausbreiten. Eine zusätzliche bakterielle Infektion der betroffenen Stelle sorgt für den unangenehmen Geruch. Zudem kann die Verletzung auch eine Eintrittspforte für eine sich ausbreitende Wundrose (Erysipel) durch Bakterien darstellen. Ein weiteres Symptom des Zehenzwischenraumfußpilzes ist ein starker Juckreiz, der sich besonders bei vermehrtem Schwitzen (Hyperhidrose), wie zum Beispiel beim langen Tragen von Gummistiefeln oder Sportschuhen, entwickelt.

Die zweite Form des Fußpilzes ist der squamös-hyperkeratotische Typ. Auch er ist relativ häufig. Die Erkrankung beginnt mit einer sehr feinen trockenen Schuppung auf einer eher nur wenig entzündeten Haut. Im Verlauf zeigen sich meist herdförmige, asymmetrische, scharf begrenzte sowie schuppende, übermäßig verhornte Areale der Haut (Hyperkeratosen) die von Rissbildungen (Rhagaden) begleitet sein können. Diesen Typ des Fußpilzes findet man vermehrt an den Fußrändern, Fersen und Zehenspitzen. Doch auch eine verstreut (diffus) schuppende Verhornung der gesamten Fußsohle, vor allem einseitig, ist eine Manifestation des squamösen-hyperkeratotischen Typs und trägt den Namen Mokassin-Mykose. Besonders häufig ist hier auch mit einer Miterkrankung der Nägel zu rechnen, welche zur Diagnosefindung beiträgt.

Der dyhidrosiforme Typ des Fußpilzes ist eine weitere Manifestationsmöglichkeit der Erkrankung. Besonders im Bereich des Fußgewölbes und an den Fußkanten zeigen sich im Sommer und an schwülwarmen Tagen leicht getrübte Bläschen. Diese Bläschen enthalten Faden ziehenden Inhalt und befinden sich teilweise auf leicht geröteter Haut. Die Bläschen platzen nicht spontan, sondern trockenen aus und bilden dabei Schuppenkrusten. Symptome sind ein Spannungsgefühl sowie starker Juckreiz. Besteht die Krankheit über einen längeren Zeitraum hinweg, können frische und alte Hautveränderungen nebeneinander vorliegen. Entwickeln sich größere Blasen spricht man vom bullösen Typ der Tinea pedis. Ob beim dyshidrotischen Typ des Fußpilzes tatsächlich die Schweißbildung gestört ist, konnte nicht vollständig nachgewiesen werden, doch ist es der am häufigsten verwendete Name.

Diagnose

Neben der klinischen Diagnose, die sich aufgrund von juckenden, geröteten und schuppenden, zum Teil auch übel riechenden Hautregionen stellen lässt, ist eine Labordiagnostik unumgänglich. Die mykologische Diagnostik beruht vor allen Dingen auf dem Nachweis von Pilzen im Hautmaterial. Vom Rand der schuppenden Herde wird das Probenmaterial mit Hilfe eines Skalpells entnommen, dazu gehören neben Hautschuppen auch Blasendecken. Ein positives Nativpräparat, zum Nachweis lebendiger Erreger unter dem Mikroskop, gilt als beweisend. Um Anflugkeime aus der Umwelt zu entfernen, wird die Entnahmestelle zuvor mit Alkohol abgewischt. Da bei der Fußpilzerkrankung oft lediglich nach klinischer Diagnose behandelt wird, welche fehlerhaft sein kann, sollte vor der Behandlung eine Erregerbestimmung anhand einer Pilzkultur im Labor, das heißt das Anzüchten des Pilzes auf einem Nährboden, vorgenommen werden. Hat der Patient schon mit einer Selbstmedikation begonnen, sollte eine zwei Wochen dauernde Pause vor dem Erregernachweis vorgenommen werden.


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Autor: Gerret Hochholz      |     Letzte Änderung: 06.05.2012